Paul Merz: Praktikum als Belohnung für seinen Landessieg im Physikwettbewerb

Praktikum in der AG von Prof. Widera im FB Physik der TU KL

Nach meinem Erfolg beim Landes­wett­bewerb Physik im Mai dieses Jahres durfte ich in den Sommerferien ein zweiwöchiges Praktikum an der Uni Kaisers­lautern absol­vieren. Dazu hatte ich mir die Arbeits­gruppe "Quanten­physik mit einzel­nen Atomen und Quantengasen" unter Leitung von Prof. Dr. Artur Widera ausgesucht.

Gleich am ersten Praktikumstag wurde ich mit offenen Armen empfangen. Man hat mich zunächst in die Sicher­heitsbelange des Labors eingewiesen und ich bekam einen druckluft­gefederten Labor­tisch zuge­wie­­sen, auf dem ich verschiedene optische Versuchsaufbauten entwickeln durfte.

Nachdem ich mich ein wenig in die Grundlagen der Wellentheorie ein­gearbeitet hatte, beschäftigte ich mich in der ersten Woche mit Experi­menten zur Interferenz von Licht. Um Interferenzeffekte zu beobachten, baute ich ein sogenanntes „Michelson-Interferometer“ auf und unter­suchte anschließend die Beugung am Einzel- und am Doppelspalt. Zur Visuali­sierung der Interferenzmaxima vermaß ich diese mit einer Foto­diode und programmierte anschließend aus den Messdaten einen Plot.

Im zweiten Teil des Praktikums konnte ich noch etwas tiefer in die Forschungs­arbeit der Gruppe einsteigen. Dazu entwickelte und justierte ich u.a. einen Aufbau zur Spektroskopie von Rubidium. Dieser setzte sich zusammen aus einer Dopplerfreien- und einer Polari­sations­spek­troskopie. So gelang es mir, einen zuvor jus­tier­ten Laser auf einen ato­ma­­ren Über­gang des Ru­bi­­­di­­ums zu stabili­sie­ren, was für die Laser­­­­kühlung von Ato­men, dem Kernge­biet der Ar­beits­­­­­gruppe, von Bedeu­tung ist. Durch das Einkoppeln einer Glas­faser konnte ich anschließend den Strahl des infraroten Diodenlasers für weitere Experimente nutzen.

Das Praktikum hat mir außerordentlich gut gefallen.                                                    Paul Merz