Vorlesung bei Prof. Dr. Josef Rauscher: Filme über Philosophen und Filmen als Philosophieren

von Robert Majd

Die Vorlesung ist bei den Studierenden sehr beliebt. Prof. Dr. Rauscher stellte engagiert die Problemfragen der Philosophie dar und zeigte, wie sie durch filmische Inszenierungen verbreitet und gelöst werden können. 

Als Beispiel verwendete er den Film "Persona" von Ingmar Bergmann. Mit diesem Film zeigte er wie Probleme der Existenz - Philosophie betrachtet und angegangen werden können. Die Besonderheit des Films liegt darin, dass er eine Analogie zwischen der Identitätsbildung (der Schaffung des Selbst) und dem Drehen eines Spielfilms aufzeigt. Menschen nehmen die Wirklichkeit auf und verarbeitetn diese. Dessen Pendant ist die Kamera, die die Wirklichkeit filmt.

Im nächsten Schritt, dem sogenannten Filmschnitt, werden die Aufnahmen bearbeitet,passend zugeschnitten und dem Plot entsprechend sortiert. Anschließend werden sie auf eine Leinwand projiziert. Analog verarbeiten Menschen aus der Umwelt aufgenommenes, filtern es, sortieren es und projezieren es auf ihre Mitmenschen. Dieses einzigartige Produkt ist unsere Persönlichkeit. Dies war nur ein Teil der Vorlesung und weiterhin ging Prof. Dr. Rauscher auch auf Fragen der Erkenntnistheorie ein. Sein Interesse an der Philosophie übertrug sich dabei regelrecht auf die Zuhörerschaft und es gelang ihm die tiefen, komplexen Themen der Philosophie interessant darzustellen.