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SGL erfolgreich beim Landeswettbewerb Physik

von Hoda Niaz

Auch dieses Jahr fand am Sickingen-Gymnasium der Landeswettbewerb Physik statt. Viele Schüler hatten die Möglichkeit,erneut ihre physikalischen Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Durch den Landeswettbewerb Physik werden Schüler intellektuell gefördert und längerfristig für das Fach Physik motiviert. 
Der Wettbewerb ist in 3 Runden gegliedert und an den jeweiligen Klassenstufen ausgerichtet. Zudem werden sowohl theoretische als auch praktische Aufgaben bearbeitet. Bei der Runde 1 (Klasse 8 und jünger) erfolgt die Bearbeitung der Aufgaben als Hausarbeit. Ab 2013 ist auch die Bearbeitung der Runde 1 in Partnerarbeit (zwei Schülerinnen und Schüler) möglich. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, welche in der Runde 1 erfolgreich waren, können ein Jahr später (Klasse 9) an der Runde 2 des Wettbewerbs teilnehmen. (Sollte der Wettbewerb in Klasse 8 versäumt worden sein, bietet sich die Möglichkeit zur Qualifikation durch die gleichzeitige Teilnahme an der Runde 1 uns 2 in Klasse 9). Die Schülerinnen und Schüler, welche diese Hausarbeit erfolgreich absolvieren, erreichen wiederum ein Jahr später die 3. und letzte Runde. Die Runde 3 (Klasse 10) besteht ebenfalls aus experimentellen und theoretischen Aufgaben, die zum einen zu Hause und zum anderen innerhalb eines Seminars an der TU Kaiserslautern gelöst werden. Der Teilnehmer darf 2-3 Schüler mitnehmen, die sich ebenfalls für Physik interessieren. Im Seminar führen sie verschiedene Versuche durch, hören sich Vorträge an, machen Laborbesichtigungen usw… . 2013 waren 4 Teilnehmer aus Landstuhl in der Runde 3 dabei, 2014, ein Teilnehmer. 
Besonders begabte Schülerinnen und Schüler haben dann die Möglichkeit am Oberstufen Wettbewerb (Internationale Physik-Olympiade) teilzunehmen. 
Die Aufgaben des Landeswettbewerbs werden am Ende eines jeden Jahres an die Schule versandt und durch Lehrkräfte an die Schüler weitergegeben. Die Lösungen müssen bis zum 2. Mai in schriftlicher Form mit ausgefülltem Deckblatt beim Landeswettbewerbsteam eingereicht werden. Im Laufe des Mais werden sie dann korrigiert. Das Landeswettbewerbsteam korrigiert bis zu 100 verschiedene Lösungsbeiträge verschiedener Schulen, finden Jährlich neue Aufgaben, bauen Experimente an der TU Kaiserslautern auf und erstellen Urkunden. 
Das Landeswettbewerbsteam besteht aus: 
StD´Beate Schuster, OStR Dr.Thomas Müller, StD Peter Werner, StR Dr.Boris Briel, StR Hansi Fercher, StR Michael Becker, OSTR Heribert Bröhl. 
Im Juni erfahren die Schülerinnen und Schüler, ob sie sich für die nächste Runde qualifiziert haben. Die erfolgreichen Teilnehmer der Runde 1, die einen 1.,2.,oder 3. Platz erreicht haben, erhalten Urkunden. In der Runde 2 und 3 erhalten sie neben Urkunden auch Sachpreise. Die Runde 3 endet auch mit einer offiziellen Preisverleihung, wobei der 1. Landessieger auch ein Praktikum an der TU Kaiserslautern erhält. Außerdem werden erfolgreiche Teilnehmer des Landeswettbewerbs in der ´´Feier zur Würdigung besonderer Leistungen´´ in der Aula geehrt und erhalten dort nochmals eine Urkunde. 
Diese Zusatzqualifikationen wirken sich später einmal eventuell positiv auf das Berufsleben aus. Frau Schuster findet es ganz toll, dass so viele Schüler ihr Engagement für das Fach Physik zeigen. 
Übrigens feierte der Landeswettbewerb Physik 2014 sein 10-jähriges Jubiläum. Am 28. Mai war eine Festveranstaltung, zu der viele Gäste und Förderer eingeladen waren, auch von unserer Schule.

