Das Logo des Sickingen-Gymnasiums. Dunkelblaues Quadrat mit weißem Schriftzug des Schulnamens in der linken oberen Ecke. Silhouette der Burg Nanstein im Anschnitt unten rechts.

Können Außerirdische unser Sonnensystem sehen?

Noah Jackson aus Mackenbach fährt zum „Jugend forscht“-Bundesfinale in Herzogenaurach — 30.05.2026

Nachdem der Elftklässler des Sickingen-Gymnasiums Landstuhl/Walhalben in diesem Frühjahr schon die Regional- und Landesrunde von „Jugend forscht“ gut überstanden hat, geht es für Noah Jackson im Bereich Geo- und Raumwissenschaften ins Bundesfinale. Schon lange interessiert sich der junge Amerikaner und Mackenbacher, der in Seattle geboren wurde, für die Physik und den Kosmos.
Seit 2016 lebt Noah Jackson in Deutschland und ist hier, ohne Sprachkenntnisse, direkt in die zweite Klasse eingestiegen. Seine Eltern entschieden sich damals explizit für das deutsche Schulsystem – und bis heute ist der Jugendliche sehr froh darüber. „Auf der High School ist es nicht so schön wie in deutschen Schulen“, erklärte er. Viele Hobbys hat der Jugendliche nicht. „Die Schule nimmt mich schon sehr in Anspruch“, sagt er und fügt dann doch noch hinzu, dass er sehr gerne reist. Seine Leistungskurse sind Mathematik, Physik und Erdkunde.

Können uns Außerirdische sehen?
Die Idee, bei „Jugend forscht“ mitzumachen, kam von Jackson selbst. Auch hat er das Projekt eigenständig geplant und vorbereitet. Nun darf er vom 28. bis 31. Mai nach Herzogenaurach zur Firma Schaeffler fahren, wo das Bundesfinale stattfindet.
Der Titel von Noah Jacksons Arbeit lautet: „Kann uns jemand sehen? Ein Gedankenexperiment aus extrasolarer Perspektive“. Der Schüler geht den Perspektivwechsel an: Können vielleicht Außerirdische unsere Sonne beobachten? Könnten sie auch unsere Erde finden?
Jackson simulierte, wie unser Sonnensystem aus der Ferne aussehen könnte. Dabei gibt es zwei Methoden: Das Messen winziger Helligkeitsschwankungen beim Vorbeiziehen eines Planeten oder das Aufspüren eines leichten Sternwackelns. Dabei zeigte sich, dass große Planeten wie Jupiter zwar deutliche Signale liefern, sie seien aber nur selten zu beobachten. Kleine, erdähnliche Planeten ließen sich noch schwieriger nachweisen. Sichtbar sei unser Sonnensystem nur, wenn Außerirdische im richtigen Winkel auf die Bahnebene schauten und lange genug messen würden.

159 Jungforscher im Finale
Mit diesem tiefgründigen Ansatz passt das Projekt des 16-Jährigen, der einmal Ingenieur werden möchte, genau zum Wettbewerbsmotto 2026: „Maximale Perspektive“. Doch der Weg ins Finale war steinig: Von ursprünglich 11.327 angetretenen Jungforscherinnen und Jungforschern haben sich bundesweit gerade einmal 159 Talente für die Endrunde qualifiziert.

von Katja Weber Beck. Die Rheinpfalz, 26.5.2026.