Philosophie

Philosophische Exkursion zur Johannes Gutenberg - Universität Mainz - Lk Philosophie 11 besucht eine Vorlesung über mittelalterliche Philosophie und die Kant-Forschungsstelle

Zum Ende des Schuljahrs unternahm der Leistungskurs Philosophie 11 zusammen mit dem Philosophielehrer Achim Jung eine Exkursion zum Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg - Universität Mainz. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich nach einem Jahr intensiver Beschäftigung mit der Philosophie gewünscht, einmal an einer richtigen Vorlesung in Philosophie an der Universität teilzunehmen. Außerdem gab es hier die Gelegenheit, die Kant-Forschungsstelle zu besuchen, was sich anbot, da im Unterricht gerade Texte zur Erkenntnistheorie aus der „Kritik der reinen Vernunft“ von Immanuel Kant behandelt worden waren.

 

Lena Ober, Luca Jura Jurasinski und Caroline Schmitt aus dem Lk Philosophie 11 im Gespräch mit dem Dozenten PD Dr. phil. Dr. theol. Stefan Seit über einen Text zum Thema "Selbsterkenntnis" von Augustinus

Der Mainzer Philosoph PD Dr. phil Dr. theol. Stefan Seit lud auf Anfrage den Leistungskurs in seine Vorlesung „Geschichte der Philosophie im Überblick: Spätmittelalter und frühe Neuzeit“. Dazu schickte der Philosoph, der zurzeit in Mainz den Lehrstuhl für mittelalterliche Philosophie vertritt, im Vorfeld zwei Texte von Augustinus und René Descartes, die in der Vorlesung behandelt werden sollten, so dass sich die Schülerinnen und Schüler auf die Vorlesung vorbereiten konnten. Das Thema der Vorlesung war die Entwicklung der Selbsterkenntnis des Menschen, die in ihrer historischen Entfaltung von Platon über Plotin, Augustinus, Duns Scotts bis zu René Descartes dargestellt wurde. Der Weg zur Universität gestaltete sich abenteuerlicher als erwartet. Die Vorlesung zur mittelalterlichen Philosophie sollte überraschenderweise wegen Raummangels im Gebäude der Physikalischen Chemie stattfinden. Nach einer fast einstündigen Zugverspätung traf der Kurs auf dem Campus der Universität ein und nach einigen Irrwegen fand er sich auch glücklich vor dem richtigen Gebäude ein. Allerdings riet ein Schild mit der Aufschrift „Gefahr!“ davon ab, dieses zu betreten, woraufhin das Gebäude auf der Suche nach einem „sicheren“ Eingang einmal umrundet wurde. Schließlich entschloss man sich beherzt, das Gebäude doch zu betreten, in dem sich auch tatsächlich der gesuchte Hörsaal befand. Es stellte sich aber später heraus, dass die "Gefahr!" nicht von der mittelalterlichen Philosophie ausging, sondern von in dem Gebäude offenbar gelagerten Chemikalien. Die Vorlesung hatte inzwischen schon begonnen, es ging aber zunächst nur um Organisatorisches, so dass die Schülerinnen und Schüler am Ende doch nichts verpasst hatten. Die Vorlesung erwies sich als weit interessanter als sie erwartet hatten. In einem daran anschließenden Gespräch mit dem Dozenten Dr. Seit gab es dann noch ausführlich Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, Fragen zu stellen und nicht Verstandenes zu klären.

Im Anschluss besuchte der Kurs das Kant-Forschungszentrum, wo die Leiterin Dr. Margit Ruffing den Schülerinnen und Schülern die Geschichte und die Arbeit der Einrichtung erläuterte , deren Aufgaben vor allem die Sammlung wissenschaftlicher Literatur zu Kant und die Herausgabe der wissenschaftlichen philosophischen Zeitschrift „Kant-Studien“ sind. Dr. Ruffing präsentierte ihnen auch die hier aufbewahrte Sammlung von Bildnissen des Königsberger Philosophen. 

