Geschichte

Eine historische Woche

Als unsere Geschichtslehrerin, Frau Brill, zu Beginn der 13. Klasse auf unseren Leistungskurs zukam und sich erkundigte, ob von unserer Seite aus Interesse bestehe, während der Uniprojekt-Woche ein Geschichteprojekt zu veranstalten, war ich sehr froh darüber, da die Anzahl der naturwissenschaftlichen Projekte überwog und nicht jeder eine Vorliebe für diese Fachrichtung hegt.  Das sahen wohl auch einige meiner Mitschüler so, da sich schnell genug Teilnehmer fanden. Unsere Lehrer Frau Brill und Herr Fischer arbeiteten ein umfangreiches Programm aus, das uns nach dem schriftlichen   Abitur  ablenkte und ebenso die Möglichkeit gab, nach dem wochenlangen, trockenen Lernen geschichtliche   Fakten wieder etwas anschaulicher  dargelegt zu bekommen.

Am ersten Tag unseres Geschichteprojekts traf sich unsere Gruppe von etwa 20 Schülern in Kaiserslautern   am Tourismusbüro. Von dort begann die Stadtführung, bei der wir die regionale Geschichte erläutert   bekamen. Einigen waren bis dahin viele dieser Fakten unbekannt. Die Geschichte Kaiserslauterns lässt sich sehr gut anhand des Kaiserbrunnens erläutern. So steht der König mit Bart, der obenauf thront, für Friedrich Barbarossa. Aber auch moderne Begebenheiten sind darin festgehalten, so z. B. der Fußball, der natürlich für den Betzenberg und die Roten Teufel steht, aber auch dafür, dass Kaiserslautern bei der   Fußballweltmeisterschaft 2006 eine spieleaustragende Stadt war.

Am zweiten Tag fuhren wir nach Saarbrücken. Vormittags beschäftigten wir uns im Historischen Museum intensiv mit der Geschichte des Saarlandes in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Hier   wurden wir auch aktiv in die Führung mit eingebunden,indem wir in Gruppen eingeteilt wurden. Drei dieser Gruppen führten Plakatanalysen durch, die vierte eine Objektanalyse. Was den Inhalt   dieser Führung betraf, waren einige von uns von unserer Fachlehrerin Frau Brill schon darauf vorbereitet worden, so konnten wir unser Vorwissen auch einbringen.                                                                                                                     Mittags sollten wir dann an der Universität eine Vorlesung besuchen, die die Zeit der Religionskriege behandelte. Dabei machten wir die Erfahrung, dass es zeitweise auch sehr anstregend sein kann, einem referierenden Professor 90 Minuten konzentriert zuzuhören.

Am dritten Tag  ging es früh morgens mit dem Bus nach Bonn. Dort  machten wir im Haus der Geschichte eine Führung mit, bei der es um die Geschichte Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Ende der 60er Jahre ging.  Nach der Führung hatten wir noch die Gelegenheit, uns das Museum selbstständig anzusehen.                                                                                                                                                    Nachmittags machten wir einen Rundgang durch das ehemalige Regierungsviertel. Die Informationen zu einzelnen Gebäuden hatten wir in Gruppen in der Woche davor schon zusammengestellt, sodass wir uns jetzt gegenseitig darüber informierten.  Nach einem Spaziergang am Rhein entlang ging es dann wieder nach Hause.

Donnerstags bereiteten wir in der Schule die Präsentation für unsere Mitschüler vor, die freitags vorgestellt wurde. So konnten zwei Jahrgangsstufen von den Erfahrungen dieser Woche profitieren.

Abschließend kann ich zu dem Projekt sagen, dass ich froh bin, mich für dieses Projekt entschieden zu haben, da ich mich nun in der Geschichte unserer Region  besser auskenne, wie auch teilweise in der Bundesgeschichte. Außerdem war es eine leichte Art, Neues zu lernen, was sehr angenehm war nach dem schriftlichen Abitur

Wettbewerbe

Die Fachschaft Geschichte nimmt regelmäßig an dem Bundeswettbewerb für Geschichte teil. Zuletzt konnten unsere Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2008/09 Erfolge erzielen.

