Deutsch

Wolkenfantasien der Klasse 5b

In der Lektüre „Der Sprachabschneider“ geht es um den kleinen Paul, der auf dem Schulweg fantastische Träumereien erfindet und in den Wolken Riesenbäume, Lokomotiven,  Elefanten und gemütliche Wolkenbetten sieht.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b haben diese Wolkenfantasien nachgestaltet und ihre Ergebnisse in der Bibliothek präsentiert.

 

 

 

 

Die roten Reporter unterwegs bei Explore Science

Die Klasse 6a besuchte am 28. Juni 2013 die naturwissenschaftlichen Erlebnistage Explore Science im Luisenpark in Mannheim.

 

Als wir nach einer zweistündigen Fahrt in Mannheim ankamen, wussten wir noch nicht, dass ein spannender Tag auf uns wartet.

In der Baumhainhalle des Luisenparks bekamen wir zunächst von den Reportern Andrea Liebers und Stefan Zeeh unsere Reporterutensilien, die aus einem Block, einem Stift und einem einheitlichen T-Shirt bestanden. Nach einem Gruppenfoto, ging es auch schon los. Wir machten eine kurze Teambesprechung, in der die einzelnen Aufgaben verteilt wurden.

 

 

Explore Science findet jedes Jahr zu einem anderen naturwissenschaftlichen Thema statt und wird von der Klaus Tschira Stiftung organisiert. Dieses Jahr war das Thema „Faszination Erde“. Viele spannende Vorträge, Wettbewerbe und Ausstellungen wurden rund um das Thema Erde präsentiert. An jedem Veranstaltungstag wird eine andere Klasse als Reporterklasse ausgesucht, die zu einem Veranstaltungstag eine Zeitung erstellen kann- den Science Express.

Dafür wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt und bearbeiteten unterschiedliche Aufgaben. Nach einem kleinen Vortrag zu den verschiedenen journalistischen Textsorten, schwärmten wir aus und sammelten Informationen zu unseren Themen. Zwei Gruppen haben als Fotoreporter Bilder für unsere Artikel geschossen, andere Gruppen interviewten Wissenschaftler zu dem Thema Erde und wieder andere probierten verschiedene Workshops aus. Die fertigen Berichte mussten wir abtippen und unserem Chefredakteur Stefan Zeeh überlassen. Danach war Redaktionsschluss und wir durften uns frei bewegen, während unsere Zeitung in den Druck ging. In der Pause haben wir uns umgesehen, beim Bühnenprogramm mitgemacht oder die Karpfen bei einer Bootstour gefüttert.

Doch danach ging der Stress schon weiter! Wir mussten unsere Zeitungen falten und im Luisenpark an die Besucher verteilen. Damit endete unser spannender Tag als Reporterklasse.

In unserem Deutschunterricht haben wir uns mit Frau Spitz mit den verschiedenen journalistischen Textsorten auseinandergesetzt und konnten bei dieser Veranstaltung unser Können unter Beweis stellen.  Es war ein stressiger, aber wunderschöner Tag!

 

Download der Zeitung

 

Von Hannah Bertram, Karolin Grub, Lara Hoppstädter, Rita Kassel und Nele Vollmer. Das Bild zeigt die Klasse 6a mit Herrn Rippel und Frau Spitz.

„Applaus, Applaus für deine Worte“

Endlich war es wieder soweit. Am vergangenen Samstag stand für uns ein Debattierwochenende auf dem Plan. Nach einer anstrengenden Saison im Wettbewerb von Jugend debattiert, bei dem in diesem Jahr Theresa bis nach Mainz für uns am Start war, wollten wir uns nochmal treffen, um die Zeit ganz ohne Stress unserer Lieblingsbeschäftigung, dem Diskutieren, zu widmen.

