Landeswettbewerb 2013

Der Landesphysikwettbewerb besteht aus drei Runden, wobei in allen drei Runden eine Hausarbeit ausgearbeitet wird. In der dritten Runde findet ein dreitägiges Physikseminar statt mit einem in die Bewertung eingehenden Experiment und einem Kolloquium, in dem überprüft wird, ob die Aufgaben selbstständig erarbeitet wurden. In den ersten beiden Runden braucht man eine bestimmt Punktzahl, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. In diesem Jahr haben vier Schüler und Schülerinnen aus den zehnten Klassen unseres Gymnasiums die Qualifikation für die dritte Runde geschafft. Insgesamt gab es dort dieses Jahr 12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die aus ganz Rheinland-Pfalz angereist kamen. Die Hausarbeiten bestehen aus Experimenten und theoretischen Überlegungen, bei denen sowohl Formeln als auch logisches Denken gefragt sind. Meistens sind die Themen nicht im Unterricht behandelt worden, sodass man sich das Fachwissen selbstständig erarbeiten muss. Dabei können sowohl Internet als auch Bücher hilfreich sein. Die dritte Runde bestand aus drei Aufgaben. In der zweiten Aufgabe ging es um theoretische Rechnungen, die den Stratosphärensprung von Felix Baumgartner thematisierten. Gefragt war unter anderem die Fallzeit einer Kugel aus 39 km Höhe mit Berücksichtigung des Luftwiderstandes. In der dritten Aufgabe war ein Schaltplan eines Feuchtigkeitssensors und die zugehörigen Materialien wie z.B. eine LED, ein Transistor, eine Platine und verschiedene ohmsche Widerstände gegeben. Erwartet wurden die Durchführung mehrerer Experimente mit anschließender schriftlicher und grafischer Auswertung sowie eine Erklärung der Funktionsweise des gelöteten Sensors. Während des dreitägigen Seminars übernachteten wir im Gemeinschaftszentrum Trippstadt. Am ersten Tag an der Uni wurde das für die Bewertung relevante, unbekannte Experiment in einem Zeitraum von vier Stunden durchgeführt. Hierbei handelte es sich um einen ähnlichen Schaltplan wie in der Hausarbeit, allerdings wurde ein Helligkeitssensor gebaut. Am zweiten Tag fand morgens das Kolloquium statt. An allen drei Tagen aßen wir in der Mensa der Uni zu Mittag und zu Abend. Außerdem fanden an allen drei Tagen weitere Experimente und Vorträge statt, wie z.B. eine Einführung in die Wellenoptik, einen Vortrag über Neutrinos oder die Fehlerrechnung sowie Versuche am Rastertunnelmikroskop, mit dessen Hilfe wir Atome einer Metallprobe am Computer sichtbar machen konnten. Eine Laborführung zur Laserphysik stand ebenfalls auf dem Programm. Am dritten Tag wurden die Sieger und Siegerinnen verkündet. Die Teilnehmer unserer Schule haben zwei zweite und zwei dritte Plätze belegt. Die drei Tage waren zwar sehr anstrengend, aber informativ und interessant.

Marten Wiehn und Patricia König