Förderung des Informatik-Unterrichts am SGL – Neun Roboter-Baukästen gespendet

von Achim Jung

Der Informatik-Unterricht am SGL wird in Zukunft noch attraktiver. Das Gymnasium hat eine Spende von insgesamt 4100 Euro zur Anschaffung von Lego-Mindstorms EV3 – Roboterbausätzen erhalten, mit denen die Schülerinnen und Schüler zukünftig programmierbare Roboter in der Robotik-AG und im Informatikunterricht bauen können. Die Stiftung Pfalzmetall aus Neustadt a. d. Weinstraße hat vier Roboter gespendet, die Kreissparkasse Kaiserslautern sowie der Verein zur Förderung der Informatik an der TU Kaiserslautern (FIT e.V.) jeweils zwei Roboter. Der Verein der Freunde und Förderer des SGL stiftete noch einen neunten Bausatz.

StR Oliver Schneider, OStD' Andrea Meiswinkel, Elke Boerner,Thomas Stolz,

Dipl.-Volkswirt Felix Mayer und StD Dominik Hauer

Bei der offiziellen Spendenübergabe bedankte sich die Schulleiterin, OStD’ Andrea Meiswinkel, der Zweite Stellvertretende Schulleiter, StD Dominik Hauer, und der Vertreter des Fachbereichs Informatik, Oliver Schneider, herzlich bei Felix Mayer von der Stiftung Pfalzmetall, bei Thomas Stolz, dem Direktor der Filiale der Kreisparkasse Kaiserslautern in Landstuhl und bei Elke Boerner, der Vertreterin des Vereins FIT e.V. von der TU Kaiserslautern für das wertvolle Geschenk. Die Spender verfolgen die Absicht, das Fach Informatik in der Schule nachhaltig zu fördern. 

Informatik ist eine Schlüsseldisziplin in der Wissenschaft und in der Wirtschaft. Alle Schülerinnen und Schüler, die ein Informatikstudium erfolgreich abschließen, können sicher sein, direkt einen relativ gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden. Alleine in den Firmen und Institutionen in Kaiserslautern, so Elke Boerner, gäbe es jährlich einen Bedarf von über 300 Informatikerinnen und Informatikern, während jedes Jahr nur ca. 200 Studierende an der TU einen Abschluss in Informatik machen, nicht zu reden von dem Bedarf, der weltweit an Informatikerinnen und Informatikern besteht. Elke Boerner vom Verein FIT ist selbst Mitglied der Geschäftsführung eines IT-Unternehmens in Kaiserslautern, das auch Probleme hat, genügend qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden.

Einer der im Projektunterricht gebauten Roboter

Das Fach Informatik stellt an die Schülerinnen und Schüler allerdings besondere Anforderungen im Bereich des mathematischen und logischen Denkens. Deshalb ist es sehr sinnvoll, wenn interessierte Schülerinnen und Schüler hierin schon frühzeitig besonders gefördert werden. Das Erlernen des Programmierens setzt ein Verständnis für Algorithmen voraus, das heißt die Fähigkeit, Probleme in kleine Einzelschritte zu zerlegen und diese dann in klar definierten Programmschritten in eine Computersprache zu übertragen, so dass das Problem vom Computer bzw. von einem Roboter erledigt werden kann. Die Roboterbausätze, mit denen die Schülerinnen und Schüler des SGL von nun an im Unterricht arbeiten können, führen die Schülerinnen und Schüler auf anschauliche Weise mithilfe der Lego Mindstorms Programmierumgebung an das algorithmische Denken heran. Dabei ist es einerseits möglich, einen Algorithmus aus schon vorgegebenen Bausteinen zu erstellen oder aber selbst algorithmische Bausteine zu programmieren.

Die Spendenübergabe fand während der diesjährigen Projektwoche am SGL statt, während der der Mathematiklehrer StD Dominik Hauer auch ein Robotik-Projekt mit den neuen Bausätzen angeboten hat. Daher konnte er den Vertretern der Spender mit seiner Lerngruppe aus der achten Jahrgangsstufe schon fertig gebaute und programmierte Roboter präsentieren, die sich bereits mit Hilfe von Sensoren selbstständig im Raum orientieren können. Mit den Bausätzen konnten die Schülerinnen und Schüler schon in zwei Tagen schnelle Fortschritte im Programmieren machen, wobei dies nicht daran liegt, dass das Arbeiten mit Bausätzen zu niedrige intellektuelle Anforderungen stellen würde. Denn nachdem die Schülerinnen und Schüler erste Fortschritte im Programmieren mit der relativ anschaulich gestalteten Programmierumgebung Lego Mindstorms gemacht haben, ist es möglich, die Prozessorsätze der Roboter später so zu konfigurieren, dass sie auch in den üblichen Computersprachen, wie zum Beispiel Java, C oder Python, programmiert werden können.

 

Mithilfe eines Sensors kann der Roboter die Linie "sehen" und ihr folgen.

 

Die Lego-Roboter sind also alles andere als bloße Spielzeuge, sie ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern vielmehr zukünftig im Informatikunterricht, auch sehr komplexe Programme zu entwickeln. Der Informatiklehrer Oliver Schneider freut sich wie seine Fachkollegen, Frank Dick und Gunther Jacobs, schon darauf, die Roboter auch in den Informatikkursen im Unterricht der Oberstufe einzusetzen. Für die Zukunft ist auch die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern des SGL an Roboter-Wettbewerben geplant.

In der Robotik-AG und im Fach Informatik erlangen die Schülerinnen und Schüler wichtige Qualifikationen für das spätere Berufsleben, selbst wenn sie nicht im Bereich der Informatik arbeiten werden, da die Digitalisierung die Arbeitswelt immer mehr durchdringt und die Automatisierungstechnik bereits heute eine Schlüsseldisziplin in vielen Bereichen der Industrie und der Wirtschaft geworden ist. 

Das Programm wird erst von den Schülern am PC erstellt und dann

an den Prozessor des Roboters übertragen.