Wochenblatt vom 11.12.2008

 

Infojuwel aus erster Hand

Landstuhl: Chinaexperte Siegfried Englert im Sickingen-Gymnasium

Wenn er über China erzählt, spürt der Zuhörer mit wie viel Leidenschaft er zu Werke geht und welch großer Fundus an Wissen und Erfahrung ihn begleitet. Staatssekretär Prof. Dr. Siegfried Englert vom Wirtschaftsministerium ist zu Gast am Sickingen- Gymnasium. Englert gehört zu den China- und Ostasienexperten. Er gründete vor 20 Jahren in Ludwigshafen das Ostasieninstitut an der Fachhochschule und legte so den Grundstein für eine fundierte Zusammenarbeit mit China für die Zukunft. Schon vor zwei Jahrzehnten hatte der Hochschullehrer erkannt, dass China in einigen Jahren zu den wichtigsten Handelsmächten der Welt zählen wird. Englert hatte in den USA mit dem Studium begonnen, war Schüler in Japan und studierte zweieinhalb Jahre in Hongkong Sinologie (Sinologe, der sich wissenschaftlich mit der chinesischen Sprache u. Literatur befasst). Dem Sickingen-Gymnasium war es gelungen, den erfahrenen Politiker für einen Vortrag zu gewinnen, da die Schule seit einigen Jahren das Fach Chinesisch mit großem Erfolg anbietet. Schulleiter Gerhard Dohna: “Chinesisch hat sich an unserer Schule etabliert. Leider sind wir auf Sponsoren angewiesen, um dieses Fach auch weiter anbieten zu können. Daher freuen wir uns, einen so erfahrenen Chinaexperten hier zu haben“. Siegfried Englert begann seinen Einstieg mit Vergleichen über die Größe des Landes, seiner Bevölkerung, griff in die große Kiste der Geschichte und machte China für die Schülerinnen und Schüler transparent. Interessant ist der Weg Chinas im Handel, der Umgang mit der steigenden Bevölkerung und deren Hintergründe. Auch warf Siegfried Englert einen Blick in die politische Hierarchie und klärte so viele Fragen. Was Prof. Dr. Siegfried Englert vom Wirtschaftsministerium den Schülerinnen und Schülern in zwei Stunden bot, war ein echtes Infojuwel über China in kurzen, prägnanten und nachhaltigen Beispielen, Fakten und Tatsachenberichten. Am Ende des Vortrages dankte Gerhard Dohna dem Ehrengast, stellte ihm die Schule vor und ermöglichte den “Chinaschülem“ ein persönliches Gespräch mit dem Experten zu führen. (eri)