Uni-Projekt 2011/12

LANDSTUHL: Schüler des Sickingen-Gymnasiums geben Anregungen für das Tourismuskonzept der Stadt

Der Abiturjahrgang des Sickingen-Gymnasiums Landstuhl hat die Möglichkeit ausgeschöpft, mit dem Pfalztheater, der TU Kaiserslautern und der Universität Saarbrücken zusammenzuarbeiten. Gestern präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse.

Von der Ausarbeitung praktischer Modelle im Mathematik-Zweig der Technischen Universität, der Beschäftigung mit dem Lego-Roboter im Bereich Informatik über chemische und physikalische Versuchsreihen bis zur antiken lateinischen Handschrift, welche die Schüler an die Universität des Saarlandes führte: Das Angebot war vielfältig und mit dem Ablegen einer international anerkannten Spanischprüfung sogar noch ganz praktischer Natur. Wer sich dem Erdkunde-Projekt angeschlossen hatte, der weiß jetzt ein bisschen mehr über die Stadt Kaiserslautern im Wandel.

Für die zehn Schüler, die sich im Bereich der Geschichte mit der Verbesserung des Tourismuskonzeptes für die Stadt Landstuhl auseinandersetzen, werden diese Aktivitäten vermutlich sogar noch ein Nachspiel haben. Sie wollen ihre Ideen demnächst auch dem Landstuhler Bürgermeister Klaus Grumer (CDU) vorlegen, wie der Schüler Marvin Schanné gestern erklärte.

Grumer wird sich wohl die Augen reiben ob dieser kreativen Jugend. Die Schüler schlagen als touristisches Angebot eine organisierte Schnitzeljagd durch die Sickingenstadt genauso vor wie eine kostümierte Burgführung - bei Tag und bei Nacht. Minnesang und ein passendes Essen finden sie geeignet, um die Führungen interessanter zu gestalten.

Die Internetseite von Stadt und Verbandsgemeinde ist nach Ansicht der Schüler zu überarbeiten und komplett auch auf Englisch anzubieten. Außerdem müsse die Verkehrsführung in der Sickingenstadt kinderfreundlicher daherkommen.

Die Lehrerin Beate Schuster - mit ihren Kollegen Thomas Lieser und Hartfried Klein für die Kooperationsmöglichkeiten mit den Universitäten und dem Pfalztheater verantwortlich - sieht in diesen Kontakten so kurz vor dem Abitur eine gute Gelegenheit, sich an der Universität in dem angedachten Studienfach praktisch zu orientieren. Manchmal falle dann der Groschen, welches die richtige Richtung sein könnte. Und manchmal, so zeigt die Tourismusgruppe, springen auch für Unbeteiligte noch Anregungen heraus. (thea)