Englisch

USA-Austausch - 4 Wochen auf einem anderen Kontinent

von Anna Merz, 10b

Einige Wochen liegt der Amerika-Austausch nun schon zurück, doch ein Weihnachts­paket von Übersee hat mich zur Jahreswende wieder an die schöne Zeit erinnert.

Seit Monaten freuten wir uns auf diesen Tag. Anfang Oktober war es dann endlich soweit: Voller Neugier starteten wir am Flughafen Frankfurt unsere Reise in die Vereinigten Staaten. Nach neun Stunden Flug mit einigen Filmen und viel Musik wurden wir herzlich in Philadelphia empfangen.

Wir würden nun für knapp einen Monat bei amerikanischen Familien wohnen und ihren Alltag, die Schule und ein wenig die Umgebung kennenlernen. Es schien eine lange Zeit zu sein, aber diese verging schneller als erwartet.

Wegen einer Farmshow, einem großen Event in Manheim, bei dem Farmtiere ausgestellt werden, fielen gleich zu Beginn zwei Tage Schule aus. So machten wir bereits am ersten Wochenende drei große Ausflüge: Erst ging es nach Gettysburg zu einem Schlachtfeld des Bürgerkrieges, auf dem innerhalb von drei Tagen tausende von Menschen starben. In einem Museum werden Fundstücke der Schlachten ausgestellt. Das Gelände ist riesig, sodass man mit dem Auto an verschiedene Stellen des Schlachtfeldes fahren kann. Unser zweiter Trip führte uns nach Washington: Wir besuchten das „Monument“, kauften ein paar Hoodies als Andenken und machten zahlreiche Fotos vor dem Weißen Haus. Das Highlight der ersten Woche war jedoch New York City. Der Tag begann schon früh um drei, sodass wir vor acht mit einem Spaziergang durch die imposante Stadt starten konnten. An vielen Hoch­häusern vorbei liefen wir zum Hudson River und betrachteten die Freiheitsstatue. Es war zwar sehr windig, aber die Sonne schien, wodurch wir vom Empire State Building einen atemberaubenden Blick auf die Stadt hatten. Wieder unten angekommen, machten wir einen andächtigen Halt am Ground Zero und ließen den Tag am Times Square ausklingen.

Die folgenden Schultage vergingen wie im Flug. Von kurz vor acht bis mittags um drei bekamen wir Einblicke in das amerikanische Schulwesen, lernten neue Freunde kennen und besuchten für uns neue Fächer, wie bspw. Psychologie. Jeden Freitag bejubelten wir die MC Barons, die Footballspieler der Manheim Central Highschool. Es waren spannende Spiele bei eisigen Temperaturen, die alle mit Siegen für die MC Barons endeten.

Die Halbzeit unseres Aufenthaltes kennzeichnete das „Homecoming“ - Fest. Für diesen Abend machten wir uns schick, denn es ist ein Schulball, bei dem die Cafeteria zur Tanzfläche wird.

Eines unserer letzten Ziele war schließlich Philadelphia. Dort machten wir zuerst eine Führung durch die Independence Hall und anschließend einen Spaziergang durch die Stadt. Am Nachmittag vertrieben wir uns die Zeit mit einer „Challenge“ in der nächstgelegenen Mall.

In der letzten Woche verbrachten wir viele Abende zusammen. Trotz wehmütiger Gedanken über unsere baldige Abreise wurden es schöne und unvergessliche Stunden. Jede Zeit geht irgendwann zu Ende und so mussten auch wir uns nach vier spannenden Wochen mit vielen neuen Eindrücken verabschieden. Die Trennung war teils sehr tränenreich, da wir nicht nur neue Orte gesehen, sondern auch viele neue Freunde gefunden haben, die wir nun zurücklassen mussten. Aber zumindest unsere Austauschpartner werden wir im Sommer ja wiedersehen.