 

Gedenktafel "Zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft"

 

"Ein Zeichen gegen das Vergessen"

 

LANDSTUHL: Gymnasiasten enthüllen Gedenktafel an jüdische Mitbürger

 

 Die Stadt Landstuhl hat ihrer jüdischen Mitbürger gedacht, die der NS-Gewaltherrschaft zum Opfer gefallen sind. Eine Gedenktafel wurde enthüllt, die in die alte Stadtmauer an der Zehntenscheune eingelassen ist.

19 Namen sind auf der Bronzetafel zu lesen. Am 27. Januar 1945 befreite die russische Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Anlässlich dieser Tatsache machte Bundespräsident Roman Herzog 1996 den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Den Gedenktag nahmen Schüler der 13. Jahrgangsstufe am Sickingen-Gymnasium zum Anlass, sich mit den Landstuhler Familien und ihrem Schicksal zu beschäftigen. Zusammen mit ihrer Lehrerin Sonja Tophofen versuchten sie, deren Lebensweg aufzuspüren und in einem Heft zu dokumentieren.

Zwei Abiturienten, Luisa Mosemann und Daniel Stemler, erläuterten den zahlreichen Gästen - unter ihnen auch Nachfahren der Betroffenen - ihren Umgang mit dem Thema. Demnach befanden sich unter den Landstuhler Einwohnern sowohl Täter als auch Opfer.

Als ein „Zeichen gegen das Vergessen" bezeichnete Bürgermeister Klaus Grumer die Aktion: „Wir können uns aus dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte nicht fortstehlen. Es lädt uns Verantwortung auf."

In einem Vortrag rollte Roland Paul vom Lauterer Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde die Historie der Juden auf. Er erzählte von ihrem Leben als Händler im Vieh- oder Obst- und Gemüsegeschäft, dem An- und Verkauf von Kolonialwaren, Mode oder Alteisen. Sie engagierten sich in der Gesellschaft und in Vereinen. „Wir sind in erster Linie Deutsche, dann Juden", sei ihm mal geantwortet worden, berichtete Paul. Mindestens 800 Personen aus der gesamten Pfalz seien deportiert worden. Vor Jahrzehnten habe er schon angeregt, eine Gedenktafel anzubringen. Dieser „beklagenswerte Missstand" sei nun nach über 60 Jahren behoben.

Die Schüler hätten diese Schicksale aufgearbeitet, so Oberstudiendirektor Gerhard Dohna. „Nur wenn wir uns mit den Gräueln auseinandersetzen, können wir genug Mitgefühl entwickeln, um Intoleranz, Diskriminierung und Ausgrenzung zu bekämpfen." Manfred Erlich von der Jüdischen Kultusgemeinde in Neustadt wünschte sich in seinem Grußwort, dass das Erinnern nicht nur auf einen Gedenktag im Jahr beschränkt bliebe. Diese Vergangenheit solle eine ewige Mahnung sein: „Mögen wir die Kraft aufbringen, dass so etwas nie wieder geschieht." (ibr Rheinpfalz)

  

 

 

 

Exkursionen

Immer wieder bieten wir interessante Exkursionen zu historischen Stätten an, um Geschichte zu veranschaulichen und erlebbar zu machen. Hier einen kleinen Überblick:

 

- Exkursion zur Völklinger Hütte zum Thema "Industrielle Revolution" Kl. 9 (Schuljahr 2007/08)

- Exkursion nach Verdun zum Thema "1. Weltkrieg" MSS (Schuljahr 2008/09)

- Exkursion nach Trier zum Thema "Karl Marx" in Kooperation mit Sozialkunde MSS (Schuljahr 2008/09)

- Exkursion nach Hambach zum Thema "Vormärz und 1848" MSS (Schuljahr 2009/10)

Projekte

Hier finden Sie Informationen zu bisherigen und aktuellen Projekten mit historischem Hintergrund.

Fachschaft Geschichte

Mitglieder der Fachschaft Geschichte

Fachkonferenzleitungh: Herr Freudenberg (Ge, Soz)

  • Frau Brill (Ge, De)
  • Frau Graff (Ge, Bio)
  • Herr Kutscher (G, E)
  • Herr Loth (D, G, L)
  • Herr Rettig (Ge, Soz, De)
  • Frau Roath (G, E)
  • Frau Bieg (StRef.)
  • Frau Peiffer (StRef.)
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