Peter Hammerschmidt - Autor des Vortrags über den "Schlächter von Lyon", Klaus Barbie

Peter Hammerschmidt ist 1986 geboren. Er ist Historiker, studierte an der Johannes Gutenberg Universität Mainz die Fächer Deutsch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien.

 Er schrieb seine erste Staatsexamensarbeit über Klaus Barbie mit dem Titel: „Der Schlächter von Lyon im Sold der USA – Über die Beziehungen zwischen Klaus Barbie und dem amerikanischen Geheimdienst“.

Bei seinen umfangreichen Recherchen, die mit einem Begabtenstipendium der Universität unterstützt wurden, beantragte er auch Einsicht in die Akten zum „Fall Barbie“ beim Bundesnachrichtendienst. Nachdem ihm von Seiten des Bundesnachrichtendienstes diese Akteneinsicht verwehrt wurde, richtete er Beschwerde an das Bundeskanzleramt, in der er sein Forschungsvorhaben vorstellte und umfassend begründete.

Nach einer weiteren Prüfung seines Antrages erhielt er dann im September 2010 als erster Historiker überhaupt Zugang zum Archiv des BND und den Akten über Klaus Barbie.

Seine Recherchen werden international, insbesondere in Frankreich und lateinamerikanischen Staaten mit großem Interesse verfolgt. So sind Artikel in Großbritannien und Bolivien erschienen.

In Deutschland löste er mit seinen Ergebnisse eine Bundestagsdebatte aus, die sich mit personellen NS-Kontinuitäten nach 1945 auseinandersetzte.

Peter Hammerschmidt schreibt derzeit seine Dissertation, die sich mit Barbies Beziehungen zu internationalen Geheimdiensten auseinandersetzen soll. Das Werk soll voraussichtlich Ende 2013 erscheinen.