Ergebnisse des Uni-Projektes für die Schülerinnen und Schüler der MSS 13 vom 31.01.-04.02.2011

Schule  trifft auf  Universität

Landstuhl: Das Sickingen-Gymnasium kooperiert mit Hochschulen, Theater und Museum

Von Laura Degen

Vier Tage lang schnupperten die künftigen Abiturienten des Sickingen-Gymnasiums in verschiedene Fachbereiche der Technischen  Universität Kaiserslautern (TU) hinein. Die Ergebnisse dieser Projektwoche präsentierten sie in der vergangenen Woche in der Schulaula.

Raum- und Umweltplanung, Mathematik, Informatik, Chemie und Elektrotechnik: Die Programmpunkte der Veranstaltung am Sickingen-Gymnasium Landstuhl lasen sich beinahe wie das Vorlesungsverzeichnis der TU. Genau das war auch die Idee der Projektwoche: Den Schülern, die bald ihr Abitur in der Tasche haben, sollten erste Kontakte zur Uni und Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsmethoden ermöglicht werden. Je nach Leistungskurs wurden sie verschiedenen Fachbereichen zugeordnet, wo sie experimentierten und programmierten, forschten und ausprobierten. Die Ergebnisse, die sie in der vergangenen Woche ihren Mitschülern und Lehrern präsentierten, konnten sich sehen lassen: Die Raumplaner erarbeiteten Konzepte für eine seniorengerechte Innenstadt, die Chemiker erklärten anschaulich chemische Gärten, eine Versuchsanordnung, bei der Metallsalze in einer Natriumsilikat-Lösung zu bunten Gebilden werden, die wie Pflanzen aussehen. Die Elektrotechniker aus dem Physik-Leistungskurs stellten ein Ein-Chip-Computersystem, einen sogenannten Mikrocontroller, vor.

Doch auch die weniger technisch oder naturwissenschaftlich Interessierten unter den Schülern kamen in der Projektwoche nicht zu kurz. Die Schülerinnen des Kunst-Leistungskurses erkundeten unter der Leitung von Trude Deubig die Pfalzgalerie und durften im Anschluss ihre eigene Kreativität unter Beweis stellen, indem sie selbst kleine Kunstwerke aus Gips formten. Spontaneität und eine gehörige Portion Mut bewiesen die Schülerinnen, die sich unter der Leitung von Nina Velmer, der Theaterpädagogin des Pfalztheaters, an Improvisationstheater heranwagten und damit bei der Präsentation ihr Publikum begeisterten.

Die Form der Uni-Projektarbeit gibt es am Sickingen-Gymnasium schon seit einigen Jahren. Dabei wurde die bestehende Kooperation zwischen  Schule und Uni mit der Zeit von einem Fachbereich (der Raum- und Umweltplanung) auf mehrere ausgedehnt. Für den Latein-Leistungskurs findet jeweils zusätzlich eine Kooperation mit der  Universität Saarbrücken statt. Pfalzgalerie und Pfalztheater in Kaiserslautern konnten in diesem Jahr zum ersten Mal als Kooperationspartner gewonnen werden.

Thomas Lieser, Beate Schuster und Hartfried Klein, Lehrer am Sickingen-Gymnasium und Organisatoren der Projektwoche, lobten die engagierte Arbeit ihrer Schüler. Auch das Echo von Seiten der künftigen Abiturienten war positiv. Sie glauben, dass ihnen die gesammelten Erfahrungen dabei helfen werden, den für sie richtigen Studiengang zu finden.

 

Rhein-Pfalz - Marktplatz - vom 09.02.2011