 

„Es war ein einprägendes Erlebnis, was mir viel über die Lebensweise der Amerikaner gezeigt hat. Außerdem haben wir Einblicke in das Schulleben bekommen, was mir veranschaulicht hat, dass für die Schüler und Lehrer der Zusammenhalt der Schule sehr wichtig ist. Ich will diese Erfahrung niemals missen, da ich viel gelernt und neue Freunde gefunden habe.“

Anne Huber (MSS 11)

„In meiner Zeit, in der ich bei der Familie meiner Austauschpartnerin wohnte, lernte und sah ich viel über Amerika. Sowohl im alltäglichen Leben, als auch Städte, wie New York oder Washington. Ich wurde warmherzig aufgenommen und hätte mir keine bessere Gastfamilie, Austauschpartnerin, die ich nun als meine Freundin bezeichnen kann, und Leute, mit denen ich gereist bin, aussuchen können.“

Jana Laborenz (10c)

„Wer nicht im Footballteam ist, spielt oft ein Instrument in der Marching Band der Schule, den „Marching Barons“. Bei jedem Footballspiel unterstützten sie von der Tribüne aus ihr Team mit Liedern wie „Eye of the tiger“ oder „Pretty fly“. Jede zweite Woche ging es mit dem Schulbus zu Bandcontests, zu denen man über eine Stunde fahren musste. Dort traten dann Marching Bands aus dem ganzen Land mit ihren Shows gegeneinander an und wurden von einer Jury bewertet.“

Felix Kries (10a)

„Meine Austauschpartnerin Ally und ich sind zwei Mal pro Woche in Paula´s Studio of Baton gegangen. In diesem Studio twirlt sie mit ihrer Gruppe Baton, unterrichtet aber auch die jüngeren Kinder. Baton Twirling ist eine Sportart, bei der ein Metallstab (Baton) in der Hand gedreht und die gymnastische Darbietung durch Musik begleitet wird. Ich habe mich immer gefreut, ins Studio zu gehen, weil es mir sehr viel Spaß gemacht hat, mit den Kindern Zeit zu verbringen und auch selbst einen Einblick in diesen Sport zu bekommen, den es bei uns so nicht gibt.“

Justina Adam (10d)

Lingua Franca – Englisch verbindet! (von Kirsten Noll und Caroline Walz)

Bridging the gap - dieses Motto setzten wir, der Leistungskurs der MSS11 von Frau Dr. Woesner, am 17.Juli 2015 in die Tat um. Zu diesem Anlass luden wir einige ausländische Studenten der Technischen Universiät Kaiserslautern zu uns ans Sickingen - Gymnasium ein. Diese kamen gegen 10 Uhr  mit dem Zug in Landstuhl an und wurden von zwei unserer Schüler in den Unterricht begleitet. Im Filmsaal begrüßten wir, gemeinsam mit Herrn Dick und Herrn Lieser, die Neuankömmlinge mit einer kurzen Rede und selbstgebackenen Kleinigkeiten. Nach dem ersten zaghaften Kennenlernen setzten wir uns in Kleingruppen zusammen und standen in lustiger Runde Frage und Antwort.

Die Studenten kamen alle aus verschiedenen Ländern und erzählten uns von ihrer Hoffnung auf ein besseres Studium in Deutschland. So lernten wir unsere wohlbekannte englische Sprache von einer ganz neuen Seite kennen: für zwei Stunden war sie nicht länger „nur“ eine Unterrichtssprache, in der man Texte liest oder seine Antworten zum Besten gibt. Nein, heute erfuhren wir diese Sprache als eine „Lingua franca“, eine Verbindungssprache, die uns Türen zu neuen Erfahrungen öffnete. Wir lernten viel über unsere „Austauschschüler“ und ihre Herkunftsländer, deren Kultur und Lebensstil für uns völlig neu war.

Anschließend war es Zeit für einen Rundgang durch unser Gymnasium. Dabei stellten wir fest, dass sich unsere Schule deutlich von denen der Studenten in ihrer Heimat unterscheidet. Sie waren sehr überrascht, als sie erfuhren, mit welchen technischen Mitteln wir täglich unseren Unterricht gestalten können. So ist vor allem auch das Schulsystem grundlegend anders: Zusätzlich zu dem Grundwissen erhalten deren Schüler ein Fach in alltäglichem Wissen, wie beispielsweise Hausarbeiten.

Nach dieser Schulführung wurde der Leistungskurs aufgeteilt, weil manche Schüler noch in anderen Fächern Unterricht hatten. Die Übrigen trafen sich mit den Gästen in der Bibliothek, um sich weiter zu unterhalten, anzunähern und kennenzulernen.