Los ging es am Samstag auf der Burg Thallichtenberg in Kusel mit Rhetorikspielen in der Sonne. Nach einem Picknick von Muffins bis Dips, wurde erst einmal über Erlebtes der letzten Wochen geplaudert und gelacht. Über die nächste Streitfrage „Sollen Gymnasiasten ab 16 Jahren ihr Taschengeld selbst erwirtschaften?“ wurde schon vor der Debatte heftig gestritten, da dieses Thema uns unmittelbar betraf. Dann durften unsere talentierten Debattierneulinge ran und es wurde argumentiert und bewertet.
Da der Spaß an diesem Wochenende auf keinen Fall zu kurz kommen sollte, verbrachten wir den restlichen Tag mit einem chaotischen Volleyballspiel ohne Netz und saßen dann mit der Gitarre auf den Felsen rund um die Burg, schauten den herrlichen Sonnenuntergang an und sangen. Bis spät in die Nacht genossen wir die tolle Atmosphäre in unserer Gruppe.
Sonntags nach dem Frühstück ging es ans Präsentieren. Aufgabe war es, beim „Medienkaraoke“ aus verschiedenen unbekannten Powerpointfolien ein Referat zu zaubern, wobei es hauptsächlich um selbstbewusstes Auftreten ging und nicht auf den Inhalt ankam. So war das Gesagte zwar weniger logisch, jedoch umso amüsanter.
Auch versuchten wir uns ein wenig im Dichten und schrieben einen Song, mit dem wir uns bei unseren Lehrerinnen Frau Zahler und Frau Voigt für die tolle Motivation und Unterstützung während des Wettbewerbs bedankten. Leider mussten wir uns nach diesem emotionalen Dankeschön wieder auf den Weg nach Hause machen. Doch gingen wir mit tollen Erlebnissen und Erfahrungen im Gepäck, an die wir uns beim nächsten Debattierwochenende gerne erinnern werden.

Theresa Perschke verpasst nur ganz knapp das Landesfinale

 

Bei der Qualifikation zum Landesfinale „Jugend debattiert“ am 17.04.2013 in Mainz überzeugte Theresa Perschke Gäste und Jury und belegte einen hervorragenden fünften Platz. Nur zwei Bewertungspunkte trennten sie vom Einzug ins Landesfinale.

  

Die Rheinpfalz vom 18.04.2013 schreibt dazu:

 

Ciceros Nachfahren

Im Landesfinale von „Jugend debattiert“ qualifizieren sich zwei Pfälzer Schüler für den Entscheid in Berlin

MAINZ (kad). Der Landtag in Mainz ist ein guter Ort für Debatten. Er strahle eine gewisse Gemütlichkeit aus, sagte Maximilian Pollini, Abiturient des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Speyer. Mit dieser Einstellung gewann er gestern das Landesfinale von „Jugend debattiert“. Ebenfalls gewonnen hat Lena Wensch aus Bad Bergzabern. Zusammen mit den beiden Zweitplatzierten fahren sie zum Bundesentscheid nach Berlin. Bereits um acht Uhr begann für die 32 Wettbewerbsteilnehmer der Debattenmarathon in der Landeshauptstadt. Sie hatten sich unter 5900 Schülern, die aus Schulen des ganzen Landes teilgenommen haben, auf regionaler Ebene durchgesetzt. Bei einem dreitägigen Seminar in Bingen verfeinerten sie vor dem Landesentscheid ihre Kunst von Rede und Gegenrede. Nach Mainz kamen sie mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, die sie unterstützt haben, in die Fußstapfen des berühmtesten der römischen Redner, Cicero, zu treten. Die Debattenthemen waren vorgegeben. Jeweils zwei Redner vertraten die Pro- und zwei die Contraseite. Das Niveau war dem Plenarsaal würdig, der Umgangsstil war besser als es im Landtag üblich ist. Die Themen waren hochpolitisch. Erdgas-Fracking hat die 101 Abgeordneten des Mainzer Landtages auch schon beschäftigt. Debatten um den Datenschutz im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook gibt es ebenfalls regelmäßig an diesem Ort.

