Geographie

Geographie

 

Erdgeschichte und Tektonik:

Fossilien aus dem Himalayagebirge, bereitgestellt von Frau Robin André

 

 

 

 

 

 

 

Stadtgeografie und Stadtgenese:

Strukturwandel am ehemaligen Hafen von Marseille: Gentrifizierung und Nutzungswandel - von der Industriebrache zum Kulturzentrum. 

Der Hof Guhl: Vollerwerbsbetrieb in Gerhardsbrunn.

Am 27.04.2016 besuchten die zwei Erdkunde Leistungskurse der Jahrgansstufe 11 einen konventionellen Vollerwerbsbetrieb in Gerhardsbrunn.

Lukas Guhl, der momentan Agrarwissenschaften studiert, begrüßte uns und gab uns eine kurze Übersicht über seinen Lebenslauf. Anschließend bekamen wir einige Futter- und Düngemittelproben gezeigt, sowie einen kurzen Crashkurs zur Felderwirtschaft. Nach diesem kurzen Exkurs erkannten wir, dass dieses Metier eine Wissenschaft für sich ist. Weiter ging es, vorbei am Freilaufstall, zum Melkroboter, welcher das Herz des Milchviehbetriebs darstellt. Die Familie Guhl besitzt etwa 70 Kühe, die täglich zweimal von der modernen Melkanlage selbständig gemolken werden und somit eine große Arbeitserleichterung darstellt. Diese Maschine melkt nicht nur vollautomatisch, sie überwacht auch die Milchgabe jeder Zitze und kann über einen Mikrochip den Aufenthaltsort jeder Kuh feststellen.

Da der Milchpreis momentan so schlecht ist wie noch nie, hat sich die Familie Guhl etwas pfiffiges einfallen lassen. Seit neuestem findet man auf dem Hof einen Milchautomaten an dem jeder interessierte sich 24 Stunden, 7 Tage die Woche seine Milch frisch „abzapfen“ kann. Als Überraschung bekamen wir frische Milch aus dem Milchautomaten und eine kleine Stärkung.

Zum Schluss konnten wir auf dem Hof der Familie Guhl noch verschiedene Tiere aus nächster Nähe betrachten und streicheln. Denn neben den Kühen leben auch Pferde, Hühner und Enten auf dem Hof. Die Favoriten waren allerdings ganz klar die niedlichen Kälbchen.

Zusammenfassend war die Exkursion sehr informativ und veranschaulichte den im Unterricht behandelten Stoff. Vielen Dank an Familie Guhl, die uns diesen Tag ermöglicht hat.

Hitze, Staub, Lärm und hochinnovative Produktion - Strukturwandel in der Stahlindustrie: Exkursion der Leistungskurse Erdkunde nach Dillingen und Völklingen

 

Eine für unseren Nahraum relevante und spürbare Veränderung in der Industriestruktur hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten das Saarland mit der traditionellen Ausrichtung auf die Montanindustrie erfahren. Mit den durch internationalen Kostendruck und Nachfragerückgang nach Massenstahl einsetzenden Problemen der deutschen Kohle- und Stahlindustrie kam es im Saarland und den dort ansässigen Großunternehmen der Eisen – und Stahlerzeugung zu massiven, gesellschaftlich hochrelevanten Veränderungen. Die weltweit festzustellende Verlagerung der Standorte der Stahlerzeugung  insbesondere an kostengünstigere Küstenstandorte sowie in Entwicklungs- und Schwellenländer, zwingt die deutsche Stahlindustrie zu enormen Anstrengungen um die Produktionsstandorte in Deutschland zu erhalten.

Diesen Prozess des industriellen Strukturwandels und der Anpassung an veränderte Bedingungen lassen sich beispielhaft an den Produktionsstätten der Eisen- und Stahlerzeugung im Saarland erleben.

Bei einer eintägigen Exkursion der Leistungskurse Erdkunde konnten die Schülerinnen und Schüler in zwei getrennten Gruppen die Dillinger Hütte sowie die Völklinger Saarstahl-AG erkunden.

Die Werksführung in der Dillinger Hütte zeigte sehr intensiv und hautnah den Prozess der Roheisenherstellung und dessen Weiterverarbeitung in weltweit konkurrenzfähige Produkte für die Metallindustrie, für das Baugewerbe und Infrastrukturerstellung bis hin zu Produkten für Maschinen- und Fahrzeugbau.

Das Unternehmen mit über 300-jähriger Firmengeschichte am Standort produziert auf einer der weltweit größten Anlagen Grobbleche bis 44cm Dicke, die u.a. in international renommierten Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen Verwendung finden. So besteht der Schiffsrumpf eines der größten Kreuzfahrtschiffe (Queen Marie II) ebenso aus Dillinger Stahl wie die Öresundbrücke, das Viadukt von Millau, die Ostseepipeline oder der Commerzbanktower in Frankfurt. Trotz dieses Renommees bleibt die Schwerindustrie im Saarland krisenanfällig, im Moment leidet die Produktion von Rohren für den Pipelinebau unter politischen Spannungen und unter den Veränderungen in der Erdöl- und Erdgasförderung durch Fracking in Nordamerika.

