139. Jugend-Presse-Kongress in Feldafing

von Jennifer Lorenz

 

Jennifer Lorenz aus der Klasse 10d hat mit diesem Artikel eine Reise nach New York gewonnen! 

 

„Moderne IT – Chance in der Streitkräftebasis“, das war das Thema des 139. „Young Leaders“ Jugend-Presse-Kongresses. 125 Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren, die sich ehrenamtlich engagieren, haben sich in der General-Fellgiebel-Kaserne in Pöcking am Starnberger See getroffen, um an einem Wochenende etwas über Journalismus zu lernen.

Nach einem langen Anreisetag und Abend hat sich jeder aufs Bett gefreut, denn am nächsten Tag hieß es: früh aufstehen.

 

Jennifer Lorenz (Mitte) bei einer Technikvorführung

 Schon ab sieben Uhr gab es Frühstück, bevor um halb neun unser erster Tag als Journalisten mit der Begrüßung und der Einweisung in eine der vier Redaktionen startete.

Ich wurde meiner Wunschredaktion, dem Kongress-Fernsehen, zugeteilt. Nach der Begrüßung ging es direkt los mit der Besprechung. Der für uns zuständige Medien-Profi war Stephan Meyer, der Studioleiter des Bayrischen Rundfunks in Berlin und Brüssel. In seinem urbayrischen Dialekt hat er mit uns besprochen, was wir alles in unseren Fernsehbericht einbeziehen wollen. Auch die Gruppeneinteilung der einzelnen Themen mussten wir recht zügig vornehmen, da wir noch am selben Nachmittag unser Resultat vorstellen sollten.

Also wurde in der kurzen Pause und beim Mittagessen nach dem Vortrag mit dem Thema „Zukunftsstrategien für das 21. Jahrhundert“ von Diplom-Psychologe Werner Reinhard schon fleißig getextet und Ideen ausgetauscht. Um 13.00 Uhr ging es dann schon wieder weiter, als wir mit Bussen nach Feldafing gefahren sind, um uns auf dem Hubschrauberlandeplatz etwas „Live Action“ mit dem Programm „Action Live“ der Streitkräftebasis anzusehen.

Dort wurden dann auch schon eifrig Interviews geführt und gefilmt, bevor wir uns einen Vortrag von Oberleutnant Johannes Völpel zur Internetsicherheit anhören konnten, in dem uns unter anderem sehr anschaulich gezeigt wurde, wie schnell sich ein Handy hacken lässt.

Schließlich haben wir uns alle in der Mensa der Kaserne eingefunden, um einer Vorlesung von Brigadegeneral Dietmar Mosmann, dem Kommandeur der Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr in Feldafing, mit dem Thema „Streitkräftebasis und Führungsunterstützungsschule: Auftrag, Ausbildung, Einsatz“ zu lauschen.

Eines der Highlights an diesem Tag war dann die anschließende Videokonferenz mit Oberst Kai Hess, der sich momentan im Auslandseinsatz im „Camp Marmal“ bei Mazar-e-Sharif im Norden Afghanistans befindet. Er beantwortete uns um ca. 17.00 Uhr Ortszeit einige Fragen zur aktuellen Situation in Afghanistan und im Lager.

Gleich danach sind wir über einen kleinen und steilen Pfad, der mit Bäumen besäumt war, zum Casino, einem Aufenthaltsgebäude, gelaufen. Dort fand dann die sogenannte „Medienbörse“ statt. Es waren einige Stände aufgebaut, an denen uns Soldaten bzw. Mitarbeiter der Bundeswehr zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel „Laufbahn konkret“ oder „IT-Spezialisten im Auslandseinsatz“, Rede und Antwort standen.

Es wurde noch einmal fleißig interviewt, gefilmt und in anderen Redaktionen, wie der der Kongress-Zeitung oder des Kongress-Webmags, an den zahlreichen Berichten geschrieben.

Unser Film war schon im Schnitt, während teilweise noch gedreht wurde. Wir durften jedoch leider nicht dabei sein, da der Raum sehr klein war und alles etwas stressig zuging.

Also setzten sich einige wenige, die schon fertig waren, bei Kaffee und Obstkuchen zusammen oder halfen bei anderen Redaktionen beziehungsweise Arbeitsgruppen etwas aus.

Nach der Medienbörse wurde dann endlich unser Bericht vorgestellt, der, wie ich finde, ein voller Erfolg wurde.

Der krönende Abschluss dieses langen, aber schönen Tages war schließlich die Fahrt in den Augustiner-Keller nach München, wo wir uns in dem Gewölbekeller bei guten Gesprächen eine bayrische Platte, Spanferkel und als Dessert Apfelstrudel schmecken ließen.

Zu guter Letzt hatten wir noch etwas Zeit, ein bisschen durch München zu laufen, bevor wir uns wieder am Bus trafen um zurückzufahren. Gegen elf Uhr waren wir dann zurück in der Kaserne, und dann hieß es schnell ins Bett, denn die, die noch nicht gepackt hatten, mussten am nächsten Tag schon wieder früh aus den Federn, um dies zu tun. Auch gab es die Möglichkeit, noch einen Gottesdienst zu besuchen.

Nach dem Frühstück hatten sich dann die einzelnen Redaktionen noch einmal zusammengetan, um die eigenen Ergebnisse auszuwerten. Hier wurde auch die PR-Zeitung ausgegeben, um schon einmal einen ersten Blick hineinzuwerfen. Nach dieser Besprechung, in der wir auch interessante Diskussionen über das aktuelle Geschehen in der Welt führten, kamen noch einmal alle zu der „Infobörse Journalismus“ zusammen, wo wir die Gelegenheit hatten, Profijournalisten aus verschiedenen Bereichen alle möglichen Fragen zu stellen.

Vor dem Schlusswort und der Verabschiedung durch Astrid Henke vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr wurden noch weitere sehr gelungene Werke, nämlich das Webmag, ein digitales Magazin, und das zweite TV-Magazin, präsentiert.

Als jeder sein Lunchpaket mit allen möglichen Köstlichkeiten für die Fahrt und sein Gepäck im Bus verstaut hatte, ging der Transfer zum Münchner Bahnhof auch schon los. Dort hieß es dann für viele, sich gleich wieder von den neu gewonnenen Freunden zu verabschieden.

Es war ein langes, aber auch viel zu kurzes Wochenende mit vielen neuen Erfahrungen und netten Menschen, das viel zu schnell vorbei war.