Die Exkursion zur Mainzer Universität war für die Schülerinnen und Schüler sehr aufschlussreich und sie waren Dr. Seit und Dr. Ruffing für die Einladung sehr dankbar, da sie so einen Einblick in die akademische Philosophie bekommen konnten, wobei sie allerdings auch Einblicke in die prekäre Raum- und Personalsituation in der Philosophie bekamen, woraus erkennbar wurde, dass das Fach in Deutschland einen eher geringeren Stellenwert hat, anders als in anderen Ländern, wie etwa in Frankreich, wo Philosophie für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtendes Hauptfach im Abitur ist. Dies überraschte den Kurs um so mehr, da die Schülerinnen und Schüler im Unterricht gelernt hatten, dass viele der Philosophinnen und Philosophen, die die kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung der Menschheit mitbestimmt haben und bis heute bestimmen, aus Deutschland kommen, wie zum Beispiel Immanuel Kant. Das Sickingen-Gymnasium ist zurzeit auch die einzige Schule in Rheinland-Pfalz, die einen Leistungskurs in Philosophie anbietet. Vermutlich gibt es sogar in ganz Deutschland keine andere Schule, an der Philosophie als Leistungskurs zusätzlich zum Ethik- bzw. Religionsunterricht angeboten wird.

 

Die Internetseite von PD Dr. phil Dr. theol. Stefan Seit finden Sie hier.

Die Internetseite von Dr. Margit Ruffing finden Sie hier.

Urkunden für die Teilnahme am Landeswettbewerb philosophischer Essay - Sich schreibend im Denken orientieren

Denken ist ein verwirrender und flüchtiger Vorgang, solange das Gedachte nicht bewusst bedacht ist. Wie leicht hat man etwas vergessen, kaum dass es einem eingefallen war, so dass man wieder gezwungen ist, immer weiter nachzudenken, bis der Einfall endlich wiedergefunden oder für immer verloren ist. Leicht können einen zudem Vorurteile, unklare Vorstellungen und unreflektierte Denkmuster in die Irre führen. Das philosophische Schreiben hilft hingegen dabei, die eigenen Gedanken festzuhalten, zu ordnen und zu klären. Sich schreibend im Denken orientieren zu können, ist nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für ein späteres Studium. 
Das Schreiben von Essays, das im Philosophieunterricht eingeübt wird, ist im Allgemeinen eine gute Übung im philosophischen Denken. Um diese Praxis philosophischer Reflexion in der Schule zu fördern, schreibt der Fachverband Philosophie jedes Jahr einen Landes- und Bundeswettbewerb aus, an dem alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe teilnehmen dürfen. Natürlich sind dabei die Schülerinnen und Schüler, die Philosophie gewählt haben im Vorteil. Drei Philosophieschülerinnen aus Landstuhl, Meryl Haen, Sophie Seidel und Ada Haen, waren in den letzen beiden Jahren beim Landeswettbewerb erfolgreich und die beiden letzteren nahmen auch am Bundeswettbewerb in Münster teil, wo sie sich mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland im philosophischen Schreiben messen konnten. In diesem Jahr haben wieder 19 Schülerinnen und Schüler aus Landstuhl am Wettbewerb teilgenommen und Essays eingereicht. Auch diesmal waren sehr beachtliche Texte dabei. Zwar gab es diesmal keinen Landessieger vom SGL, aber alle wurden von der Schulleiterin OStD’ Andrea Meiswinkel (rechts) geehrt, die ihnen jeweils eine von den Vertretern des Ministeriums für Bildung und des Fachverbands Philosophie unterschriebene Urkunde überreichte. Der Wettbewerb wurde von den Philosophielehrkräften Heidi DeKuiper (5. v.l.), Michael Lenhardt (2. v. l.), und Achim Jung (2. v. r.) betreut. (Die Schülerinnen und Schüler aus der MSS 13 fehlen auf dem Foto).

