Chemie

Leben mit Chemie: Landeswettbewerb 2016

Schüler des Sickingen-Gymnasiums erfolgreich beim Landeswettbewerb 2016

 

Beim diesjährigen Landeswettbewerb Chemie zur Thematik „ExperimenTEE“ haben Julian Schösser (6b), Vincent Bleymehl (9c), Philipp Ikkert (9c), Philipp Luzius (9c) und Mathias Schösser (10 c) Experimente rund um schwarzen Tee und Früchtetee entwickelt und durchgeführt sowie ihre Ergebnisse dokumentiert und ausgewertet.

Vinecent, Philipp und Philipp erhielten für ihren sehr guten Wettbewerbsbeitrag eine Siegerurkunde, Julian und Mathias wurden sogar mit einer Ehrenurkunde und einem Buchgutschein in Höhe von 30 Euro für ihre hervorragende Arbeit belohnt. Betreut wurde die diesjährige Wettbewerbsrunde von Herrn Bach und Herrn Dr. Reinhold.

Unsere Chemieräume

Wir verfügen über zwei Chemieräume. Beide Räume verfügen über Abzug, Gas- und Wasseranschluss, Beamer, Computer mit Internetzugang und ein großes Periodensystem der Elemente. Mit Hilfe einer Präsentationskamera lassen sich Experimente oder Ergebnisse aus Gruppenarbeitsphasen mittels Beamer projizieren.

Raum 401 ist unser Raum für Demonstrationsexperimente und einfachere Schülerversuche. Die Tische sind beweglich, was Gruppenarbeiten und Lernzirkel ermöglicht.

Raum 408 ist unser eigentlicher Raum für Schülerexperimente. Der Abzug ist beweglich, so dass er an zentraler Stelle positioniert werden kann. Die Schülertische verfügen über Gas- Strom- (Netzspannung und regelbare Spannung im Niedervoltbereich) und Netzwerkanschlüsse.

Chemieunterricht am Sickingen-Gymnasium

Experimente stellen die grundlegende Methode naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns dar und auch am Sickingen-Gymnasium sind sie zentraler Bestandteil unseres Chemieunterrichts. Hier verfolgen wir oft das Prinzips des problem- oder alltagsorientierten Unterrichts, da er sich aus dem Drang der Lernenden nach Verstehen wollen begründet und an das Vorwissen unserer Schülerinnen und Schüler anknüpft. Damit einhergehend erfolgt der Zugang zum chemischen Fachwissen über kontextorientierte Themenfelder wie „Von der Saline zum Kochsalz“ oder „Vom Erz zum Metall“. Eine ganz wesentliche Rolle spielen hierbei auch Schülerexperimente, da sie wesentliche Kompetenzbereiche wie Fachwissen, Erkenntnisgewinnung oder
Kommunikation bei den Schülerinnen und Schülern zu fördern vermögen. Dank unserer modernen Chemieräume sind wir am Sickingen-Gymnasium in der Lage, Schülerexperimente kontinuierlich vom Anfangsunterricht in Klassenstufe 8 bis in die Chemiekurse der Mainzer Studienstufe anzubieten. In der Oberstufe bieten wir regelmäßig Grund- und Leistungskurse an.

Chemie – eine Naturwissenschaft

 

Chemie – eine Naturwissenschaft mit Tradition und Zukunft

 

Die Chemie als Naturwissenschaft wie wir sie heute kennen hat ihre Wurzeln bereits etwa 1000 v. Chr. in Vorderasien, Ägypten und Griechenland. Dort gelang es Menschen erstmals aus Erzen reine Metalle wie etwa Gold, Silber oder Eisen zu gewinnen. Aus der Verbindung dieser antiken chemischen Praxis mit der mittelalterlichen Alchemie entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert die moderne Chemie zu einer exakten Naturwissenschaft.