 

Den Artikel mit den Ergebnissen des SGL beim Landeswettbewerb Physik finden Sie hier.

Den Artikel zum Landessieg von Paul Merz finden Sie hier.

Projektwoche: Projekt "Hildegard von Bingen" - Bewährtes Heilwissen für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden

von Nicole Rudi

Das Video zum Projekt finden Sie hier.

Am 10.06.14 fand am Sickingen Gymnasium Landstuhl nach langer Zeit wieder eine Projektwoche, an der die Schülerinnen und Schüler teilnehmen und in einem Projekt gemeinsam arbeiten konnten, statt. In dem Projekt "Hildegard von Bingen- Bewährtes Heilwissen für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden", an dem ich teilnahm, begann die Projektwoche sehr gut. Am ersten Tag lernten wir Hildegard von Bingen erstmal näher kennen und obwohl wir zu dieser Person recherchiert hatten, konnten wir trotzdem noch vieles lernen. Zum Einstieg sahen wir einen Film zu Hildegard von Bingen und besprachen ihn danach. Wer war Hildgard von Bingen überhaupt? Was machte sie so besonders? Wie und wann lebte sie? Was waren ihre Sichtweisen?, ... 
Unsere Projektleiterin, FrauTeeselink, hatte für uns Muffins nach einem etwas abgeänderten Rezept Hildegards von Bingen gebacken, um erstmal auf den Geschmack zu kommen, was wir in der Projektwoche praktisch erarbeiten werden. Danach gestalteten wir in Gruppen Plakate, Rezepthefte und Cremedosen für das am 13.06.14 stattfindende Schulfest. Die Plakate wurden zu den Themen ihre Biographie, die Ernährung im Mittelalter, ihre Ernährungslehre, ihre Heilkunde bzw. ihre Werke, ihre Heilpflanzen und zu Hildegard-Orten angefertigt. Die Rezepthefte wurden von einer Gruppe für das Schulfest designt. Dort findet man ein paar Rezepte der Hildegard von Bingen. Die Cremedosen wurden für den zweiten Tag benötigt. 
Am nächsten Tag ging es vor allem um das praktische Arbeiten. Wir stellten Heilkekse, eine Aloe- Minze- Lotion, Salbei- Bonbons und eine Ringelblumensalbe mit Sheabutter nach den Rezepten der Hildegard von Bingen her. Ihr medizinischen Kenntnisse hatte sie durch eine intensive Erforschung der Natur und der Pflanzen erworben. Die Herstellung der Produkte klappte sehr gut und ein paar haben wir auf dem Schulfest verkauft, da sie sehr gesund für den Körper sind. Außerdem haben wir unsere Arbeit durch Fotos dokumentiert, um am Schulfest eine Fotodokumentation vorzeigen zu können. 
Am dritten Tag der Projektwoche beendeten wir die Postergestaltung, filtrierten die Ringelblumensalbe, die wir am Vortag hergestellt hatten und stellten noch einen Lippenbalsam her. Danach wurden die Rezepthefte ausgedruckt und gebunden, parallel dazu Beschriftungsschilder für die Produkte angefertigt, wie auch die Cremedosen der Lotion und der Salbe verziert und die anderen Produkte verpackt. Als letztes wurden die Preise, der am Schulfest zu verkaufenden Produkte, festgelegt. 
Der letzte Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, danach haben wir uns den Film "Vision" über Hildegard von Bingen angeschaut und letzte Veränderungen wurden an den Plakaten vorgenommen. Als Letztes wurde der Präsentationsstand dieses Projektes vorbereitet. Hier wurden die Produkte verkauft und die Plakate vorgestellt. 
Bis 17:00 haben wir an unserem Stand unsere Ergebnisse präsentiert und verkauft. Mit der Summe der eingenommenen Gelder konnten wir die Unkosten, der während des Projektes genutzten Materialien, decken. So haben wir eine spannende und interessante Projektwoche verlebt und freuen uns schon auf die nächste.

