Großer Tag in Metz für Schülerinnen und Schüler der 6a und 6b!

 

Am Montag, 30.04.2012, war der große Tag gekommen: Wir fuhren nach Metz!

 

Wir trafen uns an der Stadthalle und fuhren dann mit einem Bus der Firma Imfeld ca. eineinhalb Stunden nach Metz. Nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen waren, gingen wir zur Place d’Armes, einer der zentralen Plätze des „alten Metz“: Wir schauten uns die Kathedrale von außen, das Bronzestandbild des Maréchal Fabert und die Fassade des Rathauses an.

Viele Gebäude auf diesem Platz leuchteten im Sonnenlicht wegen des goldgelben Sandsteins, dem Jaumont-Stein (jaune: gelb; mont: Berg). Auch die Kathedrale ist aus diesem goldgelben Sandstein gebaut. Sie ist 42 m hoch und eine der höchsten aller gothischen Kathedralen in Frankreich. Wir gingen hinein, um sie zu besichtigen: Sofort fielen uns die vielen Fenster auf! Früher sah man das Licht in der Kathedrale schon von weitem und so nannte man sie Lanterne du Bon Dieu („Laterne des lieben Gottes“). Wir schauten uns das Westfenster, die Rose mit einem Durchmesser von ca. 11 m, und die Kirchenfenster von dem Künstler Marc Chagall an. In Metz befinden sich die ersten großen Kirchenfenster, die Chagall gestaltet hat: Wir sahen das gelbe „Paradiesfenster“ mit Adam und Eva, vielen Tieren und der Jungfrau mit ihrem Kind sowie zwei blaue Fenster mit vielen Geschichten aus der Bibel. Gemeinsam mit Frau Kolbe entdeckten wir zum Beispiel Engel, die Himmelsleiter und König David mit der Harfe.

 

Anschließend, nachdem wir im Office de Tourisme gewesen waren, gingen wir zur Esplanade. Dort machten wir ein Picknick bei schönem Wetter. Uns gefiel der große Brunnen mit der Fontäne und den schönen Blumen. Dabei beobachteten wir ein paar Tauben, denen wir Namen gaben, sowie einen Hund und einen Marienkäfer. Den Marienkäfer tauften wir Rougeleu (rouge = rot, + -leu).

 

Dann gingen wir zur Place d´Armes zurück und fuhren mit dem petit train (Bimmelbahn) durch die Stadt. Wir fuhren über die Moselle und sahen die leuchtende Kathedrale. Wir fuhren auch an dem ehemaligen Wasserturm und dem großen Bahnhof vorbei. So lernten wir auch „die deutsche Neustadt“ kennen. Metz ist heute natürlich nicht mehr deutsch. Es gibt in Metz aber einige Gebäude, die unter Kaiser Wilhelm II. erbaut wurden. Auf dieser Fahrt begegnete uns der Drache Graully. Er hat viel mit der Stadt zu tun, denn es gibt eine Legende von diesem Drachen und Metz: Im alten Amphitheater waren unzählige Drachen, die die Bewohner in Angst und Schrecken versetzten. Der Missionar Clemens aus Rom soll sie durch ein Kreuzeszeichen besänftigt haben. Er band den Drachen Graully an seine Stola, führte ihn mit den anderen Drachen an den Fluss und befahl allen Drachen, in den Fluss zu steigen. Da war Metz befreit! Clemens wurde der erste Bischof der Stadt.

 

Nun war es an der Zeit für On parle français. Wir bekamen einen Bogen mit Aufgaben, die wir lösen sollten, dazu aber sollten wir Franzosen befragen. Wir waren ziemlich gut: Wir fragten nach dem Weg zur fnac und zum Bahnhof, fanden heraus, wo man in Metz billig essen kann und gingen in eine französische Patisserie, um herausfinden, wie teuer die petit fours sind.

Anschließend waren wir noch im Marché Couvert. Das ist ein Markt, der in einem Gebäude ist. Dort verkauft man Fisch, Käse, Wurst und vieles mehr.                  

Danach gingen wir zurück zum Bus und fuhren nach Hause!

  

Ein Bericht von

Nicole Rudi und Saskia Klein, Kl. 6b

für die Lerngruppe

Französisch 1. Fremdsprache der Klassen 6a / 6b