Wir bedankten uns bei den ausländischen Studenten, bevor sie sich auf den Weg zurück zum Bahnhof machten. An diesem Tag lernten wir nicht nur völlig neue Kulturen und deren Mentalität kennen, sondern auch, dass man eine Sprache nicht nur auf eine Art und Weise sprechen kann. Auch sie hat viele verschiedene Seiten an sich, die es zu entdecken lohnt. Wie unser altbekanntes Englisch, unsere Lingua franca. Außerdem erlebten wir an diesem Tag, wie wichtig diese Sprache auch in unserem Alltag ist. So verbindet sie uns nicht nur beispielsweise mit England und Amerika, sondern auch mit anderen Kulturen und hilft enorm bei der kulturellen Verständigung. Aus diesem Grund wollen wir auch weiterhin mit den Studenten in Kontakt bleiben und weitere Treffen arrangieren: Bei uns bewegt sich was!

Kooperation mit Hochschulen der Region

Hier sehen Sie eine Auswahl der Kooperation des Fachbereichs Englisch mit den Hochschulen der Region. Folgen Sie bitte den Links!

Austausch mit der Manheim Central High School im US-Bundesstaat Pennsylvania

von Maike Hansen

 

Seit 2007 gibt es am Sickingen-Gymnasium Landstuhl einen Austausch mit der Manheim Central High School im US-Bundesstaat Pennsylvania, der es alljährlich einer kleinen Schar unserer Schülerinnen und Schülern ermöglicht, etwa vier Wochen in einer amerikanischen Familie zu leben und gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern den Schulalltag kennen zu lernen. Im vergangenen Schuljahr konnten Maike Hansen, Lena Stahlschmitt, Sophie Herth, Aaron Pfaff, Oguz Günes und Till Schubert diese Erfahrung machen. Der folgende Bericht spiegelt Maikes Erfahrungen wider:

 

Während unseres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten lebten wir in der Kleinstadt Manheim, etwa eine Autostunde von Philadelphia entfernt und im Lancaster County, dem Partnerkreis des Landkreises Kaiserslautern gelegen. Da in dieser Region fast alle Häuser auf großen Grundstücken stehen, sind die meisten Ortschaften so groß, dass man mit dem Auto zum Teil 20 Minuten benötigt, um von einem Ende zum anderen zu gelangen.

Nach einem herzlichen Empfang in unseren Gastfamilien haben wir vor allen Dingen den Schulalltag unser Partner kennen gelernt, der sich deutlich von unserem unterscheidet. Besonders ist zunächst, dass fast alle Schülerinnen und Schüler in gelben Schulbussen zur Schule fahren, die ihre Passagiere an Straßenkreuzungen abholen und unmittelbar vor dem Schulgebäude absetzen. Auch die Stundenpläne haben mit unseren wenig gemeinsam: So haben die amerikanischen Schülerinnen und Schüler pro Tag vier Schulstunden, die jeweils 90 Minuten dauern und sich von montags bis freitags in derselben Weise wiederholen. Allerdings werden die unterrichteten Fächer regelmäßig ausgetauscht, wodurch sich neue Stundenpläne ergeben. Auch das Prüfungssystem ist anders als in Deutschland: So enthalten die meisten Tests Multiple-Choice-Aufgaben, die am Computer beantwortet und anschließend online korrigiert werden.

Insgesamt spielt Technik im Alltag unserer amerikanischen Partnerschule eine große Rolle: So ist jeder Saal mit einem Whiteboard und einer ausreichenden Anzahl von Computern für alle Schülerinnen und Schüler ausgestattet. Erstaunlich war für uns zudem, dass jede Lehrkraft über ihren eigenen Saal verfügt und diesen nach Belieben einrichten kann.

Hervorzuheben sind jedoch vor allen Dingen der große Zusammenhalt innerhalb der Schülerschaft sowie die starke Identifikation mit der eigenen Schule, die sich in einer Vielzahl an sozialen Aktivitäten widerspiegelt, die an der Manheim Central High School angeboten werden und an denen immer viele Schülerinnen und Schüler teilnehmen. So gibt es zahlreiche Schülermannschaften, deren Spiele stark besucht werden, obwohl für den Eintritt in der Regel gezahlt werden muss. Besonders die Spiele der Footballmannschaft waren für uns eine beeindruckende Erfahrung, vor allem aufgrund der tollen Stimmung im Schülerblock.

