Spanisch

Spanisch in (internationalen) Studiengängen

von Tatjana Tonn

 
International anerkannte Sprachzertifikate? Europäischer Referenzrahmen für Sprachen?

Diese Worte hörte ich zum ersten Mal, als Frau B. Rohnstock in der MSS 13 unseren Spanischkurs übernahm. Sie erklärte uns, dass viele Schulen ihre Schüler regelmäßig zu international anerkannten Sprachprüfungen schicken, da diese an Universitäten zunehmend nachgefragt werden und auch bei späteren Arbeitgebern sehr geschätzt sind. Bei den "Diplomas de Español como Lengua Extranjera" (DELE) für Spanisch handelt es sich um Prüfungen, die sich am europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientieren, der vom Europarat entwickelt wurde. Die Prüfung kann auf vier Niveaustufen abgelegt werden, die von B1 (mittlere, fortgeschrittene Sprachkompetenz) bis zu C2 (nahezu muttersprachlichen Kenntnissen) reichen.

Ich stellte mich der Herausforderung und nahm erfolgreich am "Diploma de Español - Nivel inicial" teil, das vom "Instituto Cervantes" (vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut) im Auftrag des spanischen Bildungsministeriums verliehen wird. Für die Teilnahme an der Prüfung habe ich mich entschieden, da ich vorhatte, an der Universität in Trier ein Jurastudium mit internationaler Ausrichtung zu absolvieren und ein solches Sprachzertifikat in internationalen Kontexten aussagekräftiger ist als eine Zeugnisnote. Außerdem können solche Zusatzauszeichnungen bei dem heutigen Konkurrenzdruck um den begehrten Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erhebliche Pluspunkte bringen.

 
Manch einer wird sich vielleicht jetzt die Frage stellen, was man mit Spanisch als 3. oder 4. Fremdsprache auch nach der Schulzeit anfangen kann. Mir ging es nicht anders. Zunächst entschloss ich mich, meine Sprachkenntnisse noch weiter zu verbessern und in der Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn nach Kuba zu gehen, um dort neben der Sprache auch Land und Leute kennen zu lernen. Ich entschied mich für ein Workcamp der Kolpingfamilie, da man hier in einer Gruppe junger und gleichgesinnter Menschen reist und in dem fernen Land nicht vollkommen auf sich alleine gestellt ist. Im Rückblick darf ich sagen, dass diese Wochen zu den schönsten in meinem Leben zählen, da man mit ein bisschen Eigeninitiative von den Einwohnern herzlich aufgenommen wird und an ihrem Alltag teilnehmen darf.

 
Heute studiere ich Jura an der Universität Trier und lerne neben dem deutschen Rechtssystem auch das spanische und angloamerikanische Rechtssystem kennen, wo ich jeweils von muttersprachlichen Juristen unterrichtet wurde.

Spanisch in Studium und Beruf

Wer einen Tipp oder einen Beitrag zum Thema hat, ist hier sehr willkommen!

Mails erwünscht unter: (sickingengymnasium@gmx.de)

 

 

Unsere Spanischlernenden freuen sich über Anregungen. -
Beiträge von (ehemaligen) Schülerinnen und Schülern sind hier gerne gesehen.

 

1)  Beiträge zur Berufswahlorientierung im Fach Spanisch

·       Ein Überblick zusammengestellt von Beate Rohnstock

 

 

2) Beiträge von (ehemaligen) Schülerinnen u. Schülern

·       Internationales Sprachzertifikat in Spanisch und international ausgerichtetes Jurastudium – ein Beitrag von Tatjana Tonn


 

3) Sonstige Beiträge / Links

 

Links zu „Spanisch in Studium und Beruf“:
(weitere Link-Tipps sehr willkommen, Mail s.o.)  

  • Jurastudium mit internationaler Ausrichtung an der Universität Trier :

http://www.uni-trier.de/index.php?id=5596

  • “International Management“ an der HTW Saarbrücken:

http://www.htw-saarland.de/studium/studienangebot/master/IBW_MA

http://www.htw-saarland.de/wiwi/studium/studienangebot/nachweis-der-spracheignung-fur-den-bachelor-studiengang-internationales-tourismus-management/


  • Internationales Tourismus Management an der HTW Saarbrücken:

http://www.htw-saarland.de/studium/studienangebot/bachelor/ITM_BA

Presseartikel zum Fach Spanisch



Spanienfahrt


Sprachzertifikate


Argentinien-Austausch


International anerkannte Sprachzertifikate im Fach Spanisch am Sickingen-Gymnasium

 

Schüler und Schülerinnen mit dem Fach SPANISCH können sich im Rahmen einer AG auf international anerkannte Sprachzertifikate vorbereiten.

 

Die Sprachzertifikate orientieren sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) für Sprachen (siehe Innenseite).

 

International anerkannte Sprachzertifikate sind...

 

  • international vergleichbar
  • europaweit und ab B 1 sogar weltweit anerkannt
  • bei zukünftigen Arbeitgebern sehr geschätzt

 

International anerkannte Sprachzertifikate geben...

