Ethik
Unterrichtsbegleitende Seiten von Herrn Achim Jung: http://www.philosophie-sgl.de
Ethik
Die Menschheit hat allen Grund dazu, die Verkünder hoher moralischer Normen und Werte höher zu stellen als die Entdecker objektiver Wahrheit. Was die Menschheit Persönlichkeiten wie Buddha, Moses und Jesus verdankt, steht mir höher als alle Leistungen des forschenden und konstruktiven Geistes.
Die Gaben dieser Begnadeten müssen wir hüten und mit all unseren Kräften lebendig zu erhalten suchen, wenn das Menschengeschlecht nicht seine Würde, die Sicherheit seiner Existenz und die Freude am Dasein verlieren soll.
(Albert Einstein)
Am Ende seines Lebens sollte man wissen, wer und was man ist und danach gelebt haben. Man sollte dann denken, dieser Mensch mit diesen Eigenschaften und diesem Sinn auf der Welt, das bin ich. Man sollte nicht stolz darauf sein, ein Leben lang bloß funktioniert und sich so verhalten zu haben, wie andere es wollten.
(Carola Hog, MSS 12)
Aufgaben des Faches Ethik
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie die Landesverfassung und das Schulgesetz von Rheinland-Pfalz verpflichten Bildung und Erziehung auf das Ideal einer freien und mündigen Persönlichkeit, die in Achtung der Menschenwürde und im Geiste der Toleranz bereit ist, Verantwortung zu tragen für sich, die Gemeinschaft mit anderen Menschen und Völkern sowie gegenüber künftigen Generationen.
Diesem Anliegen ist der Ethikunterricht in besonderer Weise verpflichtet, indem er die Fragen eines selbstbestimmten und sozial verantwortlichen Lebens in den Mittelpunkt stellt und einer systematischen Vertiefung zugänglich macht, um begründete Einsichten für mündiges und verantwortliches Handeln zu schaffen.
Der Ethikunterricht setzt sich zum Ziel, anerkennungswürdige Werte und Normen, die für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft unverzichtbar sind, in ihrer Begründbarkeit zu erschließen und in ihrem Kontext explizit zu machen. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler in ihrer Urteilsbildung und Selbstbildung als moralische Person unterstützt werden.
Demokratie gründet auf der Anerkennung der Freiheit und Gleichwertigkeit aller Menschen. Daher will der Ethikunterricht die konstitutiven Werthaltungen der Demokratie aufzeigen und festigen, zugleich zielt er aber auf die einsichtige Kenntnis, Anerkennung oder begründete Toleranz einer Vielfalt von Werten und Normen.
Der Ethikunterricht bemüht sich um das "Praktische Urteilsvermögen". Sein Ziel besteht in der Kompetenz, über grundsätzliche und aktuelle sittliche Probleme philosophisch qualifiziert nachzudenken und auf der Grundlage einer geklärten Begrifflichkeit, sachhaltiger Informationen und argumentativ ausgewiesener ethischer Grundsätze Urteils- und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Als Unterricht am Gymnasium soll er zugleich die für die Allgemeine Hochschulreife erforderliche wissenschaftspropädeutische Ausrichtung beachten, indem er besondere Schwerpunkte auf den selbstständigen Gebrauch von Methoden, auf die Begriffsbildung und auf das Modellverstehen legt, um damit Hilfen zu geben für das Leben in einer maßgeblich durch Wissenschaft bestimmtem Welt.
Auch der Vermittlung von Medienkompetenz kommt im Ethikunterricht eine große Bedeutung zu. Der verantwortliche und selbstständige Umgang mit dem Internet und mit audiovisuellen Medien wird deshalb eingeübt und auch kritisch reflektiert.
Im Interesse der Entwicklung übergreifender Denk- und Arbeitsweisen ist der Ethikunterricht immer auch fächerübergreifend.