Lingua Franca – Englisch verbindet! (von Kirsten Noll und Caroline Walz)

Bridging the gap - dieses Motto setzten wir, der Leistungskurs der MSS11 von Frau Dr. Woesner, am 17.Juli 2015 in die Tat um. Zu diesem Anlass luden wir einige ausländische Studenten der Technischen Universiät Kaiserslautern zu uns ans Sickingen - Gymnasium ein. Diese kamen gegen 10 Uhr  mit dem Zug in Landstuhl an und wurden von zwei unserer Schüler in den Unterricht begleitet. Im Filmsaal begrüßten wir, gemeinsam mit Herrn Dick und Herrn Lieser, die Neuankömmlinge mit einer kurzen Rede und selbstgebackenen Kleinigkeiten. Nach dem ersten zaghaften Kennenlernen setzten wir uns in Kleingruppen zusammen und standen in lustiger Runde Frage und Antwort.

Die Studenten kamen alle aus verschiedenen Ländern und erzählten uns von ihrer Hoffnung auf ein besseres Studium in Deutschland. So lernten wir unsere wohlbekannte englische Sprache von einer ganz neuen Seite kennen: für zwei Stunden war sie nicht länger „nur“ eine Unterrichtssprache, in der man Texte liest oder seine Antworten zum Besten gibt. Nein, heute erfuhren wir diese Sprache als eine „Lingua franca“, eine Verbindungssprache, die uns Türen zu neuen Erfahrungen öffnete. Wir lernten viel über unsere „Austauschschüler“ und ihre Herkunftsländer, deren Kultur und Lebensstil für uns völlig neu war.

Anschließend war es Zeit für einen Rundgang durch unser Gymnasium. Dabei stellten wir fest, dass sich unsere Schule deutlich von denen der Studenten in ihrer Heimat unterscheidet. Sie waren sehr überrascht, als sie erfuhren, mit welchen technischen Mitteln wir täglich unseren Unterricht gestalten können. So ist vor allem auch das Schulsystem grundlegend anders: Zusätzlich zu dem Grundwissen erhalten deren Schüler ein Fach in alltäglichem Wissen, wie beispielsweise Hausarbeiten.

Nach dieser Schulführung wurde der Leistungskurs aufgeteilt, weil manche Schüler noch in anderen Fächern Unterricht hatten. Die Übrigen trafen sich mit den Gästen in der Bibliothek, um sich weiter zu unterhalten, anzunähern und kennenzulernen.

Wir bedankten uns bei den ausländischen Studenten, bevor sie sich auf den Weg zurück zum Bahnhof machten. An diesem Tag lernten wir nicht nur völlig neue Kulturen und deren Mentalität kennen, sondern auch, dass man eine Sprache nicht nur auf eine Art und Weise sprechen kann. Auch sie hat viele verschiedene Seiten an sich, die es zu entdecken lohnt. Wie unser altbekanntes Englisch, unsere Lingua franca. Außerdem erlebten wir an diesem Tag, wie wichtig diese Sprache auch in unserem Alltag ist. So verbindet sie uns nicht nur beispielsweise mit England und Amerika, sondern auch mit anderen Kulturen und hilft enorm bei der kulturellen Verständigung. Aus diesem Grund wollen wir auch weiterhin mit den Studenten in Kontakt bleiben und weitere Treffen arrangieren: Bei uns bewegt sich was!