Neben dem Schulalltag haben wir natürlich unheimlich viel über das Leben in Pennsylvania gelernt. Noch immer lebt in der Region um Lancaster eine große Zahl von Amish, eine Bevölkerungsgruppe, die eine sehr traditionelle Lebensweise pflegt und noch heute weitgehend auf Technik verzichtet. Einige von uns hatten die Gelegenheit, in einer ihrer Kutschen zu sitzen, eine Schreinerei zu besichtigen oder aber an einem typischen, von Amish zubereiteten Essen teilzunehmen. Da die meisten von ihnen deutsche Vorfahren haben, verstehen viele nach wie vor Hochdeutsch und sprechen einen auch uns verständlichen Dialekt, das so genannten Pennsylvania Dutch, wobei Dutch für Deutsch und nicht für Niederländisch steht.

Unvergessliche Momente waren sicherlich die beiden Tagesausflüge nach New York und Washington D.C. Im dortigen Luft- und Raumfahrtmuseum haben wir einen ehemaligen Astronauten getroffen, der uns etwas über sich und seine Erfahrungen im Weltraum erzählt hat. Bei wunderschönem Wetter sind wir anschließend über die Mall geschlendert und haben das Weiße Haus, das Kapitol sowie das Lincoln Memorial gesehen. Insgesamt ein herrlicher wenn auch anstrengender Tag. Ein weiteres Highlight war weiterhin der Besuch in New York, den wir allerdings nicht gemeinsam unternehmen konnten.

Außerhalb dieser großen Touren haben wir viele kleine Dinge erlebt wie den Besuch des Hershey Chocolate Museums mit dem dazugehörigen Freizeitpark, die Besichtigung einer Eis- und Brezelfabrik sowie eine Fahrt nach Gettysburg, wo es im amerikanischen Bürgerkrieg zur entscheidenden Schlacht zwischen den Nord- und den konföderierten Südstaaten kam.

Till hatte zudem die Möglichkeit, auf einem Ausflug nach Kanada die Niagarafälle zu besuchen, Lena verbrachte mit ihrer Gastfamilie ein Wochenende am Strand und Oguz besuchte eine Vorstellung des Cirque du Soleil.

Abschließend können wir alle nur sagen, dass wir in Manheim eine tolle Zeit verbringen durften, die wir sicherlich niemals vergessen werden. Wir freuen uns bereits jetzt auf den Gegenbesuch und hoffen, dass es unseren Partnerinnen und Partnern bei uns genauso gut gefällt wie uns bei ihnen.  

USA-Austausch

Seit 2007 gibt es am Sickingen-Gymnasium Landstuhl einen Austausch mit der Manheim Central High School im US-Bundesstaat Pennsylvania, der es alljährlich einer kleinen Schar unserer Schülerinnen und Schülern ermöglicht, etwa vier Wochen in einer amerikanischen Familie zu leben und gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern den Schulalltag kennen zu lernen. 

Eine Dokumentation der letzten Jahre sehen Sie hier! Folgen Sie bitte den Links!

 

USA-Austausch 2016-17

USA-Austausch 2015-16

USA-Austausch 2014-15

USA-Austausch 2013-14

TELC-Zertifikate 2015 überreicht

Sprachkenntnisse sind für die Zeit nach der Schule von großer Bedeutung, sei es für eine Berufsausbildung, sei es für ein Studium. Da aufgrund einer sich wandelnden  und differenzierenden Schullandschaft Abschlüsse wie das Abitur zusehends an Aussagekraft verlieren, legen Arbeitgeber immer häufiger Wert auf von unabhängigen Institutionen ausgestellte Zertifikate, die – im Falle der Fremdsprachen – Kompetenzen auf der Basis des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen bescheinigen.

Seit dem letzten Jahr bietet die Fachschaft Englisch den Schülerinnen und Schülern der MSS 13 kurz nach dem Abitur die Möglichkeit zur Teilnahme an der Prüfung Telc B2/C1-University, die Kenntnisse auf den Kompetenzstufen B2 und C1 attestiert.

In diesem Jahr fand die Prüfung am 24. Und 25. Februar statt. Sie bestand aus einer dreistündigen schriftlichen Klausur sowie einem zwanzigminütigen mündlichen Prüfungsgespräch. Am 25. März schließlich wurden die Zertifikate übergeben, und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Von den 18 angetretenen Schülerinnen und Schülern erreichten immerhin 8 das höchstmögliche Niveau, C1,  – alle anderen erhielten immerhin B2.

Allen Schülerinnen und Schülern Herzlichen Glückwunsch!

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