Deutsch

Jugend debattiert 2014/15: Erfolge besonders in der Sekundarstufe I

 

Beim Wettbewerb "Jugend debattiert" im Schuljahr 2014/15 konnte das Sickingen-Gymnasium Landstuhl insbesondere in der Sekundarstufe I besondere Erfolge erzielen. Folgen Sie bitte den Links!

 

 - Jugend debattiert 2014/15: Regionalentscheid in KL

Nachwuchsdebattanten messen sich im Großen Ratssaal: Sebastian Westrich vom Sickingen-Gymnasium wird Sieger in seiner Altersklasse:

Der Große Ratssaal des Rathauses der Stadt Kaiserslautern war am 24.02.2015 fest in der Hand von Schülerinnen und Schülern. Wo sonst der Stadtrat oder die Ausschüsse der Stadt tagen und debattieren, tauschten die besten Nachwuchsdebattanten aus Stadt und Landkreis beim Regionalverbundwettbewerb „Jugend debattiert“ ihre Argumente aus. „Alle, die sich hier heute qualifiziert haben, haben bereits Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewiesen. Sie alle sind bereits Gewinner!“ so der Leiter des Referates Schulen, Peter Krietemeyer, der die Schülerinnen und Schüler auch im Namen von Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel ganz herzlich im Rathaus begrüßte. Moderiert wurde die von Anja Nauerz, der Regionalleiterin von „Jugend debattiert“, organisierte Veranstaltung von Max Sprengart vom OK Kaiserslautern.

 

Vertreten waren das Hugo-Ball-Gymnasium und das Leibniz-Gymnasium aus Pirmasens, das Sickingen-Gymnasium aus Landstuhl sowie das Albert-Schweizer-Gymnasium, das Gymnasium am Rittersberg und die St. Franziskus Realschule und Gymnasium aus Kaiserslautern. Die jeweils vier Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II, die gegeneinander antraten, hatten sich zuvor durch Siege beim jeweiligen Klassen- und Schulwettbewerb für die Teilnahme qualifiziert.

 

 

Ein ganz besonders aktuelles Diskussionsthema erwartete die Debattanten aus der Sekundarstufe II. Viktoria Degen und Janna Steinebach vom Gymnasium am Rittersberg, Christoph Braun vom Leibniz-Gymnasium sowie Kim Lewandowski vom ASG debattierten über das Thema „Sollen von unserer Stadt mehr Flüchtlinge aufgenommen werden?“. Das Thema war den vier Teilnehmern vorher bekannt, nicht jedoch ihre Diskussionsposition. Per Losentscheid bekamen Degen und Braun die Pro-Position zugewiesen, Steinebach und Lewandowski die Contra-Position. Noch vor der Debatte durften die Schülerinnen und Schüler im Publikum über die Frage abstimmen – wobei sich eine überwältigende Mehrheit für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aussprach. Lediglich sechs der rund 150 Anwesenden stimmten dagegen.

 

Die vier Debattanten erwiesen sich sodann als bestens informiert und hatten neben aktuellen Flüchtlingszahlen, Beispielen aus dem Bundesgebiet und asylrechtlichen Fakten auch die neuesten Entwicklungen in Kaiserslautern parat, so etwa die Teilbürgerversammlung am vergangenen Freitag zum Thema Kreiswehrersatzamt. Viktoria Degen und Christoph Braun argumentierten für die Unterbringung 

weiterer Flüchtlinge. Degen verwies auf die gute 

Wirtschaftssituation in Deutschland und zog historische 

Vergleiche: „Auch viele Deutschen mussten einst fliehen und wurden in ihrer neuen Heimat willkommen geheißen.“ Es könne zudem nicht sein, dass man die südeuropäischen Länder mit den wachsenden Flüchtlingszahlen allein lasse. Braun wies darauf hin, dass Deutschland, gerechnet auf die Einwohnerzahl, im europäischen Vergleich deutlich weniger Flüchtlinge aufnehme als etwa Schweden. Ohne Migranten sei es zudem schwierig, dem demografischen Wandel entgegen zu wirken.

 Sebastian Westrich, Sieger in seiner Altersklasse

Kim Lewandowski und Janna Steinebach argumentierten mit der Finanzlage der Stadt Kaiserslautern gegen die Unterbringung weiterer Flüchtlinge und sprachen sich für ein stärkeres Engagement vor Ort in den Krisengebieten aus. „Es geht nicht darum, ob man den Menschen hilft, sondern darum, wie man ihnen hilft“, so Lewandowski. Außerdem seien hier vor Ort „in der breiten Masse der Bevölkerung“ Ängste zu spüren, die nicht vernachlässigt werden dürften. Sogar Anschläge seien zu befürchten. Darauf entgegnete Braun, dassdie Politik, wie am Freitag in Kaiserslautern geschehen, 

in Versammlungen das Gespräch mit den Bürgerinnen 

 

und Bürgern suchen müsse. „Dadurch lassen sich Ängste abbauen.“ Am Ende gewannen Kim Lewandowski (Platz 1) und Christoph Braun (Platz 2).

In der Sekundarstufe I lautete das Thema „Soll die Teilnahme an Bundesjugendspielen auch für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-10 freiwillig sein?“. Dabei gewannen Sebastian Westrich vom Sickingen-Gymnasium (Platz 1) und Frederik Schmidt vom ASG (Platz 2). Die Plätze 3 und 4 belegten Jana Bäuerle vom Gymnasium am Rittersberg und Vasco Silver vom Sickingen-Gymnasium.