Die diesjährigen Themen des Landeswettbewerbs philosophischer Essay finden Sie hier.

Den Essay von Sabrina Ecker (MSS13) lesen Sie hier.

Den Essay von Meryl Haen lesen sie hier.

Den Artikel von Sophie Steidel zum Bundeswettbewerb 2015 finden Sie hier.

Philosophie-AG: Das „Philosophische Café“

von Michael Lenhard

Das „Philosophische Café“ wird am Sickingen-Gymnasium als AG für Mittelstufenschüler der Klassen 8 bis 10 angeboten. In einer von Lerndruck und Noten befreiten, angenehmen Atmosphäre haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Philosophie in Theorie und Praxis kennenzulernen. Die Schüler durchstreifen Philosophie-Geschichte, reflektieren Texte großer Denker und erfahren die Lust am Entwickeln eigener Visionen und Fragestellungen. Untersucht und diskutiert werden Fragen wie: Was ist Identität? Wie funktioniert Denken? Was bedeutet der Tod? Mit der von Fachschaftsleiter Achim Jung gegründeten Philosophie-AG, die aktuell von Michael Lenhard (Foto) angeboten wird, haben die Mittelstufenschüler die Gelegenheit, auch im Hinblick auf die Fächerwahl in der Oberstufe das Fach Philosophie besser kennenzulernen. 

 

Was bedeutet „Philosophie“ – und was bringt das gleichnamige Schulfach?

Philosophie ist dem Wortsinn nach die „Liebe zur Weisheit“. Sie beschäftigt sich mit Weltanschauungen, mit der Wirklichkeit als Ganzem, ihren Grundlagen, Werten, der Stellung des Menschen im Kosmos, seinen Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten, seinen Rechten und Pflichten. Immanuel Kant schmolz das komplexe Feld des Philosophierens auf folgende Fragen zusammen: "Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“

Die Geschichte der abendländischen Philosophie von der Antike bis heute ist zugleich die Geschichte unseres Denkens. 

Sie macht soziale, gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen verständlich und bietet die Chance eines ganzheitlichen Verständnisses von Zusammenhängen.

Im Kontext Bildung ist Beschäftigung mit Philosophie die Grundlage eines eigenverantwortlichen Lernens, Selber-Denkens und der reflektierten, individuellen Persönlichkeitsentwicklung. Nicht zuletzt bereitet das Fach Philosophie Schüler hervorragend auf ein Studium vor. Denn der Umgang mit Komplexen Themen, gründliche Textarbeit und interdisziplinäres Brückenschlagen sind Fähigkeiten, die durch Beschäftigung mit Philosophie automatisch erworben werden.

 

Philosophie am Sickingen-Gymnasium Landstuhl

Das Sickingen-Gymnasium Landstuhl legt von jeher großen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung seiner Schüler. Diesbezüglich gehört zum umfangreichen Konzept der Schule das Angebot des Fachs Philosophie in der Oberstufe. Im Schuljahr 2014/2015 startete das SGL als einziges Gymnasium in Deutschland mit einem regulären Leistungskurs Philosophie, der nur in Rheinland-Pfalz zusätzlich zum Ethik- bzw. Religionsunterricht angeboten wird.

Unterrichtet wird das Fach Philosophie am SGL von den Lehrkräften Heidi DeKuiper, Achim Jung, Michael Lenhard und Michael Preis. Im Fokus des Unterrichts stehen die Verbindung von Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften sowie der Themenbereich Logik. Schülerinnen und Schüler lernen, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und durch eigenständiges und kritisches Denken Lösungsmodelle zu erkennen und einzuschätzen.

Dass Erfolg und Freude am Abendteuer Denken und Wissen Hand in Hand gehen, zeigt nicht nur die besondere Motivation der Schülerinnen und Schüler im Philosophie-Unterricht, sondern auch die rege Teilnahme an Exkursionen und Sonderprojekten. Stolz ist die Schule auch auf die bisher erreichten Bestplatzierungen bei philosophischen Wettbewerben auf Landesebene, die im Rahmen der Philosophie-Tage geehrt wurden.