Video: Nicole Rudi (8b)

Unendlich viele Geschichten zu erzählen

von Lisa-Marie Elbert

Es gibt vieles was einem heutzutage wichtig sein kann. Freunde, Familie, Schule, Kariere, Aussichten auf die Zukunft und ein Rückblick in die Vergangenheit, die die Zukunft gerade erst möglich macht. Doch für mich ist etwas wichtig, was all diese Dinge für mich zusammenbindet. Es scheint vielleicht erst nur wie ein Hobby für alle anderen, doch für mich ist es mehr als das. Wovon ich rede, ist das Zeichnen. Jedes Mal, wenn ich jemandem, den ich gerade erst kennen gelernt habe, erzähle, dass ich zeichne, bekomme ich aufs Erste einen abschätzenden Blick zugeworfen. Einen Blick, den ich schon erwarte, denn Zeichnen verbindet man mit Kunst und Kunst hat keinen besonders guten Ruf, wenn es um eine bodenständige Zukunft geht. Denn sobald ich in das Gespräch einfließen lasse, dass ich das irgendwann auch gerne zu meinem Beruf machen würde, werden die Blicke kritisch. "Wie gut kann sie zeichnen", "Damit kann man doch kein Leben finanzieren" "Noch einmal jung sein und Träume haben, das wird doch nie etwas". Ich verstehe, was diese Leute dazu veranlasst, solche Gedanken zu haben, aber sie verstehen nicht, was ich sehe, wenn ich an Zeichnen denke. Ich sehe keine kleinen Figuren auf Papier, ich sehe eine weiße Fläche, auf der sich Tausende von Geschichten erzählen lassen. Eine Art, mich mitzuteilen und Geschichten zu erzählen, sie aber auch gleichzeitig visuell umzusetzen und Menschen zu zeigen, wie genau ich mir das vorstelle. Geschichten erzählen und Leute in einen Bann zu ziehen, nicht nur mit der Handlung, sondern auch mit den Bildern. Oder Bilder, die ohne eine Geschichte erzählen zu müssen, eine Geschichte erzählen. Doch Zeichnen bietet nicht nur die Kommunikation durch Bilder, sondern auch den Ort, an den ich mich zurückziehe, wenn das Leben mir etwas zu real und hässlich wird. Dann würde ich am liebsten für Tage, Wochen, Monate in meiner weißen Leinwand verschwinden und mir selbst Geschichten erzählen, um mich abzulenken, zu trösten, das Schicksal der Charaktere in die Hände nehmen, die ich erschaffe. Oder auch einfach nur drauflos zu zeichnen, ein Motiv kreieren, welches mich einfach nur glücklich macht. Am liebsten nie wieder nach oben schauen und für immer in dieser heilen Welt verweilen, die auf ihre eigene Art ganz grausam ist. Und ich träume. Ich träume von diesen Welten, in denen ich die Normen bestimme und ich träume davon dass das meine Zukunft ist. Meine Zukunft ist in einer Welt, in der ich davon leben kann, Meine eigenen Welten und Regeln zu erschaffen. Zeichnen verbindet für mich alle diese anfangs genannten Wertvorstellungen, die andere Menschen glücklich machen. Ich kann von keiner dieser Kategorien behaupten, dass es nicht mindestens einmal darin vorkommt oder vorkam. Und es ist erstaunlich, wie glücklich mich so etwas Simples wie ein Block und ein Stift machen können. Und dazu soll noch gesagt sein, dass es auch nicht auf den Stil ankommt. Ob ich nun realistisch zeichne, Comic, surreal oder Manga, es hängt nicht davon ab welcher Stil meine Gedanken ausdrückt. Nur weil die Zeichnungen nicht der Realität entsprechen, macht sie das nicht weniger ernst, nicht weniger bedeutungsvoll oder aussagekräftig. Immerhin hat das Verändern von Realitäten auf dem Papier doch auch etwas mit Wünschen und Träumen zu tun.