Der dadurch entstehende Zwang nach ständiger Anpassung der Produkte (z.B. Umstellung auf Rohre für Off-Shore Windkraftanlagen) und Produktionsverfahren wurde den Schülerinnen und Schülern in der Führung über das Werksgelände näher gebracht.

Von besonderer Intensität war jedoch sicherlich das ganzheitliche Erfahren der gigantischen Kräfte und Energien, der Arbeitsprozesse- und Arbeitsbedingungen mit Hitze, Staub und Lärm und der Verbindung dieser elementaren Prozesse mit einem hochinnovativen, IT-gestützten Industriestandort.

Verantwortung übernehmen - in Theorie und Praxis: Schülerinnen und Schüler des LK EK 11 verkaufen Fair-Trade-Produkte

 

Eine wesentliche Aufgabe des Erdkundeunterrichts ist es, Verständnis zu erzielen für die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen einzelnen Ländern, Räumen, Regionen und gesellschaftlichem, wirtschaftlichem und politischem Handeln. Dabei spielt die Frage nach Ausprägung und Ursachen globaler Disparitäten, nach der Ungleichverteilung von Reichtum, Ressourcen und Lebenschancen eine wesentliche Rolle. Um dieser, zum Teil mit tiefer Betroffenheit bei Schülerinnen und Schülern theoretisch diskutierten Frage nach Ursachen und Folgen von Unterentwicklung und Hunger in der Welt auch im persönlichen Handeln zu begegnen, verkaufte der Leistungskurs Erdkunde (MSS 11) von Herrn Lieser beim diesjährigen Schulfest (wie auch bereits vor 2 Jahren) Fair Trade Produkte. Durch diesen Verkauf kann es gelingen, Produzenten in Drittweltstaaten, die unter der ungerechten Struktur des internationalen, globalisierten Handels leiden, bessere und fairer Bedingungen zum Vertrieb der Produkte und somit ein gesichertes Einkommen zu erzielen.

 

Danke an alle Kunden und insbesondere an die Schülerinnen und Schüler, die sehr engagiert und selbstverantwortlichen den Verkauf organisiert haben.

Dritte Welt im Spannungsfeld der Globalisierung: Eine Einführung in die Probleme der Entwicklungszusammenarbeit

 

Die Schülerinnen und Schüler der Erdkunde-Leistungskurse der MSS 13 von Frau Voigt und Herrn Lieser lassen sich in einem dreitägigen Seminar an der Fridtjof Nansen Akademie auf die Komplexität der Thematik internationaler Disparitäten und Möglichkeiten zu deren Überwindung ein.

In einem anspruchsvollen Seminarprogramm wechselten immer wieder Vortragsphasen renommierter Fachkräfte auf den relevanten Gebieten mit Arbeitsphasen der Schülerinnen und Schüler.

Schwerpunkte der inhaltlichen Auseinandersetzung waren insbesondere Strukturen und Prozesse in Afrika, zum Beispiel in dem Vortrag von Lena Oschewsky: „Abgehängt - das Beispiel Ruanda. Im Partnerland von Rheinland-Pfalz spiegelt sich die Entwicklungsmisere Afrikas“ aber auch allgemeine Betrachtungen der Entwicklungspolitik, wie zum Beispiel in der Präsentation: „Unterentwicklung hat Ursachen: Modernisierungs- und Dependenztheorie als Erklärungsansätze für die Probleme der Dritten Welt.“

Nach der Analyse sind Lösungsansätze diskutiert worden, „Kigali zum Singapur Afrikas machen“ oder „politische Entwicklungsstrategien in Lateinamerika“.

Schwerpunkt des Seminars und sicher auch für die Schülerinnen und Schüler am spannendsten war die Frage, inwiefern unsere globalisierte Wirtschaft und somit auch unser Handeln für die Armut in Drittweltstaaten mit verantwortlich gemacht werden kann. Der Vortrag von Dr. Florian Feil: „Globalisierung und Entwicklung. Gewinner und Verlierer im globalen Wettbewerb“ konnte auf diese Fragen Antworten liefern.

Im Rückbezug auf die Arbeit der Schülerinnen und Schüler in der 11. Jahrgangsstufe, als diese beim Schulfest gemeinsam mit Herrn Lieser und Frau Krauß „Fair-Trade-Produkte“ verkauften, wurde im Seminar die Frage im Plenum diskutiert, ob Fair-Trade ein Beispiel für nachhaltigen Konsum darstellen kann und welche Chancen und Grenzen die Entwicklungszusammenarbeit im Kontext der Globalisierung heute hat.

Die drei sehr anregenden Tage ernsthafter Auseinandersetzung mit komplexen Themen unserer globalisierten Welt waren nicht nur sinnvoll als Vorbereitung auf die schriftlichen Abiturprüfungen, sondern konnten auch helfen, eigene Einstellungen zu schärfen und den Horizont in der Diskussion zu erweitern - und waren somit Beitrag zur Erfüllung eines wichtigen Bildungs- und Erziehungsauftrages am Sickingen-Gymnasium Landstuhl.

Der Erdkundeunterricht und unsere Verantwortung in der "Einen Welt"

Erdkundeunterricht am Sickingen-Gymnasium und Sensibilisierung für unsere Verantwortung in der "Einen Welt".

Inhalt abgleichen