Im Finale mussten sich die Mittelstufenschüler am Nachmittag darüber streiten, ob personalisierte Werbung im Internet verboten werden sollte oder nicht. Lena Wensch vertrat zusammen mit dem Mainzer Debattanten Marvin Schmicking die Gegenseite sehr überzeugend. Das hob Landtagspräsident Joachim Mertes (SPD) in seiner Würdigung hervor. Er gehörte der Jury an und bekannte freimütig, dass er persönlich eher für ein solches Verbot wäre. Die Pro-Seite wurde von Klara Pippart vom Pirmasenser Hugo-Ball-Gymnasium und von Dennis Feldmann aus Koblenz verteidigt.

Die Debattanten aus der Oberstufe mussten im Finale darüber streiten, ob diejenigen, die keine Kirchensteuer zahlen, zu einer sozialen Zwangsabgabe herangezogen werden sollen. Der spätere Sieger Pollini und Stefanie Müller aus Bad Bergzabern waren die Gegner dieses Vorstoßes. Sie zogen das ganze rhetorische Register: Persönlicher Betroffenheit, sie griffen Argumente des Gegners auf, lobten ihn sogar, bevor sie ein großes „Aber“ formulierten. Am Ende siegten ein Vertreter der Contra- und einer der Pro-Seite, Jonas Christ aus dem Kreis Bad-Kreuznach, fährt ebenfalls nach Berlin.

 

Den Artikel als PDF finden Sie hier!

"Zwei Jahre kein Lebenszeichen" aus der RHEINPFALZ vom 17.04.2013

LANDSTUHL: Buddy und Gerti Elias erinnern an die Geschichte der jüdischen Familie Frank

Von Monika Klein

Die Zeit des Nationalsozialismus erscheint jungen Menschen häufig weit entfernt. Rassismus, Judenverfolgung und Holocaust sind für sie abstrakte Begriffe, die mit ihrem heutigen Leben nur wenig oder nichts gemeinsam haben. Buddy Elias, letzter direkter Verwandter von Anne Frank, und seine Ehefrau Gerti gaben bei ihrer gestrigen Lesung im Sickingen-Gymnasium teils bedrückende Einblicke in diese Zeit und ihre ganz persönliche Familiengeschichte.Ein Zufallsfund auf einem Dachboden in Basel bildete die Grundlage für das Buch „Grüße und Küsse an alle“ der Autorin Mirjam Pressler, aus dem das Schweizer Ehepaar rezitiert. Entstanden ist es aus mehr als 6000 Briefen, Dokumenten und Fotos der Familie Frank, die Gerti Elias in alten Schränken und Kisten entdeckt hatte. Der Buchtitel bezieht sich auf eine in der Familie übliche Grußformel auf Briefen. Gespickt mit Erläuterungen, Erzählungen und persönlichen Erinnerungen lässt das Werk eine Zeit lebendig werden, die von der Ungewissheit über das Schicksal einzelner Familienmitglieder geprägt war.Buddy Elias, der mit seiner Familie noch vor der Machtergreifung Hitlers von Frankfurt in die neutrale Schweiz gezogen war, erinnert an den „ominösen Tag“, die Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933. Dieser hatte Folgen für die Schwestern Anne und Margot Frank. „Margot war sehr gescheit, aber sie wurde vom Lehrer ganz nach hinten gesetzt“, berichtet Elias. Weiter beschreibt der 87-Jährige Demütigungen, Beleidigungen und tätliche Übergriffe gegenüber jüdischen Schülern.

„Wenn’s Judenblut vom Messer spritzt, dann geht’s noch mal so gut.“ Dieses Lied, das die SA-Horden auf den Straßen grölten, habe den Ausschlag dafür gegeben, dass die Franks nach Holland auswanderten. Dort scheinen sie zunächst sicher vor Verfolgung. Doch ihre Lage ändert sich, als Margot in ein Arbeitslager gebracht werden soll. Sie leben in einem Versteck, abgeschnitten von der Außenwelt. „Wir haben zwei Jahre lang kein Lebenszeichen bekommen. Wir wussten nicht, was mit ihnen ist“, berichtet Elias. Aus dieser Zeit stammt das Tagebuch der Anne Frank.