 

Zeichnung und Text: Lisa-Marie Elbert (MSS 11)

Philosophie-Projekt - Projektwoche 2014

Den Blog zum Philosophie-Projekt "Unsere Welten" finden Sie hier.

Glück und Schule - Niemals? - Doch! - Während der Projektwoche des SGL war dies möglich!!

Im Rahmen der Projektwoche unserer Schule haben wir uns mit "Glück" und vor allem dem eigenen "Glücklich sein" befasst. Wir haben zum Einen die Theorie des Glücks: "Was ist Glück überhaupt?" und "Wodurch werde ich glücklich(er)?" beleuchtet. Dabei ist ein eigenes Glücksbuch mit 31 Seiten entstanden. Außerdem haben wir dafür gesorgt, dass wir selbst glücklich sind beim gemeinsamen Frühstück und wir sind ins Flow gekommen während wir "Happy-Shirts" erstellt (s. Bild) und Karten gestaltet haben. Ein Highlight war es nicht nur für uns, sondern auch andere glücklich zu machen. So haben wir die selbst gestalteten Karten am Bahnhof in Landstuhl und Kaiserslautern an fremde Menschen verteilt und ihnen so ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Als gemeinsamer Abschluss waren wir am Donnerstagmittag in Kaiserslautern bouldern (also Klettern ohne Seil in Absprunghöhe), haben Ängste überwunden und "Tops" erklummen. Die Schüler waren durchweg zufrieden mit dieser Schulwoche und dem Projekt. "Es war mal etwas anderes - was sich von den anderen Projekten abhebt.", "Wir konnten kreativ sein nach eigenem Geschmack und mussten nicht genau das umsetzen, was der Lehrer wollte." Und ein mögliches Fazit dieser Woche ist, "dass wir uns mehr auf die schönen Momente konzentrieren sollten!" Es bleiben "schöne Erinnerungen, ein cooles T-Shirt und ein Glückstagebuch als Aufmunterung an schlechteren Tagen" und "es hat sehr viel Spaß gemacht", so die Teilnehmer dieser Projektgruppe. Auch die verantwortliche Lehrkraft, Heidi Heist, ist glücklich über die positiven Rückmeldungen und den schönen Verlauf dieser Woche.

Die Schulsiegerin Denise Rieth berichtet von ihrer Teilnahme beim "Prix des lycéens allemands" in Mainz

Der "Prix de lycéens allemands“ ist ein auf Initiative des Institut Français organisierter bundesweiter Sprachwettbewerb, der 2004 ins Leben gerufen wurde.

Das Projekt wendet sich an deutsche Schüler der Sekundarstufe 2 und hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendlichen zeitgenössische, französische Literatur näherzubringen und über diese auf Französisch debattieren zu lassen.

Der Ablauf dieses Wettbewerbes sieht wie folgt aus: Vom Institut Francais werden vier französischsprachige Bücher ausgewählt. Die an dem Wettbewerb teilnehmenden Gymnasiasten suchen sich ihren Lieblingsroman aus und versuchen, in Debatten argumentativ von ihrem ausgewählten Buch zu überzeugen. Die erste Debatte findet auf lokaler Ebene, also innerhalb der Schule, statt. Nach dieser Debatte stimmen die Schüler darüber ab, welches Buch am überzeugendsten verteidigt wurde und somit zum besten Buch gekürt wird. Daraufhin wird der Schüler oder die Schülerin gewählt, der bzw. die in der Diskussion seinen Roman sehr überzeugend verteidigen konnte und als Vertreter der Schule zum Landesfinale nach Mainz geschickt.

