Das Logo des Sickingen-Gymnasiums. Dunkelblaues Quadrat mit weißem Schriftzug des Schulnamens in der linken oberen Ecke. Silhouette der Burg Nanstein im Anschnitt unten rechts.

Eine Reise zur Zeit der Römer und Germanen

Lateinleistungskurse zu Besuch im Europäischen Kulturpark in Rheinheim — 30.08.2018

Am 10.8.2018 machte sich der Leistungskurs Latein 12 von Herrn Kilburg auf den Weg nach Reinheim. Dazu fuhren wir zuerst mit dem Zug nach Kirkel, schwangen uns dort auf's Rad und fuhren ca. 25 km in Richtung der französischen Grenze nach Reinheim. Dort angekommen betraten wir zuerst ein unscheinbar wirkendes Museum, in dem uns der Ausgrabungsleiter Michael Ecker in die Besonderheiten dieser Ausgrabungsstätte einführte. So zeigte er sich vor allem von einer Luftaufnahme eines germanischen Gebäudes begeistert. Dieses zeigte die Entwicklung des Ortes durch die Romanisierung und den Untergang der keltischen Kultur. Es wurde uns ermöglicht, in die Gewänder der alten Römer zu schlüpfen. Max und Julian nutzten diese Gelegenheit und lieferten sich einen spannenden Kampf mit Schild und Schwert. ¬

Mit dem Rad fuhren wir dann zur Ausgrabungsstätte, stellten uns dort auf einen Hügel und erhielten somit einen Blick auf das Fürstinnengrab und die römische Villa Rustica. Diese erstreckte sich über eine Fläche von 7 Hektar. Davon wurden einige Hauswirtschaftsgebäude rekonstruiert, von denen eines als Gaststätte, in deren Dachgeschoss ein Museum untergebracht ist, genutzt wird. Nebenan befindet sich noch ein kleiner Kräutergarten.

Nach zweiminütiger Fahrt über das Gelände überschritten wir die deutsch- französische Grenze, welche durch ein Tor gekennzeichnet war. Dieses begrenzte ebenso das Gebiet der Villa Rustica. In Frankreich angekommen, besichtigten wir ein weiteres kleines Museum, in dem wir von zwei Französinnen freundlich begrüßt wurden. Anders als in dem römisch- keltischen Museum waren hier Funde aus anderen Kulturen zu sehen, wie beispielsweise eine Hunnenpfeilspitze.
In der Nähe befand sich eine römische Kleinstadt, welche von uns erkundet und bestaunt wurde. Mitten in dieser Ausgrabungsstätte befand sich ein kleiner rekonstruierter Keller, welcher zur Weinlagerung verwendet wurde. Am Rande der Stadt befanden sich die berühmten Thermen. In einer legten wir auch unsere Rast nieder und betrachteten den Aufbau der Roma Vita, ein römisches Festival.
Zum Schluss machten wir uns auf den Weg in das Fürstinnengrab, in dem man die einmalige Chance erhielt, das Grab von innen zu sehen. Danach ging es mit dem Rad zurück zum Bahnhof von Kirkel, allerdings schaffte es unsere Gruppe sich so zu verfahren, dass wir unseren Anschlusszug verpassten und eine Stunde am Bahnhof warten durfte. Trotzdem war es eine spannende und interessante Exkursion, die wir jederzeit empfehlen würden.