Auf den Verrat folgen die Transporte in Arbeits- und Konzentrationslager. Es folgen ergreifende, bewegende und erschütternde Schilderungen über das Auseinanderreißen der Familie. Mutter Edith und ihre beiden Töchter gehen daran zugrunde. Immer wieder ist die Ungewissheit über das Schicksal der einzelnen Familienmitglieder Thema in Telegrammen, im Schriftwechsel ist die Sorge um die Kinder spürbar. Zwischen den Zeilen sind die Ängste und Nöte deutlich präsent.

Mehr als einmal stockt Elias im Verlauf der einstündigen Lesung und hält tief ergriffen einen Moment inne. Die über 200 Schüler der achten und neunten Klassen wirken aufmerksam und konzentriert. Zum Teil haben sie sich nach vorne gebeugt, wollen den Erzählungen etwas näher kommen, vielleicht, weil das Mädchen Anne und ihr vier Jahre älterer Cousin Gestalt angenommen haben.

Nur wenige ihrer Fragen können im Anschluss an die Lesung beantwortet werden. Sie möchten wissen, wie lange Anne Franks Vater gelebt hat oder erkundigen sich nach dem Schicksal der Angestellten, die der Familie geholfen haben.

Vor der Bühne der Schulaula hat die Landstuhler Buchhandlung Böhm einen Büchertisch aufgebaut. Zahlreiche Schüler greifen zur Lektüre, die sie sich dann auch signieren lassen. Die 14-jährige Nora Krull aus Hornbach hat bereits vom Schicksal Anne Franks gehört. Nora hat sich „Grüße und Küsse an alle“ bestellt. Sie ist sich sicher, dass sie das Buch lesen wird. Auch für Jakob Leitheiser aus Hauptstuhl ist das Thema nicht unbekannt. „In unserer Klasse haben wir ein Referat über Anne Frank gehalten“, erzählt der 13-Jährige. „Ich hätte nicht gedacht, dass noch jemand aus dieser Zeit lebt.“

Schulleiterin Andrea Meiswinkel ging bei ihrer Begrüßung darauf ein, dass es immer schwieriger werden wird, Zeitzeugen zu finden. Mit dieser Lesung möchte die Schule zum Lesen animieren und die Gräueltaten des Nationalsozialismus verdeutlichen. „Es geht darum, Jugendliche auf Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus aufmerksam zu machen“, sagt Buddy Elias. „Ich habe die Hoffnung, dass diese inhumanen Ideale bekämpft werden.“ Schöne Momente bei diesen Lesungen sind für ihn, wenn die jungen Leute zuhören, lernen und sich engagieren.

 

Den Artikel aus der Rheinpfalz vom 7.04.2013 als PDF sehen Sie hier!

 

"Selbstdenken!": Autorenlesung mit Jens Soentgen

 

Autorenlesung mit Jens Soentgen am Sickingen-Gymnasium Landstuhl

Nach dem großen Erfolg der letzten literarischen Veranstaltung mit

Niklas Frank ist es dem Sickingen-Gymnasium Landstuhl erneut gelungen, im Rahmen der Förderung der Lesekompetenz einen Autor für eine Lesung zu gewinnen.

Dr. Jens Soentgen ist wissenschaftlicher Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg. 2004 wurde sein Buch Selbstdenken! für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Der Autor führt hier die populärsten und wirkungsvollsten Praktiken des Philosophierens vor, nicht abstrakt, sondern wie ein unterhaltsames Spiel — verbunden mit der Einladung mitzuspielen.

Auch während der Lesung, die am 6. März 2006 für Schülerinnen und

Schüler der Jahrgangstufen 11 und 12 stattfand, folgte Soentgen diesem

Grundsatz und lud die Jugendlichen ein, mit ihm den philosophischen

Gehalt von Begriffen wie Arbeitslosigkeit und Natürlichkeit zu erörtern.

In einer kurzen Ansprache dankte Schulleiter Dohna Herrn Dr. Soentgen

für sein Kommen und verwies auf die Bedeutung philosophischer

Inhalte auch im schulischen Kontext.

 

Besonderer Dank gilt Herrn Stahl von der Buchhandlung Stützel für seinen Beitrag zur Durchführung der Veranstaltung.

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