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Der Revisor 2007 Bericht

Neue Komödie der panTheater AG des Sickingen-Gymnasiums: „Der Revisor"

 

Für ihre diesjährige Aufführung hatte sich die panTheater Ag des Sickingen-Gymnasiums Landstuhl erneut einen Klassiker der Weltliteratur ausgesucht:  Nachdem in der Vorjahren mit  Peter Shaffers „Black Comedy", Frank Wedekinds "Frühlingserwachen" und Beaumarchais'  "Die Hochzeit des Figaro" Werke der englischen, deutschen und französischen Literatur aufgeführt worden waren, präsentierte die panTheater AG unter der Leitung von Marita Groß und Thomas Neukirch ein  russisches Stück. Die aus dem Jahre 1835 stammende Komödie "Der Revisor" von Nikolai Gogol wurde im Mai 1836 mit großem Erfolg in Moskau uraufgeführt und begeisterte auch die Zuschauer am Sickingen-Gymnasium -  nicht zuletzt wegen der Akteure, die mit viel Spielfreude und großer Textsicherheit die Bewohner einer kleinen russischen Provinzstadt darstellten und beste Unterhaltung boten.  Die Stadt gerät in Aufruhr, als die Nachricht vom anstehenden Besuch eines Kontrollbeamten, eines inkognito reisenden Revisors, verbreitet wird. Die Beamten des Städtchens geraten in Panik, schließlich hat sich ein jeder von ihnen schon einmal bestechen lassen, Schmiergeld bezahlt oder seine Arbeit nicht verrichtet. Zur selben Zeit weilt Chlestakow (Erik Westbrook), ein junger Mann aus Sankt Petersburg, nun schon seit zwei Wochen in dem Gasthaus des Ortes ohne seine Rechnungen zu bezahlen. Grund genug für zwei Bewohner der Kreisstadt, Bobtschinskij  (Johannes Schmitt) und Dobtschinkij (Andre Kamp), direkt Verdacht zu schöpfen, es könne sich bei dieser Person um den angekündigten Revisor handeln. Und so beginnen die köstlichen Irrungen und Wirrungen, die das gesamte Stück mit sich bringt, denn natürlich ist Chlestakow kein Revisor, nutzt aber schnell die Situation aus, von jedem Bestechungsgeld anzunehmen und eine exklusive Sonderbehandlung zu genießen. Untermalt wird das ganze Geschehen noch von der Dreistigkeit Chlestakows, der an der Frau des Bürgermeisters genauso wie an dessen Tochter großen Gefallen findet und sich keinen Spaß nehmen lässt, dann aber früh genug abreist und die Bürger als Gelackmeierte zurückläßt.

Die 19 Akteure, allen voran Erik Westbrook als Chlestakow und Christian Klees als Bürgermeister mit dem klangvollen Namen Anton Antonowitsch Skwosnik-Dmuchanovskij, begeisterten das Publikum. Die doppelt besetzten Rollen der Frau des Bürgermeisters, Anna Andrejewna,  und der Tochter, Marja Antonowna , wurden von Nina Radl/Kate Utzschneider  und Laura Wilking/Sevtap Cevirgen temperamentvoll und höchst unterhaltsam interpretiert. Überzeugen konnten auch die Beamten wie beispielsweise die Dänisch sprechende Bezirksärztin (Lisa Rossel) und der jagdbegeisterte Richter Amos Fjodorowitsch (Michael Hauck), sowie der ständig nervöse Schuldezernent Hesowskij (Maximilian Pallmann)  und die sehr von sich eingenommene Krankenhausverwalterin (Stephanie Frazier / Carolin Donauer). Dazu gesellt sich die neugierige und äußerst energisch auftretende Poststellenleiterin (Julia Stahl). Sie alle werden „Opfer" Chlestakovs und seines gewitzten Dieners Osip (Felix Krück), deren Anwesenheit sie dazu verführt, sich selbst zu entlarven. Alle Rollen, auch die der weniger wichtigen Bewohner der Kreisstadt - seien es nun die Kaufleute (Lino Phieler, Bo Repplinger, Manuel König), der Polizeichef (Patrick Heilman / Bastian Kassel), die schnippische Kellnerin Mischka (Louisa Mosemann), das ständig herumgescheuchte Hausmädchen Marfa (Ann-Kathrin Lickteig), die auf Geheiß des Bürgermeisters ausgepeitschte Unteroffizierswitwe (Lisa Wernick) - waren hervorragend besetzt und wurden von den Schauspielern glänzend dargestellt.

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