Als Siegerin der Schuldebatte trat ich deshalb am 20. Februar meine Reise nach Mainz an. Mit Herrn Jung als tatkräftige Unterstützung traf ich dort auf alle andern Schulsieger von Rheinland-Pfalz.

Zu Beginn wurde jedem Teilnehmer einer der vier Romane zugeteilt, so dass es jeweils eine Gruppe zu einer Lektüre gab.

In Gruppen erarbeiteten wir zusammen einen Sketch, der die Thematik des zugeteilten Buches aufgriff und anschließend von jeder Gruppe vor Publikum vorgeführt wurde.

Nachdem alle vier Gruppen ihre Bücher präsentiert hatten, folgte die Diskussionsrunde, in der jeder Mitstreiter für jedes Werk Partei ergreifen und es mit Hilfe von Argumenten verteidigen konnte.

Schließlich wurde die Siegerlektüre, „Demandez l´impossible.com“ von Irène Cohen-Janca, sowie der Debattensieger bestimmt.

Der Landessieger hat nun die Aufgabe dieses Buch auf Bundesebene bei der Buchmesse in Leipzig in weiteren Debatten zu präsentieren und zu verteidigen.

Die Teilnahme am Wettbewerb „Le prix de lycéens allemands“ hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die vier Lektüren, die vom Institute Francais für das Projekt ausgewählt wurden, waren zwar sehr unterschiedlich in Thematik und Schreibstil, aber trotzdem sehr spannend und fesselnd. Die Bücher befassen sich mit Themenbereichen mit denen man sich selbst identifizieren kann, zudem regten sie mich oft auch zum Nachdenken an.

Es hat mir sehr viel gebracht, die Bücher zu lesen, weil ich dadurch viel mehr mit der französischen Sprache konfrontiert wurde. Auch war es eine lohnenswerte Erfahrung, an diesem Projekt teilzunehmen, da ich zahlreiche neue, interessante Menschen getroffen habe und meine Sprachkenntnisse durch das viele Lesen und Argumentieren verbessern konnte. 

Warum Inklusion? - Sarah Rosenkranz zu Gast im Ethikunterricht

Am SGL gibt es bis jetzt kaum behinderte Schülerinnen oder Schüler. Als die Gebäude früher gebaut wurden, wurde daran nicht gedacht. Unsere Bibliothekarin, Sarah Rosekranz, war letztens bei uns im Unterricht und erzählte uns, wie das Leben im Rollstuhl so ist. Sie selbst konnte das SGL als Schülerin nicht besuchen, sondern musste in ein Internat in Heidelberg. Im Ethikunterricht der 7. und 8. Klasse diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit Sarah Rosenkranz über das Leben mit Behinderung und über Inklusion in der Schule. 

Hamza und Ahmed, 8. Klasse

 

Inklusion­ – Ja oder Nein?

Bisher gibt es am Sickingen-Gymnasium noch keine schwerbehinderten Schülerinnen und Schüler. Sollte sich das ändern?

Eine Inklusion hat viele Vor- und Nachteile.

Wenn es schwerbehinderte Schüler an unserer Schule gäbe, würden wir rücksichtsvoller werden und lernen, wie man mit Schwerbehinderten umgeht. Sie und wir bekommen durch die Inklusion eine bessere bzw. eine gute Bildung. Außerdem werden behinderte Kinder besser in die Gemeinschaft integriert und hätten somit einen gleichen Bildungsstand wie wir.

Aber eine Inklusion hat auch Nachteile. Es werden einige Kosten entstehen, denn man müsste noch Rampen, mehrere Fahrstühle und breitere Gänge bauen. Die Veranstaltungen, wie z.B. Wandertage, Klassenfahrten und die Bundesjugendspiele müssten ebenfalls behindertengerecht gestaltet werden. Es besteht auch die Gefahr, dass behinderte Kinder gemobbt werden. Im Schulsport müssten für sie auch andere Schwerpunkte gesetzt werden.

Winnie und Anina, 7. Klasse

 

Warum Inklusion?

Was würde sich ändern wenn es Behinderte an unserer Schule gäbe?

