„... zu lieben in Frieden ohne Unterschied“

„Der Mensch Nathan“ am Sickingen-Gymnasium Landstuhl

von Sabrina Ecker (13)

 

Wieder einmal gab es in der Aula des Sickingen-Gymnasiums mit der Aufführung des Dramas „Der Mensch Nathan“ eine große Theater-Premiere. Der Antrieb dazu kam aus dem Deutsch Grundkurs der jetzigen MSS 13 unter der Leitung von Jörg Rettig.

Paul Merz als Nathan und Jörg Rettig in der Rolle des Patriarchen

Gemeinsam kamen der Deutschlehrer und seine Schülerinnen und Schüler auf die Idee, „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing  umzuschreiben und eine Intrigengeschichte einzufügen, um den Epochenwandel von der Aufklärung zum Sturm und Drang und vom Rationalismus zur Dramatik, deutlich zu machen.
Nachdem Jörg Rettig Lessings klassisches Drama in „Der Mensch Nathan“ umgearbeitet hatte, entschloss sich der Kurs dazu, es bis zur Aufführung zu bringen. In mühevoller Eigenarbeit organisierten sie Kostüme, verbrachten die Projektwoche im Frühjahr mit dem Malen der Bühnenbilder und opferten viele Wochenenden und Nachmittage, um ihr schauspielerisches Können zu optimieren und das Stück selbst auf die Beine zu stellen – was von Erfolg gekrönt war, wie man dem Applaus des Publikums entnehmen konnte.

Das Original veröffentlichte Lessing im Jahre 1779. Es spielt in Jerusalem zur Zeit des dritten Kreuzzuges.

 

Till Schubert als Templer und Jörg Rettig

Als der Jude Nathan von einer Geschäftsreise heimkehrt, erfährt er, dass seine Tochter Recha bei einem Brand des Hauses ums Leben gekommen wäre, wäre sie nicht von einem Tempelritter gerettet worden. Allerdings umgibt ein Geheimnis die Herkunft der Jüdin Recha und des christlichen Tempelritters, wodurch das Zusammenleben der Religionen zu einem Kernthema wird.
Im Zentrum der Aufführung stand, wie auch im Original, die Ringparabel. Diese wurde anhand eines eingespielten, selbstgedrehten Videos erzählt, was den Einsatz von Videoeinspielungen in Inszenierungen des modernen Theaters erinnerte, wie etwa bei Frank Castorf und Martin Wuttke an der Berliner Volksbühne. Durch die Ringparabel wurde besonders deutlich, dass der Appell an den Dialog und an das friedliche Zusammenleben der Religionen nach vor aktuell ist. Gerade in unserer heutigen Zeit gewinnt dieser Appell mehr und mehr an Bedeutung, denn „es sind wir Menschen, die eine Klinge führen oder nicht, die aufrufen zum Krieg – oder nicht.“ Aus diesem Grund wandte sich Nathan zum Schluss an die Zuschauer: „Gewähren wir uns selbst das, was der Höchste für uns ausersehen – zu lieben in Frieden ohne Unterschied.“

Alisa Müller, Paul Merz, Till Schubert, Moritz Geier und Oguz Günez

 

Fotos von den Proben finden Sie hier.

3. Platz beim Bundesfinale „Jugend präsentiert“ für Tobias Feuerbach (MSS 13)

von Beate Schuster

 

Beim Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend präsentiert“ in Berlin hat Tobias Feuerbach (MSS 13) mit seiner Präsentation den 3. Platz belegt.

Insgesamt 110 Schülerinnen und Schüler haben mit 80 Präsentationen am Bundeswettbewerb teilgenommen.

Am 16. September mussten die Wettbewerbsteilnehmer ihre Präsentation sowohl in digitaler als auch in analoger Form vor zwei verschiedenen Jurorengruppen vorstellen. 

Tobias Feuerbach hat mit seinem Thema „Die Grenzen des Menschen – Wie kommt es bei Piloten zum „Black Out“? den Juroren bewiesen, dass er komplexe physikalische und biologische Vorgänge korrekt und verständlich darstellen kann und dass ihm dabei auch eine sehr gute Performanz gelingt.

Am 17. September konnte Tobias seine Fähigkeiten auf der Bühne des Kinos International in Berlin vor mehreren hundert Zuschauern unter Beweis stellen, da seine Präsentation als eine der sechs besten bewertet wurde.

