Schöne Bescherung?

von Nicole Rudi

 

Bald ist wieder Weihnachten und die meisten Kinder wünschen sich dann die neuste Videokonsole und dazu passende Spiele. Selbst dann, wenn diese schlechte Schulnoten haben, erfüllen ihre Eltern ihnen meistens ihre Wünsche. Doch warum scheuen die Eltern nicht vor dieser Investition von 500 oder gar 600 Euro zurück, obwohl sie damit vielleicht ihren Kindern schaden? 
Prof. Dr. Manfred Spitzer ist ein bekannter Psychologe, Psychiater und Neurowissenschaftler, der darauf aufmerksam machen will, wie gefährlich Videospiele in Wahrheit sind: "Sie gefährden die Entwicklung des Gehirns und führen zur Verringerung der motorischen Fähigkeiten. Außerdem machen sie dumm und führen zu Übergewicht und Schlafstörungen." Videospiele führen zu Bewegungsarmut und innerer Unruhe. 
Auch der Kriminologe Christian Pfeiffer kritisiert die "Killerspiele". So nennt er die Ego-Shooter-Spiele in denen es um das Kämpfen geht. Er meint, Videospiele würden einen gegenüber Gewalt desensibilisieren und würden Kenntnisse über Waffen und militärische Taktiken vermitteln. Bei großem Konsum baut man Hemmschwellen oder gar Tötungshemmungen ab, so Pfeiffer. Die meisten Spiele sind nicht unter 18 Jahren freigegeben. Trotzdem spielen viele weit jüngere Schüler diese Videospiele. 
Doch auch andere Meinungen gibt es, denn Actionspiele würden zu einem schnelleren Denken führen. 
Gerade zur Weihnachtszeit arbeiten die Videospielverkäufer mit viel Werbung im Fehrnsehen und Internet. Videospiele sind gefährlich, denn wenn man sie lange spielt, kann dies zu einer Sucht führen, da sie mit dem Belohnungsprinzip arbeiten. Sie steigern sich langsam, lassen einen gewinnen und sind so gemacht, dass man nicht mehr aufhören kann zu spielen. 
Etwas anderes aber sind sogenannte "Serious Games" bzw. Lernspiele. 
Sie fördern die Entwicklung des Gehirns und sind somit eine gute Alternative als Weihnachtsgeschenk.

 

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