 Vasco da Silver in der Debatte

 

Die vier Sieger treten nun am 22. April beim 

Landesfinale im Landtag in Mainz an, wofür sie in einem dreitägigen Seminar besonders geschult werden. Das Bundesfinale steigt dann am 27. Juni in Berlin. Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ findet Jahr für Jahr unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten statt. Die Debattenthemen werden von den Organisatoren festgelegt und sind bundesweit identisch.

 

 

Ada Haen und Denise Rieth als Jurymitglieder

Erika Rosenberg (Hg.) Ich, Emilie Schindler - Erinnerungen einer Unbeugsamen: "Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt."

Erika Rosenberg spricht in der Aula des Sickingen-Gymnasiums vor sichtlich ergriffenen Schülerinnen und Schüler über ihr Buch: "Ich, Emilie Schindler - Erinnerungen einer Unbeugsamen".

In Ihrem Vortrag geht sie weit über das hinaus, was in "Schindlers Liste", dem Spielfilm von Steven Spielberg transportiert wird.

 

"Emilie Schindler, die genauso wie ihr Mann Oskar ihr Leben einsetzte, um über 1 300 Juden während der Naziherrschaft vor dem sicheren Tod zu retten, lebte nach dem Krieg, jahrzehntelang fast völlig vergessen, in Argentinien. Nach einem Leben in großer Armut erhielt sie, erst sehr viel später als ihr Mann, finanzielle Unterstützung und offizielle Ehrungen besonders von israelischer und deutscher Seite. In ihren Erinnerungen erfahren wir von der Schreckensherrschaft der Nazis aus ihrer Sicht. Es wird uns aber auch ganz unprätentiös die Heldin Emilie Schindler als Mensch nahe gebracht - eine Heldin, von der viele glauben, dass sie im Schatten ihres Mannes stand und damit ein nicht untypisches Frauenschicksal erlitt."

Quelle: Klappentext des vorgestellten Buches

 

Zur Autorin:

Prof. Erika Rosenberg-Band (geb.1951 in Buenos Aires/ Argentinien), selbst Nachfahrin deutscher Juden,

die nach Argentinien ausgewandert sind, ist Schriftstellerin, Dolmetscherin, Journalistin, Dozentin,

und Biographin von Emilie und Oskar Schindler.

Frau Prof. Rosenberg-Band hat Emilie Schindler 1990 persönlich kennen gelernt und mit ihr intensive

Gespräche geführt, was nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch zahlreiche Veröffentlichungen

zur Folge hatte. Emilie Schindler übertrug Erika Rosenberg alle Rechte ihres Mannes Oskar und

ihrer Geschichte im Jahr 2000. Als Emilie Schindler starb, wurde Rosenberg eine ihrer Erben. Heute

hält Erika Rosenberg Vorträge in aller Welt, um an das Erbe von Emilie und Oskar Schindler zu erinnern

und insbesondere die junge Generation dazu aufzufordern, mutig zu agieren und Zivilcourage zu

zeigen.

Prof. Rosenberg-Band lebt in Buenos Aires, wo sie als Dozentin der zukünftigen Diplomaten im argentinischen Auswärtigen Amt tätig ist. Sie ist Autorin mehrerer Bücher in spanischer und deutscher

Sprache. Alljährlich verbringt sie im Rahmen von Vortragsreihen ein halbes Jahr in Europa.


"Die Spur des Elefanten" - Die Autorin Nasrin Siege am Sickingen-Gymnasium

Die Autorin Nasrin Siege stellte am 17.06.14 am Sickingen Gymnasium Landstuhl ihr erst im März erschienenes Buch "Die Spur des Elefanten" vor. Die Autorenlesung begann mit einer PowerPointpräsentation über Afrika, das Thema des Buches. Die Autorin lebt selbst in Afrika und zeigte bei der Vorlesung die große Tier- und Pflanzenvielfalt und das Leben in Afrika. Ihr Buch hat 161 Seiten mit Worterklärungen und 26 Kapitel. Es handelt sich in dem Buch "Die Spur des Elefanten" um zwei Jungen, namens Zawadi und Omari, die sich auf die Suche nach den echten rücksichtslosen Wilderern machen, die einen Elefanten getötet haben. Der Verdacht des Morders fällt auf Omaris Vater, deshalb begeben sich die beiden Freunde auf eine gefährliche Suche. Nach der Präsentation las Nasrin Siege den anwesenden Lehrern und dem fünften und sechsten Jahrgang das zehnte Kapitel vor. Als Letztes durften die Schülerinnen und Schüler der Autorin noch persönliche Fragen zum Buch und zum Leben in Afrika stellen. Das Vorbild für die zwei Jungen im Buch waren zwei Jungen von der Straße aus Tansania, die noch nie Wildtiere gesehen hatten. Sie erzählten ihr Geschichten und gaben ihr Eindrücke für das Buch. Das Buch erzählt auch von der Freundschaft und ist geschrieben, um die Menschen auf die Wilderei hinzuweisen, damit diese aufhört. Da die Autorin in Afrika viele Projekte unterstützt und vor Ort hilft, haben die Jugendlichen Spenden gesammelt, die jetzt dort den armen Kindern zu Gute kommen.

 

 Nicole Rudi

Inhalt abgleichen