 

 

Die Verantwortliche für den Wettbewerb "Jugend präsentiert" und für die Begabtenförderung am SGL StD' Beate Schuster und Tobias Feuerbach in Berlin

 

 

 

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Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Den Pressetext zum Bundesfinale lesen Sie hier.

Foto: Gerhard Kopatz für "Jugend präsentiert"

Projekt Schau-Schubladen - Kunstausstellung in der Kreissparkasse

von Marthe Lumma

 

Die Schülerinnen und Schüler des einjährigen Grundkurses Bildende Kunst der Jahrgangsstufe 12 des Sickingen-Gymnasiums Landstuhl hatten sich im gerade vergangenen Schuljahr (2015/16) unter der Leitung der Fachlehrerin Frau Lumma (2. von rechts) einer besonderen Herausforderung gestellt:

Die 21 Schülerinnen und Schüler widmeten sich dem Projekt, genau 21 antiquierte Schubladen aus dem Chemieschrank, die ausrangiert worden waren und scheinbar funktionslos, als Anlass zu nehmen um ein neues eigenes Kunstobjekt daraus zu schaffen.

Die Schublade löst sich dabei aus ihrer ursprünglichen Form als Schub-Lade und lädt zum Schauen ein. Neue, für den Betrachter ungewohnte Ansichten eines Alltagsobjekts ergeben sich.

 

"Japanischer Garten" von Caroline Walz

 

Die Schublade mit den Maßen 10 x 25 x 48 cm diente dabei lediglich als Rahmen um eigene Ideen zu verwirklichen. Dabei hatten die Schüler, bei denen das Abitur nun in unmittelbare Nähe rückt, die Möglichkeit, Interessenschwerpunkte individuell zu setzen und z.B. auch auf Berufswünsche oder Biografisches einzugehen.

So wurde gezimmert, bemalt, bepflanzt, geklebt und zerlegt.

Laura beispielsweise möchte gerne Modedesign studieren und hat die Schublade als Rahmen genommen um ein eigenes Miniatur-Modestudio inklusive eigener Kollektion hineinzubauen.

Caroline hat ihren eigenen Japanischen Garten darin angelegt und Julian H. überrascht den Betrachter mit einer Minigolfbahn.

Ein anderes künstlerisches Konzept verfolgte Francesca, die sich im Speziellen mit Form und Materialien der Schublade beschäftigte und hat diese in ihre Teile zerlegt und zu einem komplett neuen Möbelstück, einer funktionierenden Lampe, zusammengesetzt.

Nachdem die Schubladen fertig gestellt und im Rahmen des Kurses präsentiert worden waren, stellte sich die Frage, ob es nicht auch möglich wäre, diese auch in einem größeren Kontext auszustellen. Erfreulicherweise erklärte sich die Kreissparkasse Landstuhl dazu bereit.

"Aquarium" von Lena Glas

 

So mussten sich im letzten Schritt des Projekts die Schülerinnen und Schüler nun auch mit der Planung der Präsentation ihrer Objekte auseinandersetzen. Dazu gehörte zunächst eine Begehung des Ausstellungsraumes, des Foyers der Sparkasse. Danach wurden verschiedene Präsentationsmöglichkeiten erprobt: Sollen die Schubladen aufgehängt oder lieber einzeln auf Tischen zur Schau gestellt werden? Schließlich einigten sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Präsentation auf in Stufen zu jeweils zwei Inseln angeordneten Kästen und in Vitrinen. Zu guter Letzt mussten die Schubladen noch passend arrangiert werden, so dass sie jeweils in ihrer Eigenheit bestmöglich zur Geltung kamen, und mit treffenden Titeln versehen werden. Das Ergebnis des Projektes kann bis 30.09.16 im Foyer der KSK Landstuhl betrachtet werden.

 

Die Begleittexte der Schülerinnen und Schüler zu ihren Schau-Schubladen finden Sie hier.

Das Plakat zur Ausstellung finden Sie hier.

Ausgezeichnet präsentiert - Die Belobigungsfeier 2016

Die Liste der ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler finden Sie hier.

 

von Alisa Müller (10b)

 

Die diesjährige traditionelle Feier zur Auszeichnung für besondere Leistungen während des vergangenen Schuljahrs stand diesmal unter dem Zeichen des Wettbewerbs „Jugend präsentiert“, bei dem das Gymnasium in den letzten Jahren ganz besonders erfolgreich war. Für den Festvortrag war nämlich eigens Markus Gottschling aus Tübingen angereist.

