Russisch-Olympiade 2010 am Sickingen-Gymnasium

 

 

Sprichst du Russisch?

von Eva Cegrinec

 

Die 160 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die an der 8. Russisch-Olympiade des Sickingen Gymnasiums in Landstuhl teilnehmen, schon. In den vier Hochqualifizierten Bereichen Sprechen, Lesen und Schreiben sowie einem Kreativwettbewerb prüfen die Organisatoren der Olympiade alljährlich die Sprachkenntnisse ihrer Teilnehmer.

Mit dem Lied „Durch das Fenster späh' ich" eröffnete eine Auswahl des hiesigen Schulorchesters unter der Leitung von Joachim Pallmann musikalisch die 8. Russisch-Olympiade in der Aula des Gymnasiums.
Daraufhin begab sich die Schulleiterin Andrea Meiswinkel zum Podest und begrüßte alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Kolleginnen und Kollegen zur Veranstaltung. Dabei begrüßte sie ganz besonders die Schülerinnen und Schüler, die sich heute zum Landeswettbewerb versammelt haben. Die seit 2003 jährlich statt findende Olympiade auf Landesebene lädt herzlich alle Schüler und Schülerinnen von ganz Rheinland-Pfalz ein, die in Russisch als zweite oder dritte Fremdsprache an ihrer Schule unterrichtet werden. Eines der Motoren für diesen Wettbewerb ist unter anderem eine Reise nach Moskau, der Wettbewerb selbst soll anspornen, sich mit der russischen Sprache, Kultur und Geschichte auseinander zu setzen. Das Sickingen Gymnasium selbst legt die Schwerpunkte auf Sprachliche und Naturwissenschaftliche Förderung, weshalb hier Englisch, Französisch, Latein und ab der 9. Klasse auch Russisch angeboten werden. Russisch kann sogar in der Oberstufe als Grundfach weiter geführt werden.
Des Weiteren erläuterte Frau Meiswinkel die Möglichkeiten, die sich mit der Erschließung der russischen Sprach etablieren. Durch die Kenntnis dieser slawischen Sprache eröffnen sich neue berufliche Perspektiven, die sich vor allem in den Osten ausweiten lassen. Das Beherrschen der russischen Sprache erleichtert das Erlernen von weiteren slawischen Sprachen. Auch ist die bloße Neugier ein weiterer Grund für das Erlernen von Russisch, wobei die kyrillische Schrift selbst eine Herausforderung darstellt. Wer eine andere Sprache spricht, ändert sein Verhalten zu Mitmenschen und zu Ländern, und erhält einen gleichzeitigen Schub weitere Sprachen zu erlernen.
Im Anschluss an diese informative Begrüßungsrede trat als Vertreter des Landkreises Herr Dr. Altherr ebenfalls nach vorne und sprach allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Saal seine besonderen Glückwünsche, sein Lob und seine Unterstützung aus. Dabei betonte er die Wichtigkeit der russischen Sprache in unserer heutigen Zeit, denn durch die wachsende Anzahl der russischsprachigen Menschen in Deutschland sei die Kenntnis dieser Sprache ebenfalls wichtig geworden. Seit nunmehr 30 Jahren wird in Landstuhl Russisch unterrichtet; eine Kultursprache, die nach Dr. Altherr einen tiefen Einblick in die schwermütige russische Seele gewährt. Seine interessante Rede rundete er mit den Worten „Die Sprache ist der Schlüssel zum Herzen der Menschen." ab.
Nun folgte der Walzer „Aus dem Album für die Jugend" von P. Tschaikowsky (Opus 39), mit musikalischer Unterstützung von Joachim Pallmann am Flügel.
Herr Dr. Degenhardt trat für die Verbandsgemeinde Landstuhl vor das Publikum der Aula und bedankte sich ganz herzlich bei den Organisatoren der Russisch-Olympiade. Dabei sprach er direkt an das „Herz der Veranstaltung", an Frau Herschbach, die diese Veranstaltung organisiert hat und als Leiterin des Fachverbandes der Russischlehrkräfte in Rheinland-Pfalz und Saarland tätig ist. Dr. Degenhardt zitierte den berühmten russischen Schriftsteller Dostojewski mit den Worten „Wenn du einen Menschen kennen lernen und etwas über sein innerstes Wesen in Erfahrung bringen willst, analysiere ihn nicht, sondern betrachte ihn durch das Lachen. Ist es ein gutes Lachen, so ist er auch ein guter Mensch."
Dr. Sundermann sprach daraufhin einige Worte für Frau Reiß, die dieses Jahr gerne am „Familienfest" und an der großen Sprachprüfung teilgenommen hätte, jedoch verhindert war. In ihren Augen ist es wichtig, die Fremdsprache Russisch zu stützten und das Angebot auch kleinen Standorten zugänglich zu machen.
Frau Groß und Frau Voigt traten nun als Russischfachschaft des Gymnasiums selbst nach vorne und erinnerten an den Aufwand, der mit dem Erlernen einer dritten Fremdsprache verbunden ist und sprachen insbesondere den Nichtmuttersprachlern ihren Lob aus, zumal Russisch keine leichte Sprache ist. Im Anschluss wünschten sie allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Erfolg und beendeten ihre Rede mit einem russischen Zitat des „Hals und Beinbruch".
Erneut ertönte die Bühne mit dem Stück „Tocatina" von D. Kabalevski, und ließ die Aula für einige Augenblicke mit dem musikalischen Teil der russischen Seele füllen.
Im Folgenden sprach das bereits erwähnte „Herz der Olympiade", Frau Herschbach, ihren Dank an Frau Meiswinkel, alle Teilnehmer und an das Ministerium aus. Die vertraute Familienatmosphäre und das Heimatgefühl der großen Familie wurden betont und kamen hierbei erneut zum Ausdruck. Auch sagte sie, dass der Konsul der russischen Föderation dieses Jahr leider nicht anwesend sein konnte und dass er aus diesem Grund ein Fax hat zukommen lassen, welches jedoch auf Russisch und somit nur für die verständlich war, die diese Sprache beherrschten.
Abschließend wurde ein Teil des „Andante Cantabile" von P. Tschaikowsky (Opus 11) gespielt und der Sprachwettbewerb der Russisch- Olympiade eröffnet.