 

  • genaue Auskunft über das erreichte Niveau (im Gegensatz zu Zeugnissen)
  • orientieren sich an Alltagssituationen
  • sind lebenslang gültig

 

Weitere Informationen zu den Sprachzertifikaten lesen Sie hier:

Sprachzertifikate (PDF)

Zur Information über die Zertifizierungen der letzten Jahre folgen Sie bitte den Menüpunkten auf der linken Seite.

 

Schülerbegegnung in Spanien


Das Sickingen-Gymnasium Landstuhl bietet bei ausreichendem Interesse Spanischlernenden eine Schülerbegegnung in Spanien an. Da das Sickingen-Gymnasium (noch) keine Austauschschule in Spanien hat, werden unsere Schüler als "zahlende Gäste" in spanischen Familien untergebracht. Ziele waren die nordspanische Stadt León sowie 2009 Valencia. Beide Fahrten fanden bei den Schülern großen Anklang.  


Internettagebücher


Schüleraustausch mit Spanien? – Das wünschen sich viele…

Einen Schüleraustausch mit Spanien wünschen sich viele deutsche Schulen. Die meisten suchen lange oder sogar vergeblich, denn während in Deutschland immer mehr Schüler Spanisch lernen (in anderen Bundes­ländern oft sogar schon als 2. Fremdsprache ab Klassenstufe 7) gibt es in Spanien nur relativ wenige (und von deutscher Seite sehr umworbene) spanische Schulen, die Deutsch anbieten, und an diesen Schulen wiederum eher wenige Schüler, die Deutsch lernen. Was also tun, wenn man seine Elftklässler mit einer Reise nach Spanien belohnen und zum „Durchhalten“ bis Klassenstufe 13 motivieren möchte?

 

Mit einem Billigbus an die Costa Brava?

Eine Bus- / Flugreise an die Costa Brava ist zwar zumeist günstig – doch was lernen die in einer Touristenbetonburg untergebrachten Schüler über das spanische Alltagsleben? Wenig! Von einem Gewinn für die Spanisch­kenntnisse kann in einer solchen deutsch-/englisch-/russisch- bestenfalls noch katalanischsprachigen Umgebung ebenfalls kaum die Rede sein.

 

KarteWie sollte - aus Spanischlehrersicht  - das Zielgebiet für eine Spanienfahrt also sein? Kulturell interessant, spanischsprachig (möglichst spanische Hochsprache) sowie aus Sicherheitsgründen eine niedrige Kriminalitätsrate aufweisend.
Damit die Lernenden dort nicht nur ihre Sprache – sondern auch ihre interkulturelle Kompetenz erweitern, sollte das Zielgebiet zum einen ein für Jugendliche interessantes Ambiente bieten, zum anderen nicht gerade von ausländischen Touristen / Studenten überlaufen sein, so dass ein intensiver Kontakt zu Spaniern und zur spanischen Alltagskultur möglich wird.

 

Warum „Schülerbegegnung“? Welches Konzept hat die Fahrt?

Das Konzept der Spanienfahrt in Jahrgangsstufe 11 sieht vor, dass die Lernenden als „zahlende Gäste“ in spanischen Familien, vermittelt durch ein spanisches Sprachenzentrum, untergebracht und bei ihrer „Entdeckungsreise“ durch die Stadt und das spanische Alltagsleben von Dozenten des Sprachenzentrums begleitet werden. Als ergänzendes Programm sind neben Besichtigungen Ausflüge, Kino, Tapasbummel sowie weitere Freizeitaktivitäten vorgesehen.

Darüber hinaus bemühe ich mich, Kontakt zu einer spanischen Schule vor Ort herzustellen, so dass die Landstuhler Gymnasiasten die Gelegenheit haben, sich mit gleichaltrigen spanischen Schülern auszutauschen.

 

Wie bewerteten Schülerinnen und Schüler auf ihren (anonymen) Feedbackbögen die Fahrten?

Die Jugendlichen fühlten sich zum einen sowohl in der Universitätsstadt León als auch in Valencia sehr wohl.  Die Gegensätze aus mittelalterlichen Gassen und neuen, modernen Vierteln mit großzügig angelegten Parks fanden großen Anklang. Gelobt wurde auch das Sprach-, Kultur- und Freizeitprogramm. Mit ihren ausgesprochen gastfreundlichen und um sprachliche Verständigung sehr bemühten spanischen Familien waren fast alle außerordentlich zufrieden. Die sprichwörtliche spanische Offenheit, Großzügigkeit und Gelassenheit im Umgang mit Zeit, der ganz andere Tagesablauf, Fahr- und Wohnstil, Lärmpegel, etc. haben bleibende Eindrücke hinterlassen, so dass die eigene Kultur hinterfragt und teilweise neu bewertet wurde.

 

Fazit: Solange keine Austauschschule in Spanien gefunden wird, stellen diese Fahrten – obwohl teurer als ein Schüleraustausch – für Schüler eine gute Alternative dar, ihre Spanischkenntnisse anzuwenden, zu intensivieren und gleichzeitig ihre interkulturelle Kompetenz um eine (spanische) Facette zu erweitern.


                                                                           Beate Rohnstock

Inhalt abgleichen