Das Logo des Sickingen-Gymnasiums. Dunkelblaues Quadrat mit weißem Schriftzug des Schulnamens in der linken oberen Ecke. Silhouette der Burg Nanstein im Anschnitt unten rechts.

"Die Lateiner" auf Erkundungstour in Trier

Lateinschülerinnen und -schüler der Klasse 10 erkunden die älteste Stadt Deutschlands — 20.02.2026

Am 15. Oktober war es endlich soweit: Die zehnten Klassen traten ihre ursprünglich für die neunte Klasse geplante Exkursion nach Trier an. Treffpunkt war um 8:15 Uhr am Bahnhof Landstuhl, von wo aus wir um 8:30 Uhr den Zug in Richtung Trier bestiegen. Während der Zugfahrt hatten wir die Gelegenheit, sowohl das Weltkulturerbe Völklinger Hütte als auch die verschiedenen Landschaften der Region zu bewundern.
Nach unserer Ankunft am Bahnhof Trier steuerten wir zunächst die Porta Nigra, das „schwarze Tor“, an. Dort erläuterten uns die anwesenden Fachlehrer für Latein die Geschichte, Entstehung und den architektonischen Aufbau dieses beeindruckenden Bauwerks. Im Anschluss daran schufen wir in weihnachtlicher Atmosphäre ein Gruppenbild mit dem Nikolaus.
Unser Weg führte uns weiter durch den alten Klosterhof, der heute als Museum dient, in Richtung der Statue von Karl Marx. Auch hier erhielten wir von den Lehrern einige interessante Informationen, obwohl dieses Thema nicht direkt mit dem Lateinunterricht verknüpft ist. Nach dem Besuch der Karl-Marx-Statue machten wir uns auf den Rückweg zur Porta Nigra und schlenderten anschließend durch die Fußgängerzone in Richtung Dom.
Am Dom angekommen, wurden wir auf den lateinischen Schriftzug unter der Uhr aufmerksam: „nescitis qua hora dominus veniet“ (du weißt nicht, zu welcher Stunde der Herr kommen wird). Danach besichtigten wir die Basilika, ein von den Römern erbautes Gebäude, das heute als protestantische Kirche genutzt wird. Wir verhielten uns respektvoll und still, wie es sich für solche historischen Stätten gehört. Besonders bemerkenswert waren die beheizten Sitzbänke in den ersten Reihen und das durchdachte Heizsystem. Aus meiner Sicht war die Basilika sehr imposant, strahlte jedoch auch eine einladende Atmosphäre aus.
Anschließend kehrten wir zum Dom zurück, den wir ebenfalls besichtigen wollten. Dort fiel uns auf, dass die katholische Kirche im Vergleich zur evangelischen Kirche deutlich mehr Altäre besitzt. Der Dom beeindruckte durch seine Größe und die verwirrenden Seitentreppen, die uns in alte Grabkeller führten.
Nach der Besichtigung des Doms wurden wir von unseren Lehrkräften in Kleingruppen von mindestens vier Schülern auf eigene Faust zur Erkundung Triers entlassen. Wir hatten die Möglichkeit, den Weihnachtsmarkt zu entdecken, uns bei einem Mittagessen zu stärken und die Stadt weiter zu erkunden. Zur vereinbarten Zeit trafen wir uns wieder an der Porta Nigra und machten uns gemeinsam auf den Rückweg zum Bahnhof.
Alles in allem war es eine äußerst gelungene Exkursion, die hoffentlich auch in Zukunft vielen Lateinerinnen und Lateinern Freude und interessante Einblicke bieten wird."