Bunt statt Blau - DAK-Plakatwettbewerb

bunt statt blau: Schüler vom Sickingen Gymnasium Landstuhl malen Plakate gegen Komasaufen

 

Beim DAK-Wettbewerb gegen Alkoholmissbrauch gewinnen 8 Mädchen aus Landstuhl und Umgebung

 

Landstuhl, 20. Juni 2011.

 

Ihre Bilder sind cool, krass und provokant: Mehr als 12.000 Jungen und Mädchen haben sich im März und April am bundesweiten DAK-Wettbewerb „bunt statt blau“ gegen das Komasaufen beteiligt.

Peter Horn, DAK-Chef: Die rege Teilnahme von Schülern aus Landstuhl und Umgebung war überraschend. Alleine 8 Preise, darunter auch einen 6. Platz unter den TOP-TEN von Rheinland-Pfalz, zu übergeben, hat mich gefreut.  Als Gewinn gab es Sporttaschen, Rucksäcke sowie Geldpreise.

Den Anreiz zur Teilnahme gab eine Religionslehrerin des Sickingen Gymnasiums: "Wir haben uns im Unterricht mit dem Thema 'Verantwortung' auseinandergesetzt. In welchen Lebensbereichen tragen Jugendliche Verantwortung für sich und andere? Wohin führt es, wenn ich in meinem Alltag der biblischen Weisung "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" folge? Solche Fragen müssen an die Lebenswirklichkeit der Schüler angeknüpft werden. Das Thema "Komasaufen" stieß in den beiden Klassen unmittelbar auf Interesse. Die Teilnahme an dem DAK-Wettbewerb erfolgte auf freiwilliger Basis; die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler entschied sich dafür. Als Pädagogin freue ich mich darüber natürlich, da sich die Jugendlichen auf diesem Weg noch einmal sehr persönlich mit der Problematik des Alkoholmissbrauchs beschäftigt haben. Als die Schüler ihre Plakate im Unterricht präsentierten, war ich von den Ergebnissen, die "nebenher" zu Hause in Einzel- oder Teamarbeit entstanden sind, sehr beeindruckt!"  

"Wir haben mitgemacht, um zu zeigen, dass man auch ohne 'Komasaufen' Spaß haben kann", so Louisa Schneider. Sie hat im Team mit Annika Preis und Rike Mayer den 6. Landespreis  erhalten. "Die Zusammenarbeit in der Gruppe hat uns sehr viel Spaß gemacht. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!" verspricht Rike. Auch die Schülerinnen, die Sonderpreise für ihre Plakate bekommen haben, freuen sich über die Auszeichnung: Aline May, Selina Palm, Caterina Schaefer, Melissa Schramm und Stephanie Seng.    

 

„Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch sprechen die Bilder der Jugendlichen eine deutliche Sprache“, sagt Horn. „Wenn so ein buntes Schock-Plakat im Schulunterricht entsteht, bringt das mehr als viele Info-Flyer oder Vorträge.“ In den vergangenen Wochen haben mehr als 800 Schulen das Thema Alkohol auf den Stundenplan gesetzt. Hintergrund: 2009 landeten 26.400 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, was einen neuen Höchststand bedeutet. Auch in der Region Kaiserslautern ist die Zahl der Betroffenen seit dem Jahr 2003 deutlich gestiegen. Im Rekordjahr 2009 waren es alleine 91 stationäre Aufnahmen.

 

Regelmäßiges Rauschtrinken bei Jugendlichen 

 

Schirmherrin für den Wettbewerb „bunt statt blau“ ist die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans. „Ich freue mich über die große Beteiligung. Der Wettbewerb ermöglichte nicht nur eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema. Er ist auch ein sehr guter Anlass, im Schulunterricht über die Gefahren des Rauschtrinkens zu diskutieren." Während der regelmäßige Alkoholkonsum insgesamt zurückgeht, ist der Anteil derjenigen, die zu bestimmten Anlässen größere Mengen Alkohol konsumieren, immer noch besorgniserregend hoch. In einer aktuellen DAK-Studie erklärten 42,6 Prozent der 10-18-jährigen Schülerinnen und Schüler, dass sie sich im vergangenen Monat am Rauschtrinken beteiligt haben, d.h. in kurzer Zeit mindestens fünf Gläser Bier, Wein oder Schnaps getrunken haben.

 

Auch die durch die aktuelle Echo-Nominierung bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne, bei der jetzt im Juni aus 16 Landessiegern die Bundessieger gekürt werden. Informationen über die Gewinner und die besten Plakate gibt es im Internet unter www.dak-buntstattblau.de. Die Initiative „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.