Logo: Eva Cegrinec

Philosophie-Leistungskurs - Mein Fazit nach 2,5 Jahren Philosophie

von Johanna Bittes, MSS 13

 

„Die Philosophie bietet mir einen Hafen, während ich andere mit den Stürmen kämpfen sehe“ – Platon

 

Philosophie bedeutet Liebe zur Weisheit und beschäftigt sich mit den grundlegendsten Fragen der Menschheit, dabei sind alle PhilosophInnen Wanderer auf der Suche nach Wissen. Es gilt, die wesentlichen Dinge zu durchdenken und alles zu hinterfragen. Neugierde ist angebracht!

 

Warum habe ich mich für Philosophie als Leistungskurs entschieden?

In der Unter-, sowie Mittelstufe kam ich leider kaum mit Philosophie in Berührung, dennoch war ich immer neugierig und habe schon von klein auf alles hinterfragt. Mir war es wichtig, auch über abstraktere Dinge nachdenken zu können und an gegebenen Grundsätzen zu zweifeln. Warum handeln wir so? Was treibt uns an? Wodurch werden wir bestimmt? Dann ergab sich für mich die Möglichkeit Philosophie als Leistungskurs in der Oberstufe zu wählen. Zuerst hatte ich etwas Angst und war mir mit meiner Wahl unsicher. Ich befürchtete, dass mir das Fach eventuell doch nicht liegen oder gefallen könnte und ich später meine Wahl bereuen würde. Trotz meiner anfänglichen Sorgen habe ich mich für Philosophie entschieden und bereue es nicht. Die Neugierde an dem Fach reizte mich zu sehr und nach den ersten Probetreffen war meine Entscheidung sicher, ich hatte keine Bedenken mehr und fing an, mich auf den Unterricht zu freuen. Wir alle begangen ziemlich bei null und keiner von uns hatte genaue Vorstellungen von Philosophie, wir waren gespannt, was uns erwarten würde. Doch das alles war kein Problem, langsam tasteten wir uns gemeinsam an philosophische Fragestellungen heran und lernten was es bedeutet zu philosophieren. Keiner von uns wurde ins kalte Wasser geworfen, vielmehr wurde uns beigebracht, im philosophischen Meer zu schwimmen und nicht unterzugehen.

 

Würde ich Philosophie als Leistungskurs weiterempfehlen?

Ja, ich würde das Fach Philosophie auf jeden Fall weiterempfehlen. Die 2 ½ Jahre Leistungskurs haben mein Leben und vor allem meine Denkweise positiv beeinflusst, ich konnte viel Neues lernen und das Wissen auch in anderen Bereichen anwenden. In Philosophie habe ich gelernt, mich mit komplizierteren Texten auseinanderzusetzen und meine eigenen Gedanken zu strukturieren, zum Beispiel in Form von Essays. Mir gefällt besonders die große Themenvielfalt, für jeden von uns ist mal etwas dabei gewesen. Manche mochten Erkenntnistheorie am meisten, andere Ästhetik… Meine persönlichen Lieblingsthemen sind unter anderem Geschichtsphilosophie und philosophische Erziehungstheorien, aber im Grunde gab es kein Thema, das ich nicht wirklich mochte. Viele Aspekte, die ich in Philosophie kennenlernte, konnte ich auch gut auf andere Bereiche übertragen. Zuvor war mir gar nicht bewusst gewesen, wie präsent Philosophie auch in anderen Fächern ist. In Deutsch, Latein, Geschichte und Religion konnte ich mein gelerntes philosophisches Wissen zum Beispiel gut gebrauchen. Ich würde Philosophie allen neugierigen Schülerinnen und Schülern weiterempfehlen, die Lust auf etwas Abwechslung haben und offen für neue Themen sind. Selbst, wenn euch Philosophie als Leistungskurs weniger anspricht, habt ihr noch die Möglichkeit Philosophie als Grundkurs zu wählen. Falls ihr euch unsicher seid, könnt ihr Lehrer des Faches ansprechen und euch auf Informationsveranstaltungen unserer Schule zusätzlich informieren. Es gibt auch die Möglichkeit, in den Leistungskursen 11 bis 13 an Schnupperunterricht teilzunehmen. Es wird auch im Januar oder Februar ein Philosophie-Wochenende für alle am Leistungskurs interessierte Schülerinnen und Schüler geben.

