Unfallprävention am Sickingen-Gymnasium

Unfallkasse Rheinland-Pfalz schult Sportreferendare in Landstuhl


Das höchste von der Unfallkasse festgestellte Unfallgeschehen ist im Sportunterricht und in den Pausen zu finden. Um junge Kollegen auf Unfallquellen im Sportunterricht hinzuweisen und damit vorzubeugen, waren Herr Kosel und Herr Mädrich von der Präventionsabteilung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz am 16. Dezember 2015 zu Gast am Sickingen-Gymnasium in Landstuhl. Praxisnah gaben die Mitarbeiter – selbst Sportlehrer und Sportwissenschaftler - ihre langjährigen Erfahrungen in Bezug auf Unfallprävention im Sportunterricht an die Sportreferendare des Studienseminars Kaiserslautern weiter.

Im theoretischen Teil der Veranstaltung wurde vermittelt, was bei einem Sportunfall zu tun ist und welcher Versicherungsschutz durch die Unfallkasse gewährleistet wird.

Beruhigt nahmen die angehenden Sportlehrer zur  Kenntnis, dass 95 % der angezeigten Unfälle keine ernsten Verletzungen zur Folge haben. Schlüsselelemente zur Vermeidung von Unfällen sind nach Auffassung der Präventionsabteilung die Organisation des Unterrichts und die handelnden Personen – Schüler wie Lehrkräfte. Deshalb wurde gemeinsam analysiert, wie durch einen sicheren und attraktiv gestalteten Unterricht die Unfallzahlen weiter reduziert werden können.  Auf die Bedeutung ordnungsgemäßer Sportgeräte durch regelmäßige Wartungen, Erneuerungen und Reparaturen wurde der Fokus ebenso gelegt wie auf die Handhabung und den Transport von Geräten sowie das Helfen und Sichern im Sportunterricht. Dabei wurde schnell klar, dass neben Verwaltungsvorschriften und festen Regularien oftmals die individuelle Entscheidung der Sportlehrkraft gefragt ist, um Gefahrenpotentiale zu vermeiden.

Nach einem diskursiven Austausch an Erfahrungen zwischen den Teilnehmern wurde der Tag in der Sporthalle fortgesetzt, um die Antizipation von Gefahren und Problemen in der Praxis zu trainieren. Die häufig in der Bevölkerung als gefährlich wahrgenommenen Sportarten wie Gerätturnen sind in den seltensten Fällen Unfallursache aufgrund der kompetenten Handhabung der Lehrenden. Hingegen sehen die Experten in Spielsituationen erhebliche Potentiale für präventive Maßnahmen. In einem aktiven und intensiven Workshop wurden die Teilnehmer in Bezug auf verbale und nonverbale Verständigung, Gruppenbildung sowie insbesondere auf das adäquate Reagieren in einer Problem- oder gar Gefahrensituation geschult. Mit einer Fülle an neuen Hinweisen, Eindrücken und Ideen für die Sportreferendare endete der Tag. Die Experten der Unfallkasse, Herr Kosel und Herr Mädrich, verabschiedeten sich vom Sickingen-Gymnasium mit der Gewissheit, den Schulsport in und um Landstuhl wieder etwas sicherer gemacht zu haben.