Bouldern mit Heidi DeKuiper

von Heidi DeKuiper

Projekt Bouldern – Aber was ist Bouldern und wofür ist es gut? Definitiv ist Bouldern etwas, das man in der Schule sonst nicht lernt, auch wenn es an unserer Schule als AG angeboten wird. Was Bouldern wirklich ist konnten 2 interessierte Schülerinnen und 17 interessierte Schüler bei der Projektwoche an unserer Schule herausfinden. Benedikt Stutzinger sagt, dass Bouldern eine interessante Sportart ist, die auch Spaß macht. Genauer gesagt kommt Bouldern vom englischen Wort Felsblock und ist das Klettern in Absprunghöhe, ganz ohne Seil, Sicherungstechnik, Knotensalat, Höhenangst und sonstigen Schnickschnack. Dafür gibt es am Boden dann dicke, weiche Schaumstoffmatten, zu denen man entweder wieder herunterklettert oder aus einer Höhe, aus der man sich zu springen traut, abspringt. Das Tolle an der Halle in KL ist, dass man bei einigen Routen auch über die Mauer klettern kann und dann über einen Weg und verschiedene Treppen wieder nach unten gelangt.

Außerdem ist Bouldern ein ganzheitliches Training für Körper und Geist. Muskelaufbau, Maximalkraft, Kraftausdauer aber auch Beweglichkeit und Konzentration werden bei jedem Training gleichermaßen gefördert. Und dass das Bouldern Muskelgruppen fördert, die bei anderen Sportarten eher vernachlässigt werden, konnten die Sportbegeisterten bei diesem Projekt ganz schnell am eigenen Leib feststellen. Beim Klettern schmerzen meist die Hände als erstes, vor allem wenn man noch nicht geübt ist. Den ersten Muskelkater merkt man dann meist in den Unterarmen, da diese besonders gefordert werden. So stellte auch Jonathan Wuttke fest, dass Bouldern viel anstrengender ist als vermutet. Und Jannis Straßer fügte hinzu, dass man beim Bouldern einerseits an seine Grenzen kommt, diese dann aber auch zu überwinden lernt. Philipe Hauser fand es toll, dass man trotz der Schmerzen, die man schon hat, noch Erfolge erzielen kann. Und Marco Fuß fand es toll, dass er gefordert wurde und dazu noch Kraft erlangt und an Technik dazu gewinnt.

Dass Bouldern aber nicht nur Muskelgruppen trainiert die sonst vernachlässigt werden, sondern außerdem auch viel Spaß macht, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Auswertungsrunde des Projekts alle bestätigt. Das Schöne am Bouldern ist auch, dass man beim Bouldern in kleineren Teams klettert, sich gegenseitig hilft und so eine gute Atmosphäre herrscht. Das bestätigt Henry Dechent. Auch Luis Gutwein mag es in Gruppen zu klettern.

Am Dienstag ging es im Rock-Town KL erst einmal an die Wand, um sich zu erproben und den Sport kennen zu lernen. Da man leider nicht vier Tage klettern kann, wurden am Mittwoch und Freitag des Projekts ein wenig die Arme und Beine trainiert, aber wirklich nur noch wenig, da der Muskelkater schon einsetzte und uns verlangsamte und nicht so viele Wiederholungen zuließ wie vermutet. Zudem haben die Projektteilnehmer „Yoga für Kletterer“ kennengelernt und erprobt. Dabei gleicht dieses Yoga eher den Dehnübungen, die verschiedene Sportler von ihrem sonstigen Training kennen und hilft zum Einen unser Klettern zu verbessern, indem wir beweglicher werden und besser Griffe erreichen, die zuvor in weiter Ferne lagen, außerdem fördert es aber generell die Konzentration, sowohl fürs Klettern als auch für den Unterricht. Freitags ist die Gruppe dann noch zum Bismarckturm und gejoggt und nach einer kurzen Pause wieder zurück zur Schule, ob auf einer kurzen Route oder mit Verlängerung bis zum Kaufland, jeder wie er wollte bzw. den Rückweg fand. =)

Am Donnerstag hatten wir dann unsere eigene kleine Challenge. So hat Frau DeKuiper an verschiedenen Routen Nummern von 1 bis 35 befestigt, die es dann zu erklettern galt. (Bei der Summer Challenge im Rock-Town kann man zurzeit Ähnliches erleben. Dort gibt es seit 21.05. drei Mal jeweils fünf Wochen lang 100 Boulder zu erklettern.) Und das macht Spaß und motiviert.

Das Projekt Bouldern war ein Erfolg und hat viel Spaß gemacht, auch wenn es anstrengender war als zuvor vermutet.