Besinnungstage 2005

Am 12.12.2005 machte sich eine Schülergruppe der MSS 12 des Sickingen- Gymnasiums Landstuhl auf den Weg zum Landstuhler Bahnhof zur Weiterfahrt mit dem Zug nach Homburg. Dort erwarteten uns ein etwas

überfüllter Bus und ein fünfminütiger Fußweg zum Kardinal-Wendel-Haus, wo uns drei besinnliche Tage bevorstanden. Die „mollige Unterlage“ im Gepäck betraten wir voller Spannung und mit gemischten

Gefühlen unsere Unterkunft. Viele fragten sich wohl, was sie in diesen drei Tagen erwarten würde. Entspannung? Spaß? Kirchengänge? Aufschlussreiche

Gespräche? Nach der Zimmervergabe, die weitgehend ohne größere Probleme verlief, bezogen wir unsere Zimmer und verschafftenuns einen ersten Eindruck von der Herberge, die durch helle und

freundliche Räume eine gemütliche Atmosphäre verbreitete. Danach trafen

wir uns zur Begrüßung im „Großen Saal“. Unsere drei Gruppenleiter

stellten sich vor (eine sehr nette Nonne und zwei engagierte Studenten)

und auch wir konnten Erwartungen und Wünsche loswerden. Nach einem

Partnerspiel, das die anfangs doch zurückhaltende Stimmung etwas

auflockern sollte, wurden wir in drei Gruppen zu ca. 10 Schüler aufgeteilt.

Ziel war es die Gruppe besser kennenzulernen und auch besser ins

Gespräch zu kommen, was in der großen Gruppe wegen des allgemeinen

Geräuschpegels kaum möglich war. Unseren ersten Nachmittag verbrachten

wir mit dem Thema „Wer bin ich?“ und „Was denken andere

über mich?“ Wir bekamen viel Zeit über uns selbst nachzudenken, was

manche doch vor eine große Schwierigkeit stellte. Nach dem Abendessen

und einer kleinen Pause trafen wir uns wieder gemeinsam im „Großen

Saal“ und schauten uns den Film „Stadt der Engel“ an, der zum Nachdenken

anregen sollte. Der Abschluss wie auch der Start in den Tag fanden

in der hauseigenen Kapelle statt, wo mit meditativer Musik oder Gesang

der Abend zum offiziellen Ende kam. Ungefähr um 22 Uhr endete

unser Programm, was aber noch nicht das Ende des Abends bedeutete.

Viele trafen sich in der „Bauernstube“ oder auf den Zimmern, wo der

Abend bzw. die Nacht einen feucht-fröhlichen Ausklang nahm.

Das Highlight des zweiten Tages war unsere selbst inszenierte Talkshow,

die sich mit dem Thema Weihnachten befasste. Da uns die Gestaltung

von „Talk um 4 bei Stumo“ (Moderatoren: Stuck, Mohrbacher =

Stumo) selbst überlassen blieb, weckte dies bei vielen doch die unerwartete

künstlerische Ader und das Ergebnis war überraschend positiv. Uns

wurde auch viel freie Zeit überlassen, die mehr oder weniger sinnvoll genutzt

wurde (z.B. für einen neuen Haarschnitt). Nach dem Abendessen

stand das „Eisschollenspiel“ im Mittelpunkt, wobei die Gruppendynamik

gefragt war. Der Abend endete wieder in der Kapelle, wo durch den Gesang

von Liedern eine gemütliche Atmosphäre geschaffen wurde.

Den dritten und letzten Tag unserer Besinnung verbrachten wir noch

mit dem Thema Weihnachten und machten uns Gedanken über unsere

Tagesgestaltung. Bin ich mit meiner Zeiteinteilung zufrieden? Was könnte

ich verbessern? ... Zum gemeinsamen Abschluss trafen wir uns zum

letzten Mal im „Großen Saal“ und zogen unser Fazit. Unsere Gruppenleiter

erwarteten ein Feedback, welches mehr oder weniger den Erwartungen

unserer Betreuer entsprach. So haben wir, wie so oft, nicht ganz den

Anforderungen entsprochen, aber dennoch eine unvergessliche, besinnliche

und sehr lustige Zeit im Kardinal-Wendel-Haus erlebt, die durch interessante

und aufschlussreiche Gespräche, Gruppenarbeiten und Spaß

gekennzeichnet war.