Heute ist die Chemie als Wissenschaft allgegenwärtig. Alle Stoffwechselvorgänge des Lebendigen, also auch in unserem Körper, lassen sich nur als chemische Reaktionen richtig verstehen. Stoffumwandlungen finden aber auch beim Kochen oder Braten statt, was oft zum typischen Aroma der zubereiteten Speisen beiträgt. Haare färben, Wäsche waschen, heizen oder Auto fahren wären in der heutigen Form ohne die Chemie undenkbar. Produkte aus dem Sport- und Freizeitbereich wie Rennräder mit kohlefaserverstärkten Rahmen, Outdoorjacken oder Skier sind ebenfalls Produkte moderner chemischer Forschung und Industrie.

Dass die Chemie eine zukunftsweisende Wissenschaft ist, zeigt sich nicht zuletzt in den Anforderungen an die Energiewende und der drastischen Reduktion von klimaschädigenden Gasen wie Kohlenstoffdioxid. Hier steht insbesondere die Forschung an effizienten und kostengünstigen Akkus – wie etwa Lithium-Ionen-Akkumulatoren im Bereich der Elektromobilität – im Fokus der aktuellen Forschung.

Untersuchungen zur Effizienz elektrochemischer Stromspeicher

 

Untersuchungen zur Effizienz elektrochemischer Stromspeicher, Facharbeit im Jahr 2015 von Patricia König!

Die vollständige Fassung als PDF sehen Sie hier!

Leistungskurs Chemie in der BASF

Der Chemie Leistungskurs der MSS 13 von Herrn Dr. Reinhold besuchte am 11.02.2016 den weltweit größten Chemie-Verbundstandort, die BASF(Badische Anilin- & Soda-Fabrik) in Ludwigshafen. Unsere Exkursion begann morgens um 7:40 Uhr am Bahnhof in Landstuhl. Nach der Zugfahrt, welche wie im Flug verging, kamen wir in Ludwigshafen an. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir gegen halb zehn das Besucherzentrum des Konzerns. Kaum dort angekommen empfing uns schon unserer Führerin, Frau Dr. Busch. Die Führung begann auch direkt im besagten Gebäude. Eine der Besonderheiten war zum Beispiel das Interaktive Periodensystem. In diesem war jedes Element enthalten, außer den radioaktiven und dem hoch reaktiven Fluor. Man konnte diese anfasse, anschauen und der Computer konnte nähere Informationen über das Element wie Herkunft und Aggregatzustand verraten. Danach wurde uns der in Windeln oder Autositzen verwendete Superabsorber vorgestellt, der das Vielfache seines Volumens an Flüssigkeit aufnehmen kann. Nachdem die Führung durch das Besucherzentrum beendet war, wurden wir von einem Bus über das Werksgelände gefahren. Unser erster Halt war die Rückstandsverbrennungsanlage. Ludwigshafen ist ein Verbundstandort, das bedeutet über 90% der Rückstande aus der Produktion können weiterverarbeitet werden und nur ca. 5% müssen schlussendlich verbrannt werden. Bei diesen Rückständen kann es sich sowohl um Feststoffe, Gase als auch Flüssigkeiten handeln. Deshalb kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass die BASF deutlich umweltbewusster ist als von vielen angenommen. Die Öfen sind mit Schamott-Steinen ausgekleidet. So können sie den enormen Temperaturen 24 Stunden, 7 Tage die Woche standhalten. Diesen Vorgang des Verbrennens konnten wir sowohl in der Verbrennungsanlage direkt als auch in der Steuerungszentrale über Kameras verfolgen. Nach einer Abschlussrunde mit einer Fachkraft aus diesem Bereich ging die Rundfahrt weiter. Auf dem Weg zur nächsten Haltstelle, dem Sicherheitshafen, bekamen wir die Möglichkeit das komplette Gelände, sprich andere Produktionsnetze und das firmeninterne Bahnnetz, zu sehen. Am Sicherheitshafen angelangt, wurde uns erklärt wie giftige Chemikalien mit einer Luftschleuse gehindert werden, in den Rhein zu gelangen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit mussten wir danach zum Mittagessen. In der Kantine der BASF erwartete uns eine große Auswahl an Speisen und ein Nachtisch, der uns großzügiger Weise spendiert wurde.

 

Lukas Wagner & Christopher Ambis

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