Besuch des Partnerlandes Norwegen

von Ada Haen, Pauline Kiefaber, Sophie Steidel, Theresa Perschke und Hanne Tijman

Fünf Schülerinnen und zwei Lehrkräfte des Sickingen-Gymnasiums besuchten im Rahmen des Comenius-Projektes gemeinsam mit vier Schulen aus Spanien, Italien, der Türkei und der Slowakischen Republik ihre gemeinsame Partnerschule in Bømlo/Norwegen.  Das Ziel des Projektes besteht darin, gegenseitige Vorurteile zwischen den Teilnehmerländern näher zu untersuchen.

Wir begannen unsere Reise sonntagnachts um 02.30 Uhr in Landstuhl. Zuerst fuhren wir mit dem Shuttlebus nach Stuttgart, von wo aus wir über Amsterdam nach Bergen flogen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Nach einem kurzen Aufenthalt in Bergen ging es per Fähre weiter zur Insel Bømlo. Während der Fahrt mussten wir leider feststellen, dass eines unserer Vorurteile durchaus berechtigt war: In Norwegen ist es wirklich kalt und regnet viel! Das blieb jedoch das einzig weniger Erfreuliche an unserer Reise, denn das schlechte Wetter wurde durch den überaus freundlichen Empfang in unseren Gastfamilien mehr als wettgemacht.

Teilnehmer in Norwegen

Den Nachmittag verbrachten wir gemeinsam mit diesen.

Dabei machten einige von uns bereits eine in Norwegen unverzichtbare Erfahrung: Angeln!

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, trafen wir die Schüler und Lehrer aus unseren europäischen Partnerländern in der Bømlo-Vidaregåande-Skule. Nach einem kurzen Schulrundgang gab es einen ebenfalls ausgiebigen Zwischenimbiss.

Tatsächlich fallen alle der sehr häufigen Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten in Norwegen recht ausgiebig aus. Anschließend präsentierten die Schüler der einzelnen Länder ihre bestehenden Vorurteile gegenüber Norwegen.

Schülerinnen der deutschen Comenius-Gruppe

  Wir hatten als Vorbereitung zu Hause verschiedene Videos gedreht, in denen wir die aus unserer Sicht typischen Angewohnheiten von Norwegern darstellten. Nach der Präsentation gab es wieder eine Mahlzeit, und spätestens jetzt war das Vorurteil, dass Norweger ausschließlich Fisch essen, aus der Welt geschafft. Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern, die uns erneut für landestypische Aktivitäten wie Angeln und Bootfahren zu begeistern versuchten. 
Für den nächsten Tag war ein Ausflug an die Küste geplant. An diesem Morgen hatte sich zu unserer Überraschung herausgestellt, dass der vor der Reise an uns ergangene Hinweis „Bitte wetterfeste Kleidung mitbringen, auch Regenhosen und Gummistiefel!“ ganz und gar nicht übertrieben gewesen war! Galt es doch, draußen (!) bei verschiedenen „teambuilding activities“ (Spiele wie z.B. „Fang den Elch“ oder „Axtwerfen“) in international gemischten Gruppen die höchste Punktzahl zu erreichen und sich den besten Teamnamen auszudenken. Unser letzter Tag wies viele unterschiedliche Programmpunkte auf. Zunächst fuhren wir mit dem Bus in die Stadt Moster, wo uns eine Dame in landestypischer Tracht viel Interessantes über die Geschichte Bømlos erzählte. Am Nachmittag, zurück in der Schule, hielt jedes Land einen kurzen Vortrag über die eigene nationale Küche. Um diesen Aspekt etwas praxisnaher zu gestalten, bereiteten wir anschließend gemeinsam landestypische Gerichte zu: Von Spaghetti Puttanesca über Kartoffelpfannkuchen mit Apfelmus bis hin zu gekochtem Lammfleisch mit Kohlrabi-Püree war viel Unterschiedliches und nicht minder Schmackhaftes auf unserer Speisekarte vertreten! Selbstverständlich mussten alle Gerichte probiert werden, und so verbrachten wir unseren letzten gemeinsamen Abend damit, viel zu essen und zu reden. 
Am nächsten Morgen mussten wir, leider viel zu früh, Abschied von unseren europäischen Freunden und von Norwegen nehmen.