Theresa Perschke verpasst nur ganz knapp das Landesfinale

 

Bei der Qualifikation zum Landesfinale „Jugend debattiert“ am 17.04.2013 in Mainz überzeugte Theresa Perschke Gäste und Jury und belegte einen hervorragenden fünften Platz. Nur zwei Bewertungspunkte trennten sie vom Einzug ins Landesfinale.

  

Die Rheinpfalz vom 18.04.2013 schreibt dazu:

 

Ciceros Nachfahren

Im Landesfinale von „Jugend debattiert“ qualifizieren sich zwei Pfälzer Schüler für den Entscheid in Berlin

MAINZ (kad). Der Landtag in Mainz ist ein guter Ort für Debatten. Er strahle eine gewisse Gemütlichkeit aus, sagte Maximilian Pollini, Abiturient des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Speyer. Mit dieser Einstellung gewann er gestern das Landesfinale von „Jugend debattiert“. Ebenfalls gewonnen hat Lena Wensch aus Bad Bergzabern. Zusammen mit den beiden Zweitplatzierten fahren sie zum Bundesentscheid nach Berlin. Bereits um acht Uhr begann für die 32 Wettbewerbsteilnehmer der Debattenmarathon in der Landeshauptstadt. Sie hatten sich unter 5900 Schülern, die aus Schulen des ganzen Landes teilgenommen haben, auf regionaler Ebene durchgesetzt. Bei einem dreitägigen Seminar in Bingen verfeinerten sie vor dem Landesentscheid ihre Kunst von Rede und Gegenrede. Nach Mainz kamen sie mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, die sie unterstützt haben, in die Fußstapfen des berühmtesten der römischen Redner, Cicero, zu treten. Die Debattenthemen waren vorgegeben. Jeweils zwei Redner vertraten die Pro- und zwei die Contraseite. Das Niveau war dem Plenarsaal würdig, der Umgangsstil war besser als es im Landtag üblich ist. Die Themen waren hochpolitisch. Erdgas-Fracking hat die 101 Abgeordneten des Mainzer Landtages auch schon beschäftigt. Debatten um den Datenschutz im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook gibt es ebenfalls regelmäßig an diesem Ort.

Im Finale mussten sich die Mittelstufenschüler am Nachmittag darüber streiten, ob personalisierte Werbung im Internet verboten werden sollte oder nicht. Lena Wensch vertrat zusammen mit dem Mainzer Debattanten Marvin Schmicking die Gegenseite sehr überzeugend. Das hob Landtagspräsident Joachim Mertes (SPD) in seiner Würdigung hervor. Er gehörte der Jury an und bekannte freimütig, dass er persönlich eher für ein solches Verbot wäre. Die Pro-Seite wurde von Klara Pippart vom Pirmasenser Hugo-Ball-Gymnasium und von Dennis Feldmann aus Koblenz verteidigt.

Die Debattanten aus der Oberstufe mussten im Finale darüber streiten, ob diejenigen, die keine Kirchensteuer zahlen, zu einer sozialen Zwangsabgabe herangezogen werden sollen. Der spätere Sieger Pollini und Stefanie Müller aus Bad Bergzabern waren die Gegner dieses Vorstoßes. Sie zogen das ganze rhetorische Register: Persönlicher Betroffenheit, sie griffen Argumente des Gegners auf, lobten ihn sogar, bevor sie ein großes „Aber“ formulierten. Am Ende siegten ein Vertreter der Contra- und einer der Pro-Seite, Jonas Christ aus dem Kreis Bad-Kreuznach, fährt ebenfalls nach Berlin.

 

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