Es gibt viele körperlich  behinderte Kinder, die nur auf eine für sie vorgesehene Schule gehen können. Dabei sind sie  durchaus in der Lage, eine ,,normale‘‘ Schule zu besuchen. Aber es müssten dazu einige Dinge geändert oder neu gemacht werden. Bisher gibt es noch kaum körperlich behinderte Schüler an unserem Gymnasium. Aber sie sollten an unserer Schule aufgenommen werden.

So werden sie im alltäglichen Leben integriert und nicht ausgeschlossen. Wir haben irgendwann den gleichen Bildungsstand und lernen im Umgang mit ihnen auch etwas dazu. Für die behinderten Schüler ergeben sich bessere Arbeitsmarktchancen und für uns die Vorbereitung auf mögliche Pflege unserer Eltern oder darauf, kleine Kinder zu haben. Unsere sozialen Fähigkeiten verbessern sich dadurch auch.

Unsere Schule müsste Rampen und weitere Fahrstühle bauen lassen. Behinderte sind zwar körperlich eingeschränkt, doch man könnte den Sportunterricht und die Wandertage so verändern, sodass die behinderten Schüler auch Teilhaben können.  

Aber es hat auch Nachteile. Die behinderten Schüler könnten von den anderen gemobbt werden aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung. Aber wir sind der Meinung, an unserer Schule wäre das nicht der Fall.

Wieder eine andere Sache ist die geistige Behinderung. Geistig Behinderte sind wahrscheinlich nicht in der Lage, an unserem Unterricht teilzunehmen, da ihr Handeln und Denken eingeschränkt ist. Wenn sie an unserem Unterricht teilhaben würden, bräuchte sie Hilfe von Personal, das sich auf die Arbeit mit geistig behinderten Kindern spezialisiert hat.

Hoda und Lisa, 8. Klasse

 

 

Seit einigen Jahren wurde in Rheinland-Pfalz die sogenannte Inklusion eingeführt. D.h, auch körperlich eingeschränkte Kinder dürfen "normale" Schulen besuchen. Es gibt ein paar Gründe, die gegen eine Inklusion sprechen, allerdings auch viele die für eine Inklusion sprechen. 

Gegen die Inklusion sprechen die vielen und vor allem teueren Umbaukosten, die die Schule für Fahrstühle, breitere Türen etc. übernehmen muss. Ein weiteres Kontra wäre, dass andere Kinder die körperlich eingeschränkten Kinder mobben oder ausschließen könnten. In so einem Fall wäre es für die Kinder besser, eine behindertengerechte Schule zu besuchen. Der Sportunterricht müsste umgestaltet werden oder die körperlich eingeschränkten Kinder dürften gar nicht erst mitmachen, was wiederum zur Ausschließung führt. Aber nicht nur das, denn Wandertage oder Klassenfahrten müssten auch umgestaltet werden oder die Kinder dürften wieder nicht dabei sein. 

Natürlich gibt es auch sehr viele Vorteile, die für eine Inklusion sprechen. Es ist zwar möglich dass eingeschränkte Kinder ausgeschlossen werden, allerdings kann auch das komplette Gegenteil passieren. Andere Kinder würden den Umgang mit körperlich eingeschränkten Kindern lernen, sie würden vorsichtiger werden und die eingeschränkten Kinder würden in Kontakt mit anderen Kindern kommen. Ein anderer Grund ist, dass die körperlich behinderten Kinder sich nicht benachteiligt/vernachlässigt fühlen. Der zukünftige Job der körperlich eingeschränkten Kinder spricht für die Inklusion, da die Kinder mit einem Abschluss einer "normalen" Schule bessere Jobaussichten hätten. Ich persönlich bin für die Inklusion, da ich der Meinung bin, dass wir alle Menschen sind und keiner anders behandelt werden sollte. Niemand der körperlich eingeschränkt ist, hat es verdient, schlechter behandelt zu werden. 

Mirena, 7. Klasse  

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