Jannis Straßer, Felix Gries und Lea Hoffman 

Der Wissenschaftliche Mitarbeiter bei der Forschungsstelle Präsentationskompetenz am Seminar für Allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen ist auch mitverantwortlich für den bundesweiten Schülerwettbewerb „Jugend präsentiert“.

Ausgezeichnet wurden insgesamt 90 Schülerinnen und Schüler, die sowohl soziales, fachbezogenes als auch allgemein schulisches Engagement zeigten. Diese erhielten selbstverständlich sowohl eine Urkunde als auch einen kleinen Preis – eine Brille zu Goethes Farbenlehre.

 

StD' Beate Schuster und Dr. Thomas Reinhold (r.) mit den erfolgreichen Teilnehmern beim Wettbwerb "Jugend präsentiert"

Das Event wurde mit dem Aufritt des Projektchors unter der Leitung von StD' Brigitte Rausch eröffnet, der nach der Willkommensrede der Schulleiterin OStD‘ Andrea Meiswinkel gleich noch ein zweites Lied vortragen durfte. Für ein besonderes musikalisches Vergnügen sorgten Lea Hoffman (Klavier), Felix Gries (Caron) und Jannis Straßer (Geige).

Nach diesem harmonischen Empfang stand, neben den zahlreichen Auszeichnungen, der Höhepunkt der Veranstaltung an – der Festvortrag des Rhetorikers Markus Gottschling. Dieser hielt einen Vortrag über das Präsentieren, erläuterte, was es überhaupt bedeutet, auf welche Dinge man achten sollte und welche rhetorischen und mediale Finessen man dabei einsetzen kann. Markus Gottschling äußerte sich selbst sehr erfreut darüber, am Sickingen-Gymnasium zu Gast zu sein, da er durch die Beiträge beim Wettbewerb ,,Jugend präsentiert“ bereits einen hervorragenden Eindruck vom SGL gewonnen hatte und nun erfreut war, die Schule nun einmal selbst besuchen zu dürfen. Auf seinen 45-minütigen Beitrag folgten dann auch die ca. 120 Auszeichnungen in Form von Urkunden, die die Schulleiterin vergab.

Zur Seite standen ihr dabei die Lehrkräfte Dr. Thomas Reinhold und StD‘ Beate Schuster, die die Veranstaltung vorbereitet und organisiert hatten. Letztere ist passenderweise für die Begabtenförderung am SGL zuständig und organisiert die Veranstaltung schon seit vielen Jahren. Nach der Überreichung der Auszeichnungen gab es zum Abschluss noch einen musikalischen Beitrag von Julia Kern (8d) am Klavier. Außerdem bestand die Möglichkeit, im Foyer des SGL noch an einem kleinen Umtrunk teilzunehmen. 

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Neben Lea Hoffmann und Jannis Straßer, die für ihr musikalisches Engagement bei vielen Veranstaltungen Urkunden erhielten, wurde Luca Kennerknecht für sein besonderes soziales Engagement als Pate für die Unterstufe ausgezeichnet, rechts die Unterstufenleiterin StD' Dr. Andrea Kolbe

 

Die Liste der ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler finden Sie hier.

Theater am SGL: "Der Mensch Nathan, frei nach Gotthold Ephraim Lessing"

Die Theater-AG des SGL unter der Leitung von Jörg Rettig präsentiert eine sehr originelle Inszenierung eines klassischen Stoffs. Das Drama "Der Mensch Nathan, frei nach Gotthold Ephraim Lessing" basiert auf einer Neubearbeitung von Lessings Text durch Jörg Rettig, wobei die Idee dafür im letzten Schuljahr von seinem Grundkurs Deutsch 12 ausging.

 

Die Vorführungen finden am Sonntag, den 25.9.2016, um 18.30h und am Montag, den 26.9.2016, um 18.00h in der Aula statt. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, den 12.9., in den Pausen vor der Teestube der MSS 13.

Fotos von den Proben finden Sie hier.

Wir wünschen der gesamten Schulgemeinschaft und allen Freunden und Förderern des Sickingen-Gymnasiums schöne und erholsame Ferien!

Schöne Ferien!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Endlich schulfrei" (2013), Beiträge zum Europäischen Wettbewerb von Luisa Schramm und Bastian Lang (7. Klasse)

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