Leistungskurs Chemie in der BASF

Der Chemie Leistungskurs der MSS 13 von Herrn Dr. Reinhold besuchte am 11.02.2016 den weltweit größten Chemie-Verbundstandort, die BASF(Badische Anilin- & Soda-Fabrik) in Ludwigshafen. Unsere Exkursion begann morgens um 7:40 Uhr am Bahnhof in Landstuhl. Nach der Zugfahrt, welche wie im Flug verging, kamen wir in Ludwigshafen an. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir gegen halb zehn das Besucherzentrum des Konzerns. Kaum dort angekommen empfing uns schon unserer Führerin, Frau Dr. Busch. Die Führung begann auch direkt im besagten Gebäude. Eine der Besonderheiten war zum Beispiel das Interaktive Periodensystem. In diesem war jedes Element enthalten, außer den radioaktiven und dem hoch reaktiven Fluor. Man konnte diese anfasse, anschauen und der Computer konnte nähere Informationen über das Element wie Herkunft und Aggregatzustand verraten. Danach wurde uns der in Windeln oder Autositzen verwendete Superabsorber vorgestellt, der das Vielfache seines Volumens an Flüssigkeit aufnehmen kann. Nachdem die Führung durch das Besucherzentrum beendet war, wurden wir von einem Bus über das Werksgelände gefahren. Unser erster Halt war die Rückstandsverbrennungsanlage. Ludwigshafen ist ein Verbundstandort, das bedeutet über 90% der Rückstande aus der Produktion können weiterverarbeitet werden und nur ca. 5% müssen schlussendlich verbrannt werden. Bei diesen Rückständen kann es sich sowohl um Feststoffe, Gase als auch Flüssigkeiten handeln. Deshalb kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass die BASF deutlich umweltbewusster ist als von vielen angenommen. Die Öfen sind mit Schamott-Steinen ausgekleidet. So können sie den enormen Temperaturen 24 Stunden, 7 Tage die Woche standhalten. Diesen Vorgang des Verbrennens konnten wir sowohl in der Verbrennungsanlage direkt als auch in der Steuerungszentrale über Kameras verfolgen. Nach einer Abschlussrunde mit einer Fachkraft aus diesem Bereich ging die Rundfahrt weiter. Auf dem Weg zur nächsten Haltstelle, dem Sicherheitshafen, bekamen wir die Möglichkeit das komplette Gelände, sprich andere Produktionsnetze und das firmeninterne Bahnnetz, zu sehen. Am Sicherheitshafen angelangt, wurde uns erklärt wie giftige Chemikalien mit einer Luftschleuse gehindert werden, in den Rhein zu gelangen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit mussten wir danach zum Mittagessen. In der Kantine der BASF erwartete uns eine große Auswahl an Speisen und ein Nachtisch, der uns großzügiger Weise spendiert wurde.

 

Lukas Wagner & Christopher Ambis