Besuch bei der REHA-Westpfalz

von Alisa Müller 10b

 

Am Donnerstag, den 27.10.16, besuchten die Schülersprecherin des Sickingen-Gymnasiums Meryem Aydemir, der stellvertretende Schülersprecher Marlo Keßler und Stellvetretende Zweite Schulleiter Dominik Hauer die REHA-Westpfalz in Landstuhl auf der Atzel. Der Anlass der Exkursion war die Übergabe der als Gewinn verbuchten Einnahmen vom vergangenen Schulfestes im Sommer als Spende an die REHA-Westpfalz.

 

Boris Bohr, Jutta Huber, Christine Bohrer, Karen Jentzer, Dominik Hauer, Manuela Wiesweg, Hans-Peter Röhrenbeck, Marlo Keßler, Meryem Aydemir, Alisa Müller

Dort angekommen wurden wir herzlichst begrüßt von Frau Manuela Wiesweg; die Leitung der Abteilung für Wohnangebote, Frau Karen Jentzer; der stellvertretenden Wohnheimleitung und Sozialdienst, Herrn Boris Bohr; ehrenamtlicher Mitarbeiter sowie drei Bewohnern der Institution. Mit bereitgestellten Getränken wurden wir so von den Mitgliedern des Teilhabekreises empfangen. Der sogenannte Teilhabekreis kümmert sich hauptsächlich um die Freizeitkoordination der Einrichtung. Ihm liegt es am Herzen, erwachsenen Behinderten die Teilnahme am öffentlichen Leben teilzunehmen zu ermöglichen.

Dies erfordert natürlich eine große Organisation, denn alle beeinträchtigten Menschen in der REHA-Westpfalz befinden sich tagsüber in einer Tagesstruktur, sei es dem Kindergarten, der Schule, der Förderungsstätte oder auch der Werkstätte. Somit spielen die Uhrzeit wie auch andere Komponenten, wie beispielsweise die Barrierefreiheit eine große Rolle. Um solche Angelegenheiten kümmert sich der Teilhabekreis, indem er beispielsweise Treffen arrangiert, die alle vierzehn Tage abends im Jugendhaus stattfinden. Dort werden Kuchen gebacken, Gemeinschaftsspiele gespielt oder auch zusammen Filme angeschaut. Ein Bewohner berichtete zum Beispiel aufgeregt, wie sehr er sich immer auf die alljährlichen Burgspiele freue.

Ausblick aus dem Balkon einer Bewohnerin

Es sind sowohl große als auch kleine Aktionen, die wir den Menschen bieten, äußerte Manuela Wiesweg, Mitglied des Teilhabekreises. Die Bewohner würden nur so vor Ideen sprudeln, was natürlich Freude bereite. Eine weitere Attraktion ist die Gespannwagenfahrt, die jedes Jahr durchgeführt wird. Für die beeinträchtigten Menschen sei es etwas Wundervolles, gelegentlich aus ihrer gewohnten Umgebung herauszukommen. Christine Bohrer, ebenfalls Mitglied und Bewohnerin des REHA-Zentrums, empfindet auch das Adventsfenster, welches sie jeden Winter gemeinsam gestalten, als ein großes Event. Menschen aus ganz Landstuhl kommen vorbei, singen miteinander, bestaunen das dekorierte Fenster und genießen die weihnachtliche Atmosphäre. Einladen und auch eingeladen sein, lautet hier das Motto. Das absolute Highlight scheint aber das bevorstehende Peter Maffay-Konzert zu sein, zu dem sich jeder ausschließlich positiv äußerte.

Anschließend an das freundliche Gespräch mit den Beteiligten bekamen wir noch eine Führung durch eine Wohngruppe der Einrichtung. Das Wohnangebot der REHA in Landstuhl umfasst nämlich zwei Häuser mit 72 Plätzen, wobei jeweils zehn bis zwölf Menschen in einer Wohngruppe sind. Es gibt sogar eine Wohngruppe von Jugendlichen, in der das jüngste Kind acht und das älteste 18 ist. Die Wohngruppen vor Ort kann man sich vorstellen wie eine WG, es gibt ein Wohnzimmer, in dem man sich nach Feierabend gemeinsam aufhalten kann, eine Küche und die jeweiligen Zimmer der Bewohner. Sowohl Einzel- als auch Doppelzimmer sind vorhanden, die individuell mit einem Bad ausgestattet sind. Manche Beeinträchtigten besitzen auch den Luxus eines Balkons. Jutta Huber zum Beispiel sitzt gerne nach Feierabend bei gutem Wetter noch etwas auf ihrem Balkon, dieser bietet nämlich einen schönen Ausblick auf das Gelände und den umliegenden Wald.

Nach der Führung und der Spendenabgabe verabschiedeten wir uns und dankten allen Anwesenden in der Hoffnung uns schon bald wieder zu sehen.