 

Mein Fazit

Philosophie zählt zu meinen Lieblingskursen und der Unterricht bereitet mir viel Spaß. Ich würde Philosophie als Leistungskurs jeder Zeit wieder wählen und bin sogar dafür, dass das Fach auch in den unteren Stufen präsenter werden soll.  Leider wird Philosophie oftmals unterschätzt, das aber zu unrecht. Ich konnte viele neues grundlegendes Wissen lernen und auch meine eigenen Kompetenzen verbessern, wie zum mein Beispiel Lese- oder Textverständnis. Philosophie ist  äußerst vielfältig und komplex, genau das macht sie so interessant. Wenn ihr offen für neues Wissen und andere Denkweisen seid, euch eure Neugierde antreibt und ihr Dinge gern hinterfragt, dann kann ich euch Philosophie nur empfehlen!

Le projet franco-allemand de philosophie à Thallichtenberg

par Cassandre Gallant

 

Nous sommes arrivées a Thallichtenberg le mercredi 27 janvier. Pour être tout a fait honnêtes,  nous n'étions pas toutes très motivées : une semaine sans wifi, enfermées dans un château comme Descartes dans son poêle, pour réfléchir a la liberté, après avoir déjà aborde le sujet pendant trois mois en cours de philo... Quelques unes étaient sceptiques. En plus, il allait falloir philosopher en allemand, autant dire, nous surpasser. Nous nous attendions a trouver des génies stoïques qui seraient nos correspondants allemands. C’est fou comme il peut y avoir de cliches ! La bas, nous nous sommes très bien entendues avec les allemands,  et n’avons pas eu de mal a communiquer. Le lieu était agréable, l’auberge spacieuse et la nourriture de qualité. Le site est un ancien village médiéval, et nous avons passé de belles heures a le visiter – correspondant parfaitement au cliché du promeneur solitaire et rêveur. Un professeur, docteur de l’université de Mayence, a ouvert le bal en nous proposant une conférence sur le „Naturzustand“ selon Locke. Puis, nous avons philosopheé „à l allemande“ en nous prononçant sur la thèse du philosophe anglais, créant ainsi un débat.

Le lendemain, nous avons été reparties en patchworks, dans lesquels se mélangeaient élevés de Duc et élevés allemands. Différents sujets étaient abordes : la liberté et la propriété, la liberté et l’amour, le libre-arbitre... Pour aborder les sujets, les professeurs nous ont proposé une approche ludique : la réflexion était collective et commençait toujours par un débat sur une question ouverte, pour s’orienter ensuite vers nos interprétations personnelles de textes. Nous avons étudie Sartre, Rousseau, Marx, Schopenhauer. Les professeurs avaient mis a notre disposition un dossier de plusieurs pages avec textes, images, quinze, témoignages, réflexion. Chaque jour nous abordions la liberté d'un point de vue nouveau, ce qui nous a permis d’enrichir notre connaissance du sujet mais surtout de ne pas nous ennuyer.

 

En dehors de la philo, notre „Freizeit“ était également bien remplie. Samedi, nous sommes allées a Trêves, ancienne résidence de l’Empereur  romain durant l'antiquité. Nous avons donc commencé la matinée par la visite du musée archéologique –„l’un des plus complets d Europe !“ comme dirait le guide. Nous avons par exemple pu voir le plus gros trésor qu’il nous reste de cette époque.

