Debattieren am Sickingen-Gymnasium im Schuljahr 2010/11

Debattieren am Sickingen-Gymnasium Landstuhl

 

In diesem Schuljahr nahm unsere Schule zum ersten Mal an dem Wettbewerb „Jugend debattiert“ teil.

„Jugend debattiert“ ist ein bundesweit ausgerichteter Schülerwettbewerb, der von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt wird. Über 100.000 Schüler und 4.800 Lehrkräfte an rund 730 weiter­führen­den Schulen in ganz Deutschland beteiligen sich im Schuljahr 2010/11 an dem Projekt. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (8.-10.Klasse) und der Sekundarstufe II (11.-12.Klasse) an Schulen, die einem „Jugend debattiert“-Regional­verbund angehören.

In einer Debatte debattieren jeweils vier Debattanten zu einem Thema, zu dem klar eine Pro- oder Kontra-Position übernommen werden muss (jeweils zwei Pro und zwei Kontra). Eine Debatte läuft folgendermaßen ab:

Die Debatte beginnt mit einer Eröffnungsrunde. Bei dieser hat jeder der vier Debattanten zwei Minuten Zeit, seine Position vorzustellen und für seine Seite zu argumentieren, ohne dass er dabei unterbrochen werden darf. Die Pro- und Kontraredner wechseln sich hierbei ab. Der zweite Teil ist die freie Aussprache. Diese dauert zwölf Minuten und wird in Form einer unmoderierten Debatte geführt. Den letzten Teil stellt die Schlussrunde dar. Hier bekommen alle Debattanten erneut eine Minute Redezeit, um noch einmal ihren Standpunkt klar zu machen. Im Unterschied zu anderen Debattenformaten darf die eigene Position hier geändert werden. In jedem Fall muss die Position allerdings durch die vorausgegangene Debatte begründet werden. Es dürfen folglich keine neuen Argumente genannt werden. Danach wird die Debatte von drei bis fünf Juroren bewertet.

Am 9.2.2011 ermittelten wir zwei Schulsieger, Hanne Tijman (9b) und Sophie Steidel (9a). Am 28.2.2011 sollten sie unsere Schule bei der Qualifikationsrunde für den Regionalverbund-Wettbewerb in Kaiserslautern am Albert-Schweitzer-Gymnasium vertreten. Für Sophie, die leider krank geworden war, sprang Timo Natter, der sich als erster Nachrücker qualifiziert hatte, ein. Hanne konnte sich schließlich für den Regionalverbund-Wettbewerb qualifizieren und nahm am 10.3.2011 an diesem teil, der in Kaiserslautern am St.-Franziskus-Gymnasium und  - Realschule durchgeführt wurde.

Am Morgen des Regionalverbund-Wettbewerbes traf sich die komplette Debattier-AG im St.-Franziskus-Gymnasium und -Realschule, um Hanne kräftig zu unterstützen. Nachdem die Debattanten ihre jeweiligen Positionen erfahren hatten- Hanne besetzte die Position Contra-I -, begrüßte uns die stellvertretende Direktorin der Realschule Frau Stephanie. Sie erläuterte nochmal die Regeln einer Debatte. Dann ging die Debatte los. Das Thema der Debatte war:

„Sollte in Deutschland jeder gesetzlich dazu verpflichtet werden, nach seinem Tod seine Organe zu spenden?“

Nach einer interessanten Debatte in der stichhaltige Pro- und Kontra-Argumente ausgetauscht wurden, zogen sich die Juroren zurück, um die Debatte zu bewerten. Dann stand das Ergebnis fest. Hanne ist eine der beiden Regionalverbund-Sieger, die nun zuerst an einem dreitägigen Rhetorik-Seminar und danach in Mainz an der Qualifikation für das Landesfinale teilnehmen dürfen. Wir drücken Hanne die Daumen und hoffen, dass sie auch weiterhin so erfolgreich bleibt.

Wenn ihr nun auch Lust aufs Debattieren bekommen habt oder einfach nur neugierig seid, könnt ihr euch entweder an Mitglieder der Debattier-AG oder an die betreuenden Lehrkräfte, Frau Zahler und Frau Voigt, wenden.

Katrin Lenz, 9d