L'après-midi, nous avons visité la maison de Karl Marx, ou nous avons surtout découvert des choses au sujet de son histoire.

Malgré la pluie, le froid et la fatigue philosophique, nous sommes héroïquement parvenues a trouver assez de motivation pour dévaliser les magasins (en parfaites stoïciennes, nous ne laissions pas les conditions climatiques entraver notre volonté). Dimanche, nous avons quitte l’auberge et repris le train direction Buc pour deux heures de philosophie l'après-midi.

 

PS : Si nous n étés toujours pas convaincu de l'utilité de ce voyage, dites vous que ce fut l occasion de voir notre professeur de mathématiques faire son jogging quotidien.

Deutsch-Französisches Philosophie-Projekt mit dem Lycée Armand Peugeot in Valentigney

von Achim Jung

 

Zur Vorbereitung eines deutsch-französischen Philosophie-Projekts fuhr die Schulleiterin des SGL OStD’ Andrea Meiswinkel in Begleitung des Philosophielehrers Achim Jung nach Valentigney / Doubs in der Region Franche-Comté in Frankreich, um zukünftige gemeinsame pädagogische Projekte vorzubereiten. Michèle Hugel, die Schulleiterin des Lycée Armand Peugeot in Valentigney begrüßte die kleine Delegation aus Landstuhl zur diesjährigen Abiturfeier des Gymnasiums. Die französische Schulleiterin, die selbst deutsche Muttersprachlerin ist, setzt sich sehr für deutsch-französische Schulprojekte ein, genauso wie OStD’ Andrea Meiswinkel, für die die Förderung des Französischunterrichts angesichts der Nähe des Nachbarlandes selbstverständlich ist.

 

 

Die Schulleiterin Michèle Hugel, die Philosophielehrer Thierry Weber und Achim Jung, die Deutschlehrerin Carole Declerck und OStD' Andrea Meiswinkel

Geplant ist zunächst ein gemeinsames Philosophieseminar des Leistungskurses Philosophie mit einer französischen Philosophieklasse aus Valentigney. In Frankreich ist Philosophie für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtendes Hauptfach und schriftliches Prüfungsfach im Abitur. 

Da nun Philosophie in Landstuhl auch als Leistungsfach gewählt werden kann, bietet es sich an, ein gemeinsames deutsch-französisches Philosophie-Projekt zu realisieren. Seit einigen Monaten korrespondieren die Philosophielehrer Thierry Weber auch Frankreich und Achim Jung vom SGL bereits zur Vorbereitung des Projekts, das im nächsten Schuljahr durchgeführt werden soll. Gegenstand des Projekts ist zunächst das gemeinsame Philosophieren und die interkulturelle Begegnung und dann im Besonderen die Förderung des philosophischen Schreibens zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf den jeweiligen Landeswettbewerb Philosophischer Essay in Rheinland-Pfalz und in Frankreich. Die Projektseminare sollen im Herbst in einer Jugendherberge in der Franche-Comté und dann im nächsten Jahr in einer Jugendherberge in der Pfalz stattfinden. Gegenstand der deutsch-französischen Philosophie-Workshops sollen die Themen „Gastfreundschaft“ und „Freiheit“ sein.

Das deutsch-französische Philosophie-Projekt wird voraussichtlich vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, vom Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/Burgund, vom Conseil Régional der Franche-Comté und vom Bundesverband Ethik unterstützt.

Als weiteres gemeinsames Schulprojekt streben beide Schulleiterinnen den Austausch einzelner Schülerinnen und Schüler aus Valentigney und aus Landstuhl an, die im Rahmen des Brigitte-Sauzay-Programms mehrere Monate im jeweiligen Nachbarland in einer Gastfamilie verbringen können.

Den Kontakt mit der französischen Schule hatte eine ehemalige Schülerin des Lycée Armand Peugeot vermittelt, Jessica Akpinar, die in diesem Schuljahr ein Freiwilliges Soziales Jahr in Rheinland-